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MANZ von seiner Gründung bis heute

2019

Die Eigentümerfamilien kaufen die Anteile, die Wolters Kluwer seit 1997 an der MANZ’schen Verlags- und Universitätsbuchhandlung gehalten hatte, rückwirkend zum 1.1.2019 zurück. Der marktführende Fachverlag und Informationsanbieter befindet sich somit wieder zur Gänze in österreichischem Familienbesitz.

2018

Im November 2018 übertragen die bisherigen Eigentümer, MANZ GmbH
und Wolters Kluwer, rückwirkend per 1.1.2018 ihre Anteile an der MANZ Schulbuch GmbH an die P&V Holding.

2017

MANZ beteiligt sich mehrheitlich an der SimpLEX Solutions GmbH, die mit „simpLEX Doks“ einen Dokumentengenerator zur rechtssicheren Erstellung von Firmenbuchanträgen anbietet.

2015

Erwerb der „IMD Informations-, Medien- und Datenverarbeitungs-
gesellschaft m.b.H. (IMD)“ mit Sitz in Guntramsdorf durch die MANZ’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung. IMD war in denselben Geschäftszweigen wie den von „A1 Telekom AG“ erworbenen tätig. Die IMD wurde 2015 mit MANZ fusioniert.

2015

Beteiligung an der „SAVD Videodolmetschen GmbH“ durch MANZ Holdinggesellschaft.

2014

Beteiligung an der „ACP Business Solutions GmbH“ – heute „Xpert Business Solutions GmbH“ durch MANZ Holdinggesellschaft.

2012

Erwerb der Geschäftszweige „Verrechnungsstelle für die Online-Einsichtnahme in diverse öffentliche Register (Firmen- und Grundbuch etc.)“ und „Übermittlungsstelle im elektronischen Rechtsverkehr (webERV)“ von A1 Telekom Austria AG durch die MANZ’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung. Diese Geschäftszweige werden heute bei MANZ durch die Dienstleistungen „infoDienste“ und „webERV“ repräsentiert.

2011

Übernahme der Buchhandlung „JurBooks“ und deren Kunden vom Verlag Österreich durch die MANZ’sche Verlags- und Universitätsbuchhandlung.

2010

Die MANZ’sche Verlags und Universitätsbuchhandlung wird mit ihrer bisherigen Tochter RDB Rechtsdatenbank GmbH fusioniert. Die RDB besteht als Online-Vertriebsplattform und Marke weiter im Produktportfolio von MANZ. Die Onlaw Internet Technologies GmbH firmiert um zur MANZ Solutions GmbH.

2005 – 2008

Franz Stein, der im Vorjahr die Mehrheit an der Familienholding MANZ übernommen hatte, stirbt am 7. November 2005 unerwartet. Susanne Stein, seine Tochter, übernimmt seine Agenden. Franz Steins Sohn Andreas Stein übernimmt drei Jahre später die Leitung des MANZ Schulbuch Verlags.

2001

Die MANZ’sche Verlags und Universitätsbuchhandlung übersiedelt gemeinsam mit der RDB Rechtsdatenbank GmbH und der Onlaw Internet Technologies GmbH vom Kohlmarkt 16 in die Johannesgasse 23. Die Buchhandlung bleibt am gewohnten Ort.

2001 – 2002

Kauf der Onlaw Internet Verlags AG und Umfirmierung in Onlaw Internet Technologies GmbH. Ein Jahr später wird die Druckerei an Berger & Söhne verkauft.

1997

Die MANZ GmbH geht eine strategische Partnerschaft mit dem internationalen Verlagskonzern Wolters Kluwer ein.

1996

Die MANZ GmbH wird als Holding begründet. Zu ihr gehören die MANZ’sche Verlags und Universitätsbuchhandlung, die MANZ Verlag Schulbuch GmbH, die RDB Rechtsdatenbank und die Österreichische
Verlagsgesellschaft C. & E. Dworak GmbH.

1994

Der Schulbuchbereich des Verlags wird in die MANZ Verlag Schulbuch GmbH ausgegliedert.

1986

Die RDB Rechtsdatenbank wird als eine der ersten ihrer Art gegründet und entwickelt sich zu einer der größten Rechtsdatenbanken des europäischen Raums.

1970

Franz Stein übernimmt nach dem überraschenden Tod Robert Steins die Geschäftsführung, 1973 tritt Anton C. Hilscher, ein Cousin Franz Steins, als geschäftsführender Gesellschafter an seine Seite.

1938 – 1945

Die Geschwister und Gesellschafter des Verlags, allen voran Robert und Walter Stein, gelten nach dem „Anschluss“ als „Mischlinge“ und erhalten Berufsverbot. Ernst Gießauf, der Leiter der Druckerei, die Prokuristin Berta Pohl und der Buchhändler Anton Bernhard führen die Firma durch die NS-Zeit. 1945 werden die ursprünglichen Besitzverhältnisse wiederhergestellt. Robert Stein betreibt den zügigen Wiederaufbau. Bereits ab 1946 erscheint die Österreichische Juristen-Zeitung (ÖJZ).

1935

Robert Stein übernimmt nach dem Tod Richard und Markus Steins (1932 bzw. 1935) die Leitung des Verlags.

1920

Richard Stein gelingt es, u.a. durch Gründung der französischsprachigen „Collection MANZ“, die Firma über die Inflation zu retten.

1912

Der streitbare Architekt Adolf Loos errichtet das bis heute nahezu unverändert bestehende Portal der Buchhandlung.

„Seit 100 Jahren überzeugt nun schon die ruhige, ernste Statik der schwarzen Marmorflächen mit ihrer funktionalen Harmonie. Wenn Loos anderswo sagt, die Gestaltung eines Bankportals solle ausdrücken, dass hier das Geld gut und sicher aufbewahrt sei, so erkennen wir beim Portal MANZ die Seriosität eines alteingesessenen Verlags für wissenschaftliche Werke.“ (Burkhardt Rukschcio)

1910

Markus Stein und sein Sohn Richard werden Alleininhaber von MANZ. Buchhandlung und Verlag florieren. „Die MANZ’sche Sammlung der österreichischen Gesetze steht vielleicht einzig in der Welt da. Die handlichen schwarzen Bände […] haben fast überall die officiellen Gesetzesausgaben verdrängt.“ (Carl Juncker)

Die Familie Stein unterhält teils enge Kontakte zur Kulturwelt des Fin de siècle, u.a. zu Oskar Kokoschka, Arnold Schönberg und Adolf Loos.

1892 – 1902

Markus Stein lässt am Kohlmarkt 20, heute Kohlmarkt 16, ein fünfgeschossiges Stadtpalais im Stil des Historismus errichten. Er beauftragt dazu die renommierten Baumeister Kupka & Orglmeister. Zehn Jahre später kommt eine Druckerei in der Wiener Siebenbrunnengasse hinzu.

1883

Markus Stein erwirbt gemeinsam mit dem Leipziger Verleger Julius Klinkhardt die „MANZ’sche k.k. Hof-Verlags- und Universitätsbuchhandlung“ von Hermann Manz, dem Sohn des Gründers. Bald liegt eine zwanzigbändige Taschenausgabe der österreichischen Gesetze vor.

1849

Ein Jahr nach der Revolution von 1848 begründet der norddeutsche Buchhändler Friedrich Manz die Buchhandlung MANZ in Wien. Er erlangt den Status einer „k. u. k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung“.