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Christine Magerski

Imperiale Welten

Literatur und politische Theorie am Beispiel Habsburg

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ISBN: 978-3-95832-151-9
Verlag: Velbrück
Format: Buch
128 Seiten; 22.2 cm x 14 cm, 2018

Hauptbeschreibung

In der gegenwärtigen Literaturwissenschaft spielt die politische Theorie eine untergeordnete Rolle. Eine Ausnahme kann in den postcolonial studies gesehen werden, mit denen eine am Britischen Empire modellierte Theorie weitgehend umstandslos auf andere geopolitische und kulturelle Einheiten angewandt wird.
Der vorliegende Band hinterfragt den Stellenwert des postkolonialen Modells für ein differenziertes Verständnis des Zusammenspiels literarischer und politischer Ordnung und stellt als Alternative die Theorie Herfried Münklers vor. Am Beispiel der Literatur des habsburgischen Mythos wird in fünf aufeinander aufbauenden Studien die Theorie Münklers in ihren für die Literatur- und Kulturwissenschaften relevanten Momenten erfasst und exemplifiziert. Münklers Imperientheorie, aber auch seine Schriften zum Krieg sowie zum Mythos und zum Narrativen erweisen sich dabei nicht nur als ein komplexes und kohärentes Theoriegebäude, das es ermöglicht, Fragen der Herrschaft und der Legitimation auf einem hohen Abstraktionsniveau zu verhandeln, sondern auch als eine Theorie mit hoher Relevanz für die Erfassung literarischer und politischer Welten des 20. Jahrhunderts.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Christine Magerski ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zagreb. Sie studierte Literaturwissenschaft und Geschichte an der FU Berlin sowie Cultural Studies an der Monash University Melbourne, wo sie 2003 mit einer Arbeit zur Frühgeschichte der Literatursoziologie promovierte. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Literatur- und Kultursoziologie, die Geschichte und Theorie der modernen Literatur und Kunst sowie Wissenschaftsgeschichte. Zu ihren
Monographien zählen Die Konstituierung des literarischen Feldes in Deutschland nach 1871 (2004), Theorien der Avantgarde. Gehlen – Bürger – Bourdieu – Luhmann (2011) sowie Gelebte Ambivalenz. Die Bohème als Prototyp der Moderne (2015).