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Genjus KI – vom Jupiter zum Mars

Neuigkeiten und Verbesserungen bei Genjus KI gibt es praktisch im Wochentakt. Noch heuer erreicht das KI-basierte Recherche-Tool von MANZ mit der Edition Mars eine neue Umlaufbahn.
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Passagenweise Textpassagen
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Passagenweise
Hinter Genjus KI verbergen sich knapp 70 Millionen Textpassagen. Die wachsende Nutzung des Recherche-Tools zeigt sich auch an der in die Millionen gehenden Zahl jener Passagen, die bei der Beantwortung von Anfragen eine Rolle gespielt haben. Im 1. Quartal 2026 wurden so mehr als 44 Millionen Passagen vom System berücksichtigt bzw. mehr als 2,6 Millionen Passagen als Referenzen für Antworten verwendet (in beiden Fällen möglicherweise auch eine Passage für mehrere Antworten). Und mehr als 6,5 Millionen unterschiedliche Passagen wurden generell in diesem Zeitraum verwendet.
Redaktion
Reinhard Ebner
Datum
01. Juni 2026

Genjus KI beantwortet komplexe juristische Fragen in natürlicher Sprache inklusive Zitierung aller Fundstellen und Anzeige der entsprechenden Volltextdokumente. Aber schon heute kann das Recherche-Tool von MANZ noch so viel mehr. 

Das wissen auch die User:innen zu schätzen, wie Alexander Feldinger, Leiter der Legal Intelligence Services, am Nutzerverhalten sieht: Kürzlich erfolgte der 16. Release der Edition Jupiter von MANZ Genjus KI (Edition Mars ist noch 2026 im Anflug). Das eigens für Jurist:innen entwickelte Tool erstellt Zusammenfassungen von Entscheidungen, Gesetzestexten und Fachliteratur, es vergleicht bei Bedarf verschiedene Kommentierungen einer bestimmten Norm und User:innen können eine Aktenzuordnung der unterschiedlichen Aktivitäten vornehmen.

„Im ersten Halbjahr erweitern wir Genjus KI um eine Fülle von Funktionalitäten und Inhalten.“ 

ALEXANDER FELDINGER, MANZ

Neue Inhalte von neuen Verlagen

Zurückgegriffen wird dafür auf MANZ-Fachliteratur, auf die Inhalte der Fachinformationsplattform Findok sowie auf jene des Rechtsinformationssystems RIS (ausgenommen Bundesgesetzblätter). Dieser Pool wird beständig ausgeweitet. 

„Kürzlich kamen die EUR-Lex sowie die Publikationen von Facultas und des Kitzler Verlags hinzu.“ Als neue inhaltliche Kategorie werden im Laufe des Jahres darüber hinaus die Werke des Verlagsbereichs MANZ Wissenschaft aufgenommen.


MANZ Noxtua: neue Features

Parallel zu den Inhalten wird auch der Leistungsumfang immer größer. Noch im ersten Halbjahr 2026 wird es in einer Testphase die Möglichkeit geben, eigene Dokumente hochzuladen. „Dafür nutzen wir die hochsichere Infrastruktur von MANZ-Noxtua“, so Feldinger.

Bis zu fünf PDF-Dateien können als Basis für KI-basierte Antworten oder Analysen dienen, wobei Genjus KI zusätzlich auf verlagseigene Inhalte zugreift. Der MANZ-Abteilungsleiter nennt mögliche Use-Cases: „Ich kann Verträge miteinander vergleichen, einen gegnerischen Schriftsatz unter Berücksichtigung aktueller Judikatur und Literatur analysieren oder die Fachliteratur gezielt nach einer gegensätzlichen Meinung durchsuchen.“


Filter für Filter

Ebenfalls im ersten Halbjahr wird die Genjus-KI-Nutzung durch zwei neue Filtermöglichkeiten verfeinert. Ein Kategorie-Filter fokussiert die Quellennutzung und erhöht dadurch die Qualität der Ergebnisse. „Beispielsweise kann ich meine Frage zu § 933 ABGB auf Kommentare als zugrunde liegende Quellenkategorie einschränken und Genjus KI eine Tabelle anfertigen lassen, die die unterschiedlichen Kommentierungen übersichtlich vergleicht.“

Ein Zeitraum-Filter wird Abfragen zu einem bestimmten Zeitraum, etwa zu den Gerichtsentscheidungen der letzten drei Monate, oder auch die Beurteilung eines Sachverhalts zu einem bestimmten Stichtag erlauben. 

„Die Umstellung bei der Datenaufbereitung wird Genjus KI Flügel verleihen.“ 

ALEXANDER FELDINGER, MANZ

Vernetzte Datenbank

Die Grundlage für die Änderungen wurde durch die zeitaufwendige Tätigkeit des Anlegens von Metadaten zu den durchsuchten Inhalten gelegt. Künftig wird die Datenaufbereitung überhaupt auf neue Beine gestellt werden. 

Von einer Vektordatenbank geht die Entwicklung zu einer sogenannten Graph-Datenbank, die die einzelnen Passagen in Beziehung zueinander setzt und Informationen vernetzt darstellt. Beide Systeme ergänzen einander und werden zusammen genutzt.


Die KI fragt zurück

„Das wird die Qualität, die Nachvollziehbarkeit und die Vollständigkeit der Antworten nochmals erhöhen“, gibt Alexander Feldinger einen Ausblick. Das Recherche-Tool wird so künftig auch angeben, warum eine Quelle ausgewählt wurde oder warum eine auf den ersten Blick naheliegende Quelle eben gerade nicht genutzt wurde.

Noch wichtiger: Das KI-System wird Rückfragen stellen können, um die beabsichtigte Fragestellung oder die Erwartungen der Nutzerin oder des Nutzers noch klarer zu erfassen. „Das wird ganz neue Funktionalitäten ermöglichen und Genjus KI sozusagen Flügel verleihen“, ist der MANZ-Experte überzeugt. Ausgerollt wird der entsprechend optimierte KI-Recherche-Assistent über alle Rechtsbereiche in den kommenden Monaten.

Bearbeitete und gekürzte Fassung aus der Zeitschrift RECHTaktuell. Mehr über weitere KI-Anwendungen von NIU answers bis MANZ-Noxtua lesen Sie im vollständigen Artikel der Printausgabe (hier auch als ePaper verfügbar). Über Genjus KI können Sie sich auf der MANZ-Website informieren.

RECHTaktuell 03/2026