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Helmut Zettler

Schatzsuche auf Raten

Wie die Lebenskriese mein Leben bereicherte

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ISBN: 978-3-00-064719-2
Verlag: Helmut Zettler
Format: Flexibler Einband
204 Seiten; Verschiedene Bilder aus meinem Leben vor dem Unfall und danach.; 210 cm x 14.7 cm; ab 16 Jahre, 6. Auflage, 2020

Hauptbeschreibung

Sie hatten einen Unfall. Was ist damals passiert und wie ging es danach für Sie weiter?

Als Vater von drei Kindern meinte ich in der Selbständigkeit Erfüllung und viel Lebensfreude zu finden. Zusammen mit meiner Frau, gründete ich eine Schreinerei. Diesen Lebenswandel begleitete sie, war damit aber nicht glücklich.
Schon nach einem Jahr war ich gezwungen, durch einen Anbau den Betrieb zu vergrößern. Auf dem Dach der neuen Fertigungshalle stehend, flehte ich Gott an, mein Leben in ruhigere Bahnen zu leiten. Tage darauf stürzte ich vom Gebäude und fiel mit dem Rücken auf einen Haufen voller Bruchsteine mit der Diagnose Querschnittlähmung,

Galt es zunächst zuhause noch Barrieren zu überwinden?

Ich wollte mir in meinem neuen Leben nicht selber im Wege stehen. Mein gelebtes Motto: „Jetzt erst recht“ wurde durch den Rollstuhl noch verstärkt. Mit dem Einbau von einem Treppenlift, dem barrierefreien Badezimmer und neu angelegten Wegen, waren auch die baulichen Barrieren schnell beseitigt. Ein VW- Bus T5 mit Hebebühne machte mich auch beruflich wieder mobil.

Wie ging Ihr Umfeld, vor allem Ihre Kinder, mit dem Schicksal um?

Durch meine Mitarbeit in der Kirchengemeinde und als Feuerwehrmann kannten mich viele Leute. Das Eis der Ungewissheit, wie man mit mir weiter umzugehen hatte, musste erst gebrochen werden, indem ich an gemeindlichen Festen, in der Kirche oder bei der Feuerwehr präsent war und Freundschaften pflegte.
Als Rollifahrer fand ich später im neu gegründeten Chor in erster Reihe beim Bass meinen Platz. In die Choreografie wurde ich gerne mit eingeflochten. Beim Singen verspürte ich eine hohe Zufriedenheit. Die Bühnen waren nie barrierefrei, Auftritte und eine Afrikareise nach Uganda wurden für alle Beteiligten eine Herausforderung, doch das Publikum honorierte die Vielfalt an Persönlichkeiten im Chor. Menschen mit Handicap sind Teil der Gesellschaft und wie diese mit den schwächsten Gliedern umgeht, wird zu Messlatte.
Für meine Kinder war nur der Unfall selbst ein Schock, weil sie erstmal Ängste bei allen Menschen spürten. Später war es für meine beiden Töchter und meinem Sohn völlig normal, dass der Papa Rollstuhlfahrer ist. Freunden/innen lernten mich kennen und fanden, dass der Papa meiner Kinder ja echt cool drauf sei. Meine Frau Marita musste viele Einbußen wegstecken lernen mit ganz neuen Voraussetzungen für unsere Eheleben.

Wie gestaltet sich Ihr „Neuer“ Alltag? (zuhause und beruflich)

Nach dem Unfall stellte ich noch 5 Jahre barrierefrei Küchen her. Darauf fand ich als Hilfsmittelberater für die Manfred Sauer GmbH eine Anstellung. Beruflich öffneten sich mir neue Türen. Auch zum freien Handelsvertreter für die renommierte Firma Baufritz in Erkheim hatte ich es gebracht. Dort lernte ich einen Architekten näher kennen. Sein Glaube an Jesus Christus stand auf starken Fundamenten. Auch mein Leben verwandelte sich gravierend durch einen ALFA- Kurs mit weiterem Hunger nach Wahrheit. Ich lernte den christlichen Glauben ganz neu und kraftvoll kennen, als ich mein Leben Gott übergab. Mein Wunsch nach dem „WAHREN SCHATZ“ des Lebens war mir noch mit der Suche in verschiedensten Glaubenswegen verborgen geblieben.

Über die Jahre meiner Selbständigkeit könnte ich mich finanziell festigen, das ermöglichte mir, mich auch um Menschen kümmern zu können, die Hilfe benötigen.
Im Café Brücke bin ich regelmäßig für den Verein Notausgang tätig. Als Rollstuhlfahrer trage ich selbst sichtbares Leid und komme schnell mit den dort in schlimmen Zuständen lebenden Menschen ins Gespräch. Durch Zuhören und Hilfestellung erfahren sie Befreiung durch neuen Glauben an Gott, der ihr Leben oft total umkrempelt.
Vor 2-3 Jahren gründete ich zusammen mit einer Frau eine LBV- Kindergruppe, um Kindern Pflanzen und Tiere wieder näher zu bringen und mehr Bewusstsein für unsere Schöpfung zu vermitteln. In den renovierten Werkstatträumen treffen wir uns bei schlechtem Wetter für Arbeiten mit Holz. Mit der Gründung eines Männerkreises ist mein Leben mit viel Gemeinschaft gut ausgefüllt.

Sie haben das Buch „Schatzsuche auf Raten“ geschrieben. Was war Ihre Intention? Wen/ was möchten Sie hiermit erreichen?

Schon in der Klinik Murnau hatte ich den Wunsch, ein Buch zu schreiben, da es für mich wichtig war, meine Erfahrungen in Beziehung, Freizeit und Beruf an andere Betroffene weiter zu geben. Mit dem Zurückschauen auf erfolgreiche geschäftliche Jahre, wie auch auf Zeiten von Niederlagen, fand ich 17 Jahre später einen Schatz, der mein Herz und mein Denken veränderte. Ich bin ein anderer Mensch geworden und durfte die Fragen nach dem Sinn des Lebens und ob es nach dem Tod noch etwas gibt, ganz auf den Grund gehen. Heute weiß ich, wieviel davon abhängt und dass eine breite Masse an Menschen weiter verkehrten Zielen nachjagt.
Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod und wir müssen uns bewusst sein, wohin der Zug fährt und welches Ziel er hat, in dem wir gerade sitzen. Die Fahrkarte ziehen wir im unserem Leben, nicht im Tod. Wohin fährst Du, lieber Leser, liebe Leserin?

Was ist Ihr Lebensmotto?
Mein Leben mit Gott zu gehen, mit dem Wissen, von IHM einzigartig geliebt zu sein. Ich weiß, dass mein Leben erfüllt ist, wenn es von Gott gesegnete Wege sind.
Die Frage ist doch: „Ruderst Du noch oder segelst du schon“? Ich segle mit der Kraft Gottes!!

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Mich weiter in der Nachfolge Jesu ohne Angst in das Abendteuer Leben mit allen Herausforderungen führen zu lassen. Wie sehen uns selbst oft vorschnell als begrenzt an. Unsere Gedanken drehen sich nur um uns. Ich will mich auf die Herausforderungen unserer Geschichte einlassen und mich miteinbinden lassen, so kann Großes geschehen.