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Christian Schwießelmann

Das dritte Griechenlandrettungspaket. Eine politökonomische Analyse einer weiteren Eurorettungsmaßnahme

Eine politökonomische Analyse einer weiteren Eurorettungsmaßnahme

26,99 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-668-13435-5
Reihe: Akademische Schriftenreihe
Verlag: GRIN Verlag
Format: E-Book Text (PDF (mit DRM) sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
80 Seiten, 1. Auflage, 2016
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Hauptbeschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,3, Hochschule Wismar (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Das 3. Hilfspaket für Griechenland stellt das bislang letzte Glied einer langen Kette staatlicher Maßnahmen zur Rettung der europäischen Gemeinschaftswährung dar. Über ihre bloße Anzahl dürften auch Experten den Überblick verloren haben, der interessierte Zeitungsleser kapituliert angesichts ihrer Komplexität. Längst haben die Regierungen der Euroländer mit den verschiedenen Rettungsschirmen wie dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ein Kriseninstrumentarium institutionalisiert, das die nationalen Parlamente weitgehend zu Akklamationsorganen von Exekutiventscheidungen degradiert hat.

Neben den EU-Institutionen, den Rettungsmechanismen und den Regierungen treten zudem internationale Akteure wie der IWF auf den Plan, um als Agenten einer internationalen Finanzordnung Interessen ihrer Prinzipale (USA als Mehrheitseigner) zu artikulieren und durchzusetzen. Wie kompliziert die Dinge im europäischen Mehrebenensystem mittlerweile liegen, zeigt ein Blick in die Abstimmungsunterlagen des Deutschen Bundestags.

Während die Presse vereinfachend vom 3. Griechenlandhilfs- oder -rettungspaket berichtete, bat der Bundesfinanzminister das deutsche Parlament am 19. August 2015, „der Hellenischen Republik Stabilitätshilfe in Form einer Finanzhilfefazilität zu gewähren“ sowie einer „Vereinbarung über ein Memorandum of Understanding zwischen der Hellenischen Republik und dem Europäischen Stabiliätsmechanismus (ESM)“ zuzustimmen.

Das Parlament ermächtigte damit die deutschen Regierungsvertreter im Gouverneursrat und Direktorium des ESM, 26 Milliarden Euro von bis 2018 geplanten 86 Milliarden Euro nach Griechenland zu transferieren. Im Gegenzug hatte sich das monatelang kurz vor der Zahlungsunfähigkeit stehende Land verpflichtet, die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren, das Rentensystem zu reformieren, eine funktionierende Steuerverwaltung zu etablieren, Schwarzarbeit und Korruption zu bekämpfen sowie Staatsbetriebe zu privatisieren. Der 140seitige Antrag des Finanzministeriums diente vor allem der Legitimation eines Exekutivhandelns, das weitab von den Haftungssubjekten stattfindet: den Nationalstaaten und ihren Steuerzahlern. [...]


Kurztext / Annotation

Diplomarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich BWL - Wirtschaftspolitik, Note: 1,3, Hochschule Wismar (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Das 3. Hilfspaket für Griechenland stellt das bislang letzte Glied einer langen Kette staatlicher Maßnahmen zur Rettung der europäischen Gemeinschaftswährung dar. Über ihre ...

Inhaltsverzeichnis

I. ABBILDUNGSVERZEICHNIS
II. TABELLENVERZEICHNIS
III. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG
1.1 FRAGESTELLUNG
1.2 METHODE
1.3 FORSCHUNGSSTAND
2. URSACHEN DER WÄHRUNGSKRISE
2.1 VERTRÄGE UND VERTRAGSUNTREUE
2.2 NICHTOPTIMALER WÄHRUNGSRAUM
2.3 DAS VERSTOPFTE WECHSELKURSVENTIL
2.4 INSTUTIONELLE KONSTRUKTIONSFEHLER
3. GRIECHENLAND ALS HÄRTEFALL DER EUROZONE
3.1 ANSTECKUNGSGEFAHR UNTER DEN PIIGS
3.2 DER EURO NÄHRT DEN STAATSHUNGER
3.3 SCHATTENWIRTSCHAFT UND KORRUPTION
3.4 GRIECHENLANDHILFEN SEIT 2010
3.4.1 ERSTES GRIECHENLANDRETTUNGSPAKET
3.4.2 ZWEITES GRIECHENLANDRETTUNGSPAKET
4. DAS DRITTE GRIECHENLANDPAKET
4.1 VORLEISTUNG, LEISTUNG UND GEGENLEISTUNG
4.2 POLITISCHE AKTEURE UND INTERESSEN
4.2.1 VEREINIGTE STAATEN UND IWF
4.2.2 EUROLÄNDER UND EZB
4.2.3 GRIECHENLAND
4.3 ÖKONOMISCHE WIRKUNGEN
4.3.1 HAIRCUT: DER DRITTE SCHULDENSCHNITT
4.3.2 MORAL HAZARD: FALSCHE ANREIZSETZUNG
4.3.3 FREE LUNCH: VOLLENDUNG DER TRANSFERUNION
5. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
6. QUELLENVERZEICHNIS
7. ANHANG