Home RECHTaktuell Coverstory VbR: Unabhängig, relevant, praxisnah
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Coverstory

VbR: Unabhängig, relevant, praxisnah

Auch im 14. Jahr ihres Bestehens erfüllt die Zeitschrift für Verbraucherrecht ihre Rolle als unabhängiges Fachblatt, das wissenschaftlichen Anspruch mit Praxisnähe verbindet. Die Redaktion wurde um vier Kapazunder aus Forschung und Justiz verstärkt.
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Redaktion
Reinhard Ebner
Datum
14. Oktober 2026

Im September 2013 erschien die erste Ausgabe der MANZ-Zeitschrift für Verbraucherrecht. Ein zentraler Aspekt war von Beginn an die Verbindung von Rechtswissenschaft und -praxis, aber auch die Unabhängigkeit.

„Rechtswissenschaft ist nicht Rechtspolitik mit anderen Mitteln. Gerade im Verbraucherrecht, das oft von gegenläufigen Interessen geprägt ist, braucht es einen unabhängigen Ort des Diskurses, der allein der Qualität des rechtlichen Arguments verpflichtet ist“, so Petra Leupold, VbR-Chefredakteurin und VKI-Bereichsleiterin Recht.

„Unterschiedlichen Positionen Raum zu geben, den fachlichen Dialog zu fördern und Rechtsfragen kontrovers zu beleuchten, bleibt ein zentrales Anliegen der VbR.“ 

PETRA LEUPOLD, VKI

Am Puls des Verbraucherrechts

„Die Rechtsentwicklung verlief seit 2013 rasant, hier sind wir stets am Puls von Gesetzgebung und Rechtsprechung“, sagt Leupold. Die DNA der VbR blieb dabei unverändert: „Wir bereiten aktuelle Entwicklungen kompakt und konzise auf, fachlich fundiert und mit größtmöglicher Praxisnähe.“

Bestens informiert über aktuelle Themen ist die Chefredakteurin nicht zuletzt durch ihre – auch internationalen – Funktionen: als Leiterin Intervention im VKI, als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Europäischen Zentrums für digitale Rechte noyb (= none of your business) sowie, seit Mai 2026, als Mitglied des Executive Board beim europäischen Verbraucherverband BEUC (= Bureau Européen des Unions de Consommateurs).

„Meine thematischen Schwerpunkte sehe ich im Verbraucherprozessrecht sowie in europarechtlichen und grenzüberschreitenden Aspekten.“ 

FLORIAN SCHOLZ-BERGER, UNIVERSITÄT WIEN

Dialog mit den Gerichten

„Ziel der VbR ist es, zur wissenschaftlichen Durchdringung des Verbraucherrechts beizutragen und im Hinblick auf offene Auslegungsfragen in einen Dialog mit den Gerichten zu treten.“ Dabei gäbe es durchaus spannende Friktionen zwischen dem Unionsrecht und dem traditionellen System des österreichischen Rechts. Diese seien „einer Rechtsvereinheitlichung, die nicht nur im Export eigenen Normenmaterials besteht, freilich immanent“.

Herzstück der vier VbR-Ausgaben im Jahr sind die Beiträge von Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis sowie der Rechtsprechungsteil. Letzterer fasst aktuelle Entscheidungen von EuGH, OGH und unterinstanzlichen Gerichten nicht nur zusammen, sondern versieht sie mit Hinweisen zur Einordnung und zu Folgefragen.

„Das Verbraucherrecht ist vielfältig und betrifft Grundlagenthemen wie auch Spezialmaterien.“ 

ALEXANDER WILFINGER, WU WIEN

Redaktion verdoppelt

Unterstützung erhält die Chefredakteurin von der bewährten VbR-Redaktion sowie von vier neuen Redaktionsmitgliedern. Seit vielen Jahren mit dabei: der Rechtsanwalt und Mediator Alexander Klauser, der Innsbrucker Universitätsprofessor Alexander Schopper (Bereich Unternehmensrecht) sowie Paul Oberhammer, Professor am Institut für Zivilverfahrensrecht der Universität Wien.

Gemeinsam konnten sie die Neuzugänge für die VbR gewinnen, darunter Florian Scholz-Berger. „Meine thematischen Schwerpunkte sehe ich künftig insbesondere im Verbraucherprozessrecht sowie in europarechtlichen und grenzüberschreitenden Aspekten.“

Für die Redaktion gewonnen werden konnte auch Alexander Wilfinger, seit September Universitätsprofessor am Institut für Zivil- und Zivilverfahrensrecht der WU Wien. Der Wissenschaftler deckt die zivil- und verfahrensrechtlichen Aspekte des Verbraucherschutzes ab.

„Mir ist es ein Anliegen, für größtmögliche Transparenz im vielschichtigen Verbraucherrecht zu sorgen.“ 

MARIA POSANI, HANDELSGERICHT WIEN

Richterinnen in der Redaktion

Als Vertreterinnen der Justiz konnten Maria Posani und Nora Wallner-Friedl an Bord geholt werden. Den Rundumblick verkörpert Posani: Die Richterin des Wiener Handelsgerichts ist parallel Lehrbeauftragte sowohl an der Universität Wien als auch an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie Prüfungskommissärin für die Richteramtsprüfung. Zuvor war sie unter anderem als Rechtsanwältin, Richterin im OGH-Evidenzbüro und Universitätsassistentin tätig.

Die OGH-Richterin Nora Wallner-Friedl möchte auch die „vielen tollen jungen Kolleginnen und Kollegen“ motivieren, sich vertiefend mit Verbraucherrecht zu beschäftigen und Fachbeiträge beizusteuern. „Die durch unterschiedliche juristische Disziplinen gewährleistete Vielfalt an Perspektiven sowie die Diversität im Redaktionsteam sind entscheidende Erfolgsfaktoren der VbR“, ist sie überzeugt.

„Ich möchte die vielen tollen jungen Kolleginnen und Kollegen motivieren, Fachbeiträge für die VbR beizusteuern.“ 

NORA WALLNER-FRIEDL, OGH

EU auf Reformkurs

Im September trat die erweiterte Redaktion zu einer ersten gemeinsamen Redaktionssitzung zusammen. Die Themen werden der Zeitschrift für Verbraucherrecht nicht ausgehen: „Auf EU-Ebene ist die Reformdynamik im Verbraucherrecht ungebrochen“, erklärt Chefredakteurin Leupold. „Damit geht eine Fülle von Auslegungsfragen für die Praxis einher.“

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Erscheinungsjahr: 2026
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Bearbeitete und stark gekürzte Fassung der Coverstory aus der Zeitschrift RECHTaktuell. Mehr über die neue Redaktion der Zeitschrift für Verbraucherrecht sowie über aktuelle und künftige Fragestellungen im Verbraucherrecht lesen Sie im vollständigen Artikel der Printausgabe (hier auch als ePaper verfügbar).

RECHTaktuell 05/2026