JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert.
Sie können manche Teile der Website daher leider nicht verwenden.
Titel wurde in den Warenkorb gelegt
titel
Titel wurde auf den Merkzettel übetragen
titel
schließen
drucken

Juliane-Rebecca Upmeier

Immaterielle Vermögenswerte: Bilanzpolitische Gestaltungsspielräume in IAS/IFRS-Abschlüssen

14,99 EUR inkl. MwSt.
E-Book, Download sofort möglich!
Auf den Merkzettel In den Warenkorb
ISBN: 978-3-95549-642-5
Verlag: Bachelor + Master Publishing
Format: E-Book Text (PDF sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
66 Seiten, 2015

Kurztext / Annotation

Die von einem Unternehmen gehaltenen immateriellen Werte nehmen oftmals eine Schlüsselstellung als erfolgsentscheidender Faktor ein. Zugleich finden immaterielle Vermögenswerte, insbesondere bei Unternehmen welche dem Informations-, Dienstleistungs- oder Technologiesektor hinzuzurechnen sind, auch zunehmend Niederschlag in der Unternehmensbilanz. Unlängst erweisen sich immaterielle Vermögenswerte in der Rechnungslegungspraxis aber auch als zentrale Stellschraube der Bilanzpolitik. Die diese Werte typisierende Eigenschaft der Immaterialität wirft oftmals Objektivierungsschwierigkeiten auf und birgt unter anderem die Gefahr eines rein 'virtuellen Vermögens'. Die zunehmende Verschiebung der Bedeutung klassischer Substanzwerte, relativ zu den immateriellen Werten eines Unternehmens, stellt somit auch neue Herausforderungen an die Rechnungslegung dar. Welche Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte, sowie Ermessensspielräume sich in IAS/IFRS-Abschlüssen bei immateriellen Vermögenswerten und dem derivativen Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ergeben und somit die Zielsetzung einer 'Fair Presentation' konterkarieren können, soll hierbei Inhalt des vorliegenden Buches sein.

Textauszug

Textprobe: Kapitel 2.1, Begriffsbestimmung: In IAS 38.8 wird der immaterielle Vermögenswert definiert als 'identifizierbarer, nichtmonetärer Vermögenswert ohne physische Substanz'. Mangels einer abschließenden Aufzählung derjenigen Güter, welche unter den Begriff der immateriellen Vermögenswerte subsumiert werden können, bedarf es daher einer rekursiven Annäherung an den Begriff des immateriellen Vermögenswertes. 2.1.1, Vermögenswert: Ein Vermögenswert wird in IAS 38.8 definiert als' eine Ressource, die aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit von einem Unternehmen beherrscht wird und von der erwartet wird, dass dem Unternehmen durch sie künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt'. Bedingt durch die subsidiäre Stellung des Frameworks, dessen Bestimmungen grundsätzlich keinem Standard vorzuziehen sind (F.2-3), sowie der nahezu identischen Vermögenswertdefinition des F.49a und den, mit denen des IAS 38 übereinstimmenden, flankierenden Ausführungen zu Vermögenswerten (F.53 ff.), ist es an dieser Stelle ausreichend die Vermögenswerteigenschaft anhand des IAS 38 zu prüfen. Im Vordergrund einer solchen Prüfung stehen hierbei vor allem die 'Beherrschung' und der 'künftige wirtschaftliche Nutzen'. Beherrschung im Sinne des IAS 38.13-16 liegt vor, wenn das Unternehmen über einen Vermögenswert die Verfügungsgewalt besitzt, d.h., wenn es 'in der Lage ist, sich den künftigen wirtschaftlichen Nutzen, der aus der zu Grunde liegenden Ressource zufließt, zu verschaffen, und es den Zugriff Dritter auf diesen Nutzen beschränken kann'. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es für einen Posten - unter der Prämisse, dass dieser in der Lage ist künftig wirtschaftlichen Nutzen generieren zu können - nicht notwendigerweise ein juristisch durchsetzbares Recht (z.B. Patent, Lizenz) erfordert, damit dieser als Vermögenswert klassifiziert werden kann (IAS 38.13). Entscheidendes Kriterium für das Vorhandensein von Verfügungsgewalt ist somit nur, dass das Unternehmen in der Lage ist, über den betrachteten Posten und dessen künftigen wirtschaftlichen Nutzen' verfügen' zu können, dergestalt, dass es Dritte von der Nutzung ausschließen kann (wirtschaftliche Betrachtungsweise). Solche' Ausschlussmöglichkeiten' sind insbesondere gegeben bei sog. 'Betriebsgeheimnissen', bspw. einer unternehmensintern verwendeten 'Geheimrezeptur' oder einem unternehmensintern entwickelten anderweitigen Herstellungsverfahren, aus dessen Nutzung Wettbewerbsvorteile (wirtschaftlicher Nutzen) erwachsen können. Einhergehend kann unter Umständen ein Vermögenswert auch dann vorliegen, wenn ein Dritter die Eigentumsrechte an diesem besitzt. Als prominentes Beispiel nennt das Framework hierbei Leasingverhältnisse (F.57). So kann der Leasingnehmer für die Dauer des Leasingverhältnisses in aller Regel über den Leasinggegenstand (Fuhrpark, Grundstück, maschinelle Anlage)'verfügen' und sich den wirtschaftlichen Nutzen aus diesem sichern. Ein wirtschaftlicher Nutzen kann hierbei ganz grundsätzlich gemäß IAS 38.17 (analog: F.53 ff.) aus Erlössteigerungen, aus Kosteneinsparungen oder aber aus der Umwandlung von (immateriellen) Vermögenswerten in Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente resultieren. Der wirtschaftliche Nutzen eines Vermögenswertes muss hierbei jedoch nicht zwangsläufig alleinig aus der Nutzung dieses Vermögenswertes resultieren, sondern kann ebenso erst in Folge einer Kombination mehrerer Vermögenswerte entstehen (F.55a). Insbesondere bei immateriellen Vermögenswerten welche der unternehmensinternen Nutzung dienen, kann in aller Regel davon ausgegangen werden, dass diese grundsätzlich nur in Kombination mit anderen materiellen oder immateriellen Vermögenswerten wirtschaftlichen Nutzen generieren können (z.B. unternehmensintern entwickelte, nicht zur kommerziellen Nutzung vorgesehene, Software). IAS 38.8 verlangt zudem, dass die in

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet