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Susanne Lakatha über 40 Jahre RDB

Susanne Lakatha – “Meine Begeisterung ist ungebrochen”

Die RDB Rechtsdatenbank feiert ihren 40. Geburtstag. Mehr als drei Jahrzehnte begleitet Susanne Lakatha die Entwicklung. Im Video-Interview erzählt die Trainerin, wie alles begann und was sich seither getan hat.
 

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40 Jahre RDB, Susanne Lakatha
© Ina Aydogan
Susanne Lakatha
Zum Jubiläum unserer Rechtsdatenbank fragen wir die MANZ-Trainerin nach Schulungserfahrungen und amüsanten Anekdoten
Redaktion
Reinhard Ebner
Datum
28. Januar 2026

Als Sie zu MANZ gestoßen sind, war die RDB ein noch junges Projekt. Was waren damals die größten Herausforderungen?

1986 war die RDB ein echtes Startup. Zum ersten Mal gab es eine Datenbank, in der man anhand von Stichworten und Paragraphen nach juristischen Inhalten suchen konnte. Ich selbst kam 1993 zu MANZ. Meine Aufgabe war es anfangs, die Rechtsdatenbank bei regelmäßigen Veranstaltungen zu präsentieren. Ab 1996 führte ich Schulungen durch, seit 1998 bin ich fix im Bereich Schulungen und Kundensupport tätig. In den 1990er-Jahren war das Recherche-Tool bereits gut etabliert. Für die Kund:innen herausfordernd war der technische Aspekt. In vielen Kanzleien wurde nach wie vor nur auf Schreibmaschinen geschrieben. Der Computer wurde eigens für die RDB-Nutzung angeschafft und stand häufig in der Bibliothek.

Was hat sich seitdem getan? Welches sind Ihre persönlichen Highlights und Meilensteine?

Rasant wuchsen die Inhalte. 1986 umfasste die RDB rund 200.000 Dokumente. Heute stehen wir bei nahezu 3,5 Millionen. Einschneidend in dieser Hinsicht war die Aufnahme der Kommentare in den 2000er-Jahren, gestartet waren wir ja nur mit Zeitschriften und Sammlungen. Bahnbrechend war die Einführung einer Webapplikation 1998/99. Bis dahin musste die RDB vor Ort von unserem Technikteam installiert werden. Durch die Umstellung wurde die Datenbank mobil und ermöglichte auch Abfragen von zu Hause aus. Ein heute sehr nützliches Service-Tool ist der Gesetzesbutler, der vorab über novellierte Normen informiert. Praktisch ist die Funktion „Nachschlagen“, um gezielt in ein Handbuch oder einen Kommentar hineinzuschauen.

Gibt es einen Schulungsmoment, der Ihnen im Gedächtnis geblieben ist?

Ein langjähriger MANZ-Autor hat mich immer wieder über die Hotline angerufen. Meist, weil er sein Passwort vergessen hatte, das kannte ich dann selbst schon auswendig. Oft suchte er auch das Anmeldefeld vergeblich. Ich ging daraufhin zu ihm in die Kanzlei, um mir das Problem vor Ort anzusehen. Wie sich herausstellte, bediente er die RDB auf einem winzigen Bildschirm mittels ganz starkem hineinzoomen, um überhaupt etwas lesen zu können. Das Anmeldefeld verschwand dadurch außerhalb des Zoom-Bereichs. Ich half ihm bei der Anmeldung und riet zu einem größeren Bildschirm. Er war darüber so glücklich und erleichtert, dass er zu singen begann, und ich stimmte mit ein. Als musikalisches Duo sind wir schließlich singend aus der Kanzlei ausgezogen.

Was wünschen Sie der RDB für die nächsten 40 Jahre?

Wie in der Vergangenheit wünsche ich der RDB für die Zukunft weiteres Wachstum. Meine Begeisterung für das Recherche-Tool ist ungebrochen. Offen gestanden – wie man überhaupt etwas im juristischen Bereich finden kann ohne RDB Rechtsdatenbank, ist mir ein Rätsel.

Freuen Sie sich auf mehr Features in unserer 40 Jahre RDB-Reihe, in der wir unserer Rechtsdatenbank zum Jubiläum gratulieren.

Sehen Sie hier das vollständige Interview mit Susanne Lakatha.

RECHTaktuell 01/2026