JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert.
Sie können manche Teile der Website daher leider nicht verwenden.
Titel wurde in den Warenkorb gelegt
titel
Titel wurde auf den Merkzettel übetragen
titel
schließen
drucken

Adrian E. Hollaender; Heinrich Tettinek

Bühnenrecht (f. Österreich)

Ratgeber zum Bühnen- und Vertragsrecht im Bereich der Darstellenden Kunst

16,99 EUR inkl. MwSt.
E-Book, Download sofort möglich!
Auf den Merkzettel In den Warenkorb
ISBN: 978-3-214-18126-0
Verlag: Manz'sche Verlags- u. Universitätsbuchhandlung
Format: E-Book Text (PDF (mit DRM) sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
140 Seiten, 2009

Inhaltsverzeichnis

1;MANZ RATGEBER: Bühnenrecht;1
2;Vorwort;6
3;Inhaltsverzeichnis;8
4;Abkürzungsverzeichnis;12
5;Einleitung;14
6;Teil I. Die österreichischen Theater & Interessenvertreter der Arbeitnehmer im Bühnenbereich;16
6.1;Die österreichische Theaterlandschaft;16
6.1.1;1. Österreichische Bundestheater;16
6.1.2;2. Mitgliedsbühnen des Wiener Bühnenvereins ("Wiener Privattheater");17
6.1.3;3. Vereinigte Bühnen Wien;17
6.1.4;4. Landes- und Stadttheater;17
6.1.5;5. Mittel- und Kleinbühnen, Freie Gruppen etc.;18
6.1.6;6. Festspiele und Sommerspiele;18
6.2;Gewerkschaftliche Interessenvertretung der Bühnenangehörigen;19
7;Teil II. Für den Bühnenbereich bedeutende Rechtsnormen;22
7.1;Verfassungsrechtliche Regeln des Bühnenrechts;23
7.2;Privatrechtliche und öffentlichrechtliche Gesetze;25
7.3;Das Schauspielergesetz - zentrale gesetzliche Regelungsgrundlage für das Bühnenrecht;25
7.4;Kollektivverträge;26
7.4.1;1. Kollektivverträge im Bereich der Österreichischen Bundestheater;27
7.4.2;2. Kollektivverträge im Bereich der Wiener Privattheater;27
7.4.3;3. Kollektivverträge im Bereich der Vereinigten Bühnen Wien;28
7.4.4;4. Kollektivverträge im Bereich der Bundesländertheater;28
7.5;Betriebsvereinbarungen;28
7.6;Einzelverträge (Individualverträge);28
7.7;Europarecht und Bühne;29
8;Teil III. Übersicht über das Bühnenrecht;32
8.1;Für Künstler in Frage kommende Beschäftigungsformen;32
8.1.1;1. Arbeitnehmerbegriff;32
8.1.2;2. Dienstnehmer beim Theater;32
8.1.3;Künstlerisch Beschäftigte beim Theater;33
8.1.4;Nichtkünstlerisch Beschäftigte am Theater;35
8.2;Häufige Vertragstypen im Bühnenbereich;35
8.2.1;1. Dienstvertrag;36
8.2.1.1;Begriff;36
8.2.1.2;Dauer und Beendigung;37
8.2.1.3;Weisungsgebundenheit;37
8.2.1.4;Entgeltlichkeit;38
8.2.2;2. Werkvertrag;39
8.2.2.1;Begriff und Inhalt;39
8.2.2.2;Abgrenzungsprobleme;40
8.2.2.3;Werklohn;42
8.2.3;3. Bühnendienstvertrag;42
8.2.3.1;Inhalt des Bühnendienstvertrags;43
8.2.3.2;Abschluss des Bühnendienstvertrags;43
8.2.3.3;Sonderregelung: Vertragsabschluss durch Minderjährige;44
8.2.3.4;Beginn der Vertragszeit;44
8.2.3.5;Im Vertrag enthaltene Bedingungen und Rücktrittsrechte;44
8.2.4;4. Gastspielverträge;48
8.2.4.1;Unterschied zwischen Gastvertrag und Festvertrag;48
8.3;Vertragliche Verpflichtung;49
8.3.1;1. Mögliche Vertragsausgestaltung;49
8.3.1.1;Wie entsteht mein Vertrag?;49
8.3.1.2;Kann jeder Vertragspartner sein oder muss er Voraussetzungen mitbringen?;51
8.3.1.3;Welche Organe können allein vertreten?;53
8.3.1.4;Kann ich auf angeblich bevollmächtigte Vertreter des Hauses vertrauen?;56
8.3.1.5;Müssen gültige Verträge in bestimmter Form abgeschlossen werden?;58
8.3.1.6;Ist ein Vertrag ein Schuldverhältnis?;60
8.3.1.7;Muss ich jede Selbstverständlichkeit in den Vertragstext reklamieren?;61
8.3.1.8;Wann entsteht ein Schuldverhältnis und wann beginnt es?;63
8.3.2;2. Allgemeine Bestimmungen während der Vertragslaufzeit;64
8.3.3;3. Übervertraglich geltende Bestimmungen;64
8.3.4;4. Rechtsdurchsetzungseinrichtungen;64
8.3.4.1;Gerichte;64
8.3.4.2;Schiedsgerichte;65
8.3.5;5. Musterverträge;66
8.4;Begründung des Arbeitsverhältnisses im;66
8.4.1;1. Anbahnungsphase;66
8.4.1.1;Vertragsverhandlungen;67
8.4.1.2;Auslobung;67
8.4.1.3;Stellenausschreibung;68
8.4.1.4;Haftung;74
8.4.1.5;Fragerecht;75
8.4.1.6;Ersatz von Vorstellungskosten;76
8.4.2;2. Einstellungsphase;76
8.4.2.1;Abschluss Bühnendienstvertrag;76
8.4.2.2;Wesentliche Vertragsaspekte;76
8.4.2.3;Vertragsdauer;77
8.4.2.4;Form des Bühnendienstvertrages;77
8.4.2.5;Bedingungen;77
8.4.3;3. Besonderheiten bei der Einstellung bestimmter Arbeitnehmergruppen;78
8.4.3.1;Kinder, Minderjährige;78
8.4.3.2;Personen, die nicht dem Schauspielergesetz unterliegen;78
8.5;Rechte und Pflichten im aufrechten;79
8.5.1;1. Rechte und Pflichten des Schauspielers;79
8.5.1.1;Pflicht zur Probenteilnahme und Arbeitszeit;80
8.5.1.2;Treuepflicht;80
8.5.1.3;L 1;MANZ RATGEBER: Bühnenrecht;1
2;Vorwort;6
3;Inhaltsverzeichnis;8
4;Abkürzungsverzeichnis;12
5;Einleitung;14
6;Teil I. Die österreichischen Theater & Interessenvertreter der Arbeitnehmer im Bühnenbereich;16
6.1;Die österreichische Theaterlandschaft;16
6.1.1;1. Österreichische Bundestheater;16
6.1.2;2. Mitgliedsbühnen des Wiener Bühnenvereins ("Wiener Privattheater");17
6.1.3;3. Vereinigte Bühnen Wien;17
6.1.4;4. Landes- und Stadttheater;17
6.1.5;5. Mittel- und Kleinbühnen, Freie Gruppen etc.;18
6.1.6;6. Festspiele und Sommerspiele;18
6.2;Gewerkschaftliche Interessenvertretung der Bühnenangehörigen;19
7;Teil II. Für den Bühnenbereich bedeutende Rechtsnormen;22
7.1;Verfassungsrechtliche Regeln des Bühnenrechts;23
7.2;Privatrechtliche und öffentlichrechtliche Gesetze;25
7.3;Das Schauspielergesetz - zentrale gesetzliche Regelungsgrundlage für das Bühnenrecht;25
7.4;Kollektivverträge;26
7.4.1;1. Kollektivverträge im Bereich der Österreichischen Bundestheater;27
7.4.2;2. Kollektivverträge im Bereich der Wiener Privattheater;27
7.4.3;3. Kollektivverträge im Bereich der Vereinigten Bühnen Wien;28
7.4.4;4. Kollektivverträge im Bereich der Bundesländertheater;28
7.5;Betriebsvereinbarungen;28
7.6;Einzelverträge (Individualverträge);28
7.7;Europarecht und Bühne;29
8;Teil III. Übersicht über das Bühnenrecht;32
8.1;Für Künstler in Frage kommende Beschäftigungsformen;32
8.1.1;1. Arbeitnehmerbegriff;32
8.1.2;2. Dienstnehmer beim Theater;32
8.1.3;Künstlerisch Beschäftigte beim Theater;33
8.1.4;Nichtkünstlerisch Beschäftigte am Theater;35
8.2;Häufige Vertragstypen im Bühnenbereich;35
8.2.1;1. Dienstvertrag;36
8.2.1.1;Begriff;36
8.2.1.2;Dauer und Beendigung;37
8.2.1.3;Weisungsgebundenheit;37
8.2.1.4;Entgeltlichkeit;38
8.2.2;2. Werkvertrag;39
8.2.2.1;Begriff und Inhalt;39
8.2.2.2;Abgrenzungsprobleme;40
8.2.2.3;Werklohn;42
8.2.3;3. Bühnendienstvertrag;42
8.2.3.1;Inhalt des Bühnendienstvertrags;43
8.2.3.2;Abschluss des Bühnendienstvertrags;43
8.2.3.3;Sonderregelung: Vertragsabschluss durch Minderjährige;44
8.2.3.4;Beginn der Vertragszeit;44
8.2.3.5;Im Vertrag enthaltene Bedingungen und Rücktrittsrechte;44
8.2.4;4. Gastspielverträge;48
8.2.4.1;Unterschied zwischen Gastvertrag und Festvertrag;48
8.3;Vertragliche Verpflichtung;49
8.3.1;1. Mögliche Vertragsausgestaltung;49
8.3.1.1;Wie entsteht mein Vertrag?;49
8.3.1.2;Kann jeder Vertragspartner sein oder muss er Voraussetzungen mitbringen?;51
8.3.1.3;Welche Organe können allein vertreten?;53
8.3.1.4;Kann ich auf angeblich bevollmächtigte Vertreter des Hauses vertrauen?;56
8.3.1.5;Müssen gültige Verträge in bestimmter Form abgeschlossen werden?;58
8.3.1.6;Ist ein Vertrag ein Schuldverhältnis?;60
8.3.1.7;Muss ich jede Selbstverständlichkeit in den Vertragstext reklamieren?;61
8.3.1.8;Wann entsteht ein Schuldverhältnis und wann beginnt es?;63
8.3.2;2. Allgemeine Bestimmungen während der Vertragslaufzeit;64
8.3.3;3. Übervertraglich geltende Bestimmungen;64
8.3.4;4. Rechtsdurchsetzungseinrichtungen;64
8.3.4.1;Gerichte;64
8.3.4.2;Schiedsgerichte;65
8.3.5;5. Musterverträge;66
8.4;Begründung des Arbeitsverhältnisses im;66
8.4.1;1. Anbahnungsphase;66
8.4.1.1;Vertragsverhandlungen;67
8.4.1.2;Auslobung;67
8.4.1.3;Stellenausschreibung;68
8.4.1.4;Haftung;74
8.4.1.5;Fragerecht;75
8.4.1.6;Ersatz von Vorstellungskosten;76
8.4.2;2. Einstellungsphase;76
8.4.2.1;Abschluss Bühnendienstvertrag;76
8.4.2.2;Wesentliche Vertragsaspekte;76
8.4.2.3;Vertragsdauer;77
8.4.2.4;Form des Bühnendienstvertrages;77
8.4.2.5;Bedingungen;77
8.4.3;3. Besonderheiten bei der Einstellung bestimmter Arbeitnehmergruppen;78
8.4.3.1;Kinder, Minderjährige;78
8.4.3.2;Personen, die nicht dem Schauspielergesetz unterliegen;78
8.5;Rechte und Pflichten im aufrechten;79
8.5.1;1. Rechte und Pflichten des Schauspielers;79
8.5.1.1;Pflicht zur Probenteilnahme und Arbeitszeit;80
8.5.1.2;Treuepflicht;80
8.5.1.3;L

Kurztext / Annotation

Auf der Bühne? - Wann ist die Gage fällig? - Dürfen Kinder am Theater beschäftigt werden? - Hat der Schauspieler Anspruch auf Reise- und Verpflegungskosten? - Wie wirkt sich Krankheit oder ein Unfall auf das Arbeitsverhältnis am Theater aus? - Unter welchen Umständen dürfen Rollen verweigert werden? Diese und viele weitere Fragen, die für am Theater Beschäftigte essenziell sind, beantwortet dieser Ratgeber. Die beiden Autoren sind sowohl mit der Rechtswissenschaft als auch mit der Theaterwelt vertraut und bringen viele Beispiele aus ihrer täglichen Praxis ein! Plus Muster: Bühnendienstvertrag
Auf der Bühne? - Wann ist die Gage fällig? - Dürfen Kinder am Theater beschäftigt werden? - Hat der Schauspieler Anspruch auf Reise- und Verpflegungskosten? - Wie wirkt sich Krankheit oder ein Unfall auf das Arbeitsverhältnis am Theater aus? - Unter welchen Umständen dürfen Rollen verweigert werden? Diese und viele weitere Fragen, die für am Theater Beschäftigte essenziell sind, beantwortet dieser Ratgeber. Die beiden Autoren sind sowohl mit der Rechtswissenschaft als auch mit der Theaterwelt vertraut und bringen viele Beispiele aus ihrer täglichen Praxis ein! Plus Muster: Bühnendienstvertrag


Textauszug

Teil IV. Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften (S. 121-122)
Das Urheberrecht ist – ebenso wie das allgemeine Arbeitsrecht – eine weitläufige eigene Materie, die vor allem durch internationale Konventionen weiterentwickelt wird. Im Rahmen des Themas "Bühnenrecht" kann daher nur auf die Grundzüge eingegangen werden. Detailfragen müssen der Spezialliteratur zum Urheberrecht vorbehalten bleiben.

Mit dem Begriff "Urheberrecht" wird der Schutz eines Werks für seinen Urheber bezeichnet.

Das Urheberrechtsgesetz räumt ausdrücklich den Schöpfern von Werken der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst ein zeitlich befristetes Schutzrecht an ihren Werken ein. Die derzeitige Schutzfrist besteht bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors und wird dann von den Erben wahrgenommen. Sie hat sich ständig gegenüber den Anfängen verlängert.

Zu beachten ist ferner, dass die Urheberrechte des eigenen Werks in fremden Staaten nur gemäß deren Gesetzen verfolgt werden können.

Zur Harmonisierung werden internationale Abkommen zwischen den Staaten abgeschlossen, um einen Gleichklang der Gesetzgebung zu erreichen. Dies ist heute auch weitgehend geschehen.

Historische Beispiele:

R. Wagner wollte seine letzte Oper "Parsifal" für sein Festspielhaus in Bayreuth "sperren", das heißt, an andere Häuser keine Aufführungsrechte vergeben. In Europa gelang dies weitgehend, sodass die Opernhäuser gegen Willen der Erben diesen erst nach Ablauf der Schutzfrist ansetzen konnten. Nicht so in Amerika, das damals noch kein vergleichbares Urheberrechtsgesetz aufwies. Hier fanden – rechtlich korrekt – Aufführungen schon während der deutschen Schutzfrist statt. I. Strawinsky musste seine Partituren in Amerika überarbeiten, als er sich dort niederlassen wollte, um Tantiemen zu beziehenhen zu können, da damals nur in Amerika entstandene Werke geschützt waren.

Auch heute noch bemüht sich die FIA (Fédération Internationale d'acteurs) um eine internationale Harmonisierung der Urheberrechte, die in deren Greenpaper zusammengefasst sind.

Nicht ausdrücklich gilt das Urheberrechtsgesetz für Regisseure, Bühnen- und Kostüm-Bildner. Deren Schutzwürdigkeit war lange strittig.

Dem Regisseur können bei freier Bearbeitung eines klassischen Werks urheberrechtliche Tantiemenansprüche entstehen, wenn seine Arbeit nur Werkcharakter hat, dem nachschaffenden Schauspieler, Sänger, Musiker, Dirigenten usw. allenfalls Leistungsschutzrechte bei Verwertung einer Aufführung, in der er mitgewirkt hat, auf CD, DVD oder Film.

Die gesetzliche Grundlage für urheberrechtliche Ansprüche bildet das Urheberrechtsgesetz aus dem Jahr 1936, das seither durch mehrere Novellen erweitert wurde. Der Umfang des Urheberrechts ist im UrhG sowie (teils weitergehend) in den Römischen Protokollen geregelt. Wesentliche Strukturen des Urheberrechts sind auf internationaler Ebene auch durch die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der Kunst vom 9. 9. 1986 festgeschrieben. Die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der Kunst garantiert einen international verbindlichen Urheberrechtsstand.

Durch die unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) im Dezember 1996 abgeschlossenen internationalen Verträge zum Urheberrecht und zu den Leistungsschutzrechten für Darbietungen und Tonträger wurde der internationale Urheberrechtschutz im Hinblick auf digitale Nutzungsvorgänge (Internet) auf den neuesten Stand gebracht.b Teil IV. Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften (S. 121-122)
Das Urheberrecht ist – ebenso wie das allgemeine Arbeitsrecht – eine weitläufige eigene Materie, die vor allem durch internationale Konventionen weiterentwickelt wird. Im Rahmen des Themas "Bühnenrecht" kann daher nur auf die Grundzüge eingegangen werden. Detailfragen müssen der Spezialliteratur zum Urheberrecht vorbehalten bleiben.

Mit dem Begriff "Urheberrecht" wird der Schutz eines Werks für seinen Urheber bezeichnet.

Das Urheberrechtsgesetz räumt ausdrücklich den Schöpfern von Werken der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst ein zeitlich befristetes Schutzrecht an ihren Werken ein. Die derzeitige Schutzfrist besteht bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors und wird dann von den Erben wahrgenommen. Sie hat sich ständig gegenüber den Anfängen verlängert.

Zu beachten ist ferner, dass die Urheberrechte des eigenen Werks in fremden Staaten nur gemäß deren Gesetzen verfolgt werden können.

Zur Harmonisierung werden internationale Abkommen zwischen den Staaten abgeschlossen, um einen Gleichklang der Gesetzgebung zu erreichen. Dies ist heute auch weitgehend geschehen.

Historische Beispiele:

R. Wagner wollte seine letzte Oper "Parsifal" für sein Festspielhaus in Bayreuth "sperren", das heißt, an andere Häuser keine Aufführungsrechte vergeben. In Europa gelang dies weitgehend, sodass die Opernhäuser gegen Willen der Erben diesen erst nach Ablauf der Schutzfrist ansetzen konnten. Nicht so in Amerika, das damals noch kein vergleichbares Urheberrechtsgesetz aufwies. Hier fanden – rechtlich korrekt – Aufführungen schon während der deutschen Schutzfrist statt. I. Strawinsky musste seine Partituren in Amerika überarbeiten, als er sich dort niederlassen wollte, um Tantiemen zu beziehenhen zu können, da damals nur in Amerika entstandene Werke geschützt waren.

Auch heute noch bemüht sich die FIA (Fédération Internationale d'acteurs) um eine internationale Harmonisierung der Urheberrechte, die in deren Greenpaper zusammengefasst sind.

Nicht ausdrücklich gilt das Urheberrechtsgesetz für Regisseure, Bühnen- und Kostüm-Bildner. Deren Schutzwürdigkeit war lange strittig.

Dem Regisseur können bei freier Bearbeitung eines klassischen Werks urheberrechtliche Tantiemenansprüche entstehen, wenn seine Arbeit nur Werkcharakter hat, dem nachschaffenden Schauspieler, Sänger, Musiker, Dirigenten usw. allenfalls Leistungsschutzrechte bei Verwertung einer Aufführung, in der er mitgewirkt hat, auf CD, DVD oder Film.

Die gesetzliche Grundlage für urheberrechtliche Ansprüche bildet das Urheberrechtsgesetz aus dem Jahr 1936, das seither durch mehrere Novellen erweitert wurde. Der Umfang des Urheberrechts ist im UrhG sowie (teils weitergehend) in den Römischen Protokollen geregelt. Wesentliche Strukturen des Urheberrechts sind auf internationaler Ebene auch durch die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der Kunst vom 9. 9. 1986 festgeschrieben. Die Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der Kunst garantiert einen international verbindlichen Urheberrechtsstand.

Durch die unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) im Dezember 1996 abgeschlossenen internationalen Verträge zum Urheberrecht und zu den Leistungsschutzrechten für Darbietungen und Tonträger wurde der internationale Urheberrechtschutz im Hinblick auf digitale Nutzungsvorgänge (Internet) auf den neuesten Stand gebracht.b

Langtext

Wer haftet, wenn ein Schauspieler durch nicht ordnungsgemäß befestigte, herabstürzende Kulissen verletzt wird?
Wann ist die Gage fällig?
Dürfen Kinder am Theater beschäftigt werden?
Hat der Schauspieler Anspruch auf Reise- und Verpflegungskosten?
Wie wirkt sich Krankheit oder ein Unfall auf das Arbeitsverhältnis am Theater aus?
Unter welchen Umständen dürfen Rollen verweigert werden?
Diese und viele weitere Fragen, die für am Theater Beschäftigte essenziell sind, beantwortet der Ratgeber "Bühnenrecht". Die beiden Autoren sind sowohl mit der Rechtswissenschaft als auch mit der Theaterwelt vertraut und bringen viele Beispiele aus ihrer täglichen Praxis ein!

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

RA Dr. Adrian Hollaender ist Rechtsanwalt in Wien und mehrfacher Fachbuchautor mit den Schwerpunktbereichen Menschenrechte, Verfassungsrecht und Strafrecht.