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Kommentare & Handbücher: Online-Bibliothek mit Mehrwert

Sie wächst beständig: die Zahl der über die RDB Rechtsdatenbank zugänglichen Kommentare und Handbücher von MANZ. Nutzer:innen bietet die Online-Bibliothek besonderen Such- und Nachschlagekomfort.
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Redaktion
Reinhard Ebner
Datum
03. August 2026

Rund 450 Kommentare und Handbücher finden sich in der Online-Bibliothek der RDB, darunter auch jene von österreichischen und deutschen Partnerverlagen. „Die meisten Werke erscheinen heute sowohl als Print- wie auch als Online-Publikation“, erzählt MANZ-Programmmanager Christian Giendl. „Der Kommentar zum Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch, ABGB-ON, war 2010 das erste Werk, das online erschien, bevor es eine Printausgabe gab.“

Einem Relaunch unterzogen wurde der ursprünglich als Loseblattwerk publizierte Kommentar zum Lebensmittelrecht der Herausgeber Michael Blass und Reinhard Kainz. Er erscheint damit seit 2025 überhaupt nur noch online. „Damit tragen wir den speziellen Ansprüchen der Zielgruppe Rechnung, die das Werk in digitaler Form bevorzugt.“

„Unsere Nachschlage-Funktion ist der Nutzung des Druckwerks nachempfunden. Mit einem Klick gelangt man zum gewünschten Kapitel oder Paragrafen.“ 

REINHARD BRADATSCH, MANZ

Volltextsuche und Nachschlage-Funktion

Gerade wenn – wie bei einem Loseblatt- oder Faszikelwerk – häufige Updates durchgeführt oder mitunter auch größere Textpassagen ausgetauscht werden, weist die Online-Publikation klare Vorzüge auf. Sie hat auch Vorteile für Leser:innen, die – nebst der unschlagbaren Aktualität eines Online-Kommentars – so besonders schnell und einfach zu ihren gewünschten Inhalten finden.


Zum einen funktioniert dies über die RDB-Nutzer:innen vertraute Volltextsuche, die auch eine KI-gestützte semantische Recherchefunktion umfasst. Dabei können Suchbegriffe oder auch ganze Textpassagen eingegeben werden. Verfeinern lässt sich das Ergebnis der Trefferliste durch zusätzliche Filtermöglichkeiten – nach Norm, Gericht oder Geschäftszahl, nach Titel und Werk sowie nach Autor:in.

Das Besondere im Fall der Kommentare und Handbücher: „Wir bieten auch eine Nachschlage-Funktion an, die der Nutzung des Druckwerks nachempfunden ist“, erläutert Produktmanager Reinhard Bradatsch. Er verantwortet die technische Seite der Online-Bibliothek. „Der Inhalt ist dabei übersichtlich in einem Verzeichnis abgebildet. Mit nur einem Klick gelangt man zum gewünschten Paragrafen oder Kapitel.“


Verlinkung als Online-Plus

Natürlich sind die Fundstellen im jeweiligen Dokument verlinkt. Praktisch ist die als sogenannte Mouse-over-Funktion integrierte Linkvorschau. Es genügt dabei, den Mauszeiger über das Element zu bewegen und auf „Vorschau“ zu klicken – und schon poppen Details zur Fundstelle auf. Im Fall eines Zeitschriftenbeitrags beispielsweise sind auch die ersten Zeilen des Artikels enthalten, um den Inhalt besser einordnen zu können.

„Gibt es eine neuere und eine ältere Fassung eines Gesetzes, können unter Umständen Mehrfach-Links vorkommen.“ Besonders praktisch: Die Links zu Entscheidungen beinhalten auch Rechtssätze. Ob das eingebrachte Begehren erfolgreich war, ist mittels Ampelsystem auf einen Blick ersichtlich.

RDB-Nutzer:innen können in der Online-Bibliothek einzelne Werke abonnieren und sich so ihr individuelles Package zusammenstellen. Giendl: „Zusätzlich bieten wir zielgruppenspezifische Pakete, beispielsweise für Steuerberater:innen, Immobilien- oder Versicherungsmakler:innen, für Konzipient:innen oder für Einzelanwält:innen.“

„Zu den Toptiteln in der Online-Bibliothek zählen das Kostenhandbuch von Josef Obermaier, die Wiener Kommentare und das ABGB-ON.“ 

CHRISTIAN GIENDL, MANZ

Die Zukunft: medienneutrale Produktion

Die Online-Aufbereitung erfordert einheitliche Standards, etwa in Bezug auf die Gliederung oder die Darstellung von Fußnoten. „Zurzeit konvertieren wir dazu die Print-Daten in ein spezielles xml-Format, ehe die Online-Version lektoriert wird“, schildert Bradatsch.

In Zukunft werden sich diese Prozesse grundlegend ändern. „Ein verlagsinternes Großprojekt ist die medienneutrale Produktion. Die Datenerstellung funktioniert dann unabhängig davon, ob das Endprodukt ein Print- oder ein Online-Werk ist.“


Das sind die Toptitel

Die Zahl der Dokumentenaufrufe insgesamt wie auch der unterschiedlichen Dokumente, die aufgerufen werden, steigt. Je nach Titel verlagert sich die Nutzung stärker auf den Online-Bereich.

Giendl weiß um die Favoriten in der Gunst der Online-Nutzer:innen: „Der Spitzenreiter ist das Kostenhandbuch von Josef Obermaier. Top nachgefragt sind zum Beispiel auch die Wiener Kommentare zum Strafgesetzbuch und zur Strafprozessordnung oder der bereits erwähnte ABGB-ON-Kommentar.“ 

Bearbeitete Fassung aus der Zeitschrift RECHTaktuell – hier auch als ePaper verfügbar. Über die Inhalte und Funktionen der RDB-Rechtsdatenbank können Sie sich auf der MANZ-Website informieren.

RECHTaktuell 04/2026