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Alexander Koeberle-Schmid; Maxi Unger

Nachfolge im Familienunternehmen

Wie Sie den Generationenwechsel strategisch planen und praktisch umsetzen

39,99 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-406-68433-3
Verlag: C.H.Beck (Deutschland)
Format: E-Book Text (EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
452 Seiten; mit 9 Abbildungen, 1. Auflage, 2019

Kurztext / Annotation

Zum Inhalt:
Unternehmensnachfolge strategisch planen und praktisch umsetzen
Familienunternehmen tragen wesentlich zum Erfolg der deutschen Wirtschaft bei. Der gelungene Generationenübergang ist der krönende Abschluss des Lebenswerks eines scheidenden Unternehmers und stellt gleichzeitig eine der größten unternehmerischen Herausforderungen dar. Die Generation der Nachfolger trägt nicht weniger Verantwortung dafür, das Unternehmen und den Familienfrieden dauerhaft zu sichern.
Dieser allgemeinverständliche und interdisziplinäre Ratgeber leitet Sie durch die verschiedenen Phasen des Nachfolgeprozesses und erläutert die wesentlichen familiären und unternehmerischen Aspekte einer ganzheitlichen Nachfolgestrategie. Zentrale Fragen aus den Bereichen Führung, Recht und Steuern werden ebenfalls beantwortet.

Aus dem Inhalt

Überblick über die strategischen Nachfolgeoptionen
Gestaltung des Übergangs
Typische Nachfolgefallen und ihre Auflösung
Beirat und Familienverfassung
Gesellschafterkreis und Organisation der Unternehmerfamilie
Konfliktlösung und Kommunikation in der Unternehmerfamilie Viele praxisbewährte Tipps, Checklisten und Beispiele verdeutlichen die Erfolgsfaktoren für eine gelungene Übergabe.

Textauszug

15 1. Kapitel

Warum es sich für Sie lohnt, dieses Buch zu lesen

Der Schriftsteller Thomas Mann erzählt in seinem Roman "Buddenbrooks" vom allmählichen Niedergang - oder wie es im Untertitel heißt: Verfall - einer wohlhabenden Lübecker Kaufmannsfamilie. Er beschreibt darin über vier Generationen hinweg die inneren und äußeren Umstände, die zum Fiasko führen: Stärken und Schwächen der Protagonisten, ihre Gefühle und Neurosen, ihre Ängste und Hoffnungen, aber eben auch Begebenheiten und historische Ereignisse, für die der Clan keine Verantwortung trägt und die dennoch maßgeblich zum Ruin beitragen. Am Ende steht die Familie vor einem emotionalen und finanziellen Scherbenhaufen. Anders ausgedrückt könnte man sagen: Den Buddenbrooks sind schlicht die Mitglieder mit kaufmännischem Geschick und unternehmerischer Weitsicht ausgegangen. Es fehlte ihnen an Strategie, Kraft und Substanz, ihr Handelskontor in die nächste Generation zu bringen.

Da Manns Meisterwerk der Realität durchaus nahekommt, ist das "Buddenbrook-Syndrom" zum Synonym für den traurigen Verlauf vieler Firmengeschichten in Familienbesitz geworden: Die erste Generation baut das Unternehmen auf, die zweite sichert und stärkt es, die dritte wirtschaftet es herunter. Das legt nahe, dass Familienunternehmen höchstens zwei Nachfolgen schaffen, in der dritten Generation folgt das bittere Ende. Außerdem stellen Digitalisierung, Technologiesprünge und die Geschwindigkeit der Geschäftszyklen Risiken dar, die es heute schwer machen, das Familienunternehmen so weiterzuentwickeln, dass es überhaupt zur Übergabe bereitsteht.

Überall auf der Welt gibt es Sprichwörter, die dieses Szenario beschwören. In Deutschland lautet der Spruch dazu frei nach Thomas Mann: "Der Vater erstellt's, der Sohn erhält's, beim Enkel zerfällt's." 16 Die Brasilianer sagen "Pai rico, filho nobre, neto pobre" - "Reicher Vater, edler Sohn, armer Enkel". In Italien ist von "Dalle stalle alle stelle alle stalle" die Rede, was so viel heißt wie "Vom Stall zu den Sternen und zurück zum Stall". Und die Chinesen bringen es mit dem Satz "Fu bu gua san dai" auf den Punkt: "Wohlstand überlebt nie drei Generationen."

Und trotzdem ist es - den Unternehmerfamilien sei Dank - nur die halbe Wahrheit. Die Drei-Generationen-Formel spiegelt zwar nicht selten die Realität wider, ist aber keineswegs in Stein gemeißelt. Rund um den Erdball existieren Vorbilder für den Erhalt von Unternehmen über Jahrhunderte in nur einer Familienhand. Paradebeispiel hierzulande ist das 1253 gegründete Weingut Fürst Hohenlohe Oehringen, das als das älteste deutsche Unternehmen im Besitz einer Dynastie gilt. In Japan gibt es das älteste Familienunternehmen der Welt, ein traditionelles japanisches Hotel namens "Hoshi Onsen", das 2018 stolze 1300 Jahre feiert und bei dem seit 46 Generationen immer der älteste Sohn das Unternehmen übernimmt. Gab es keinen, wurde der Ehemann der ältesten Tochter adoptiert, er musste seinen Namen in "Zengoro Hoshi" ändern und bekam das Unternehmen.

Natürlich ist nicht allen Familienunternehmen eine solch lange Lebensdauer beschieden. Die meisten schaffen es nicht bis über die dritte Generation hinaus. Vielfach beerdigen nicht erst die Enkel das Erbe des Gründers, sondern schon dessen Kinder. Nach einer Studie von John Ward überleben von 100 Neugründungen nur 30 den ersten Generationenwechsel, den zweiten 13 und den dritten noch ganze drei Familienunternehmen. Denn wenn der Patriarch ergraut, geht es in Familienunternehmen manchmal zu wie in der Fernsehserie "Dallas": Der Senior klammert, der Junior zaudert - und die Verwandtschaft zerschießt das Erbe.
Damit dem Aufstieg nicht der Niedergang folgt - die Notwendigkeit einer Nachfolgeregelung

Es gibt viele Ursachen, weshalb Jahr für Jahr Tausende Betriebe in Familienhand aufgegeben werden. Ein hoher Anteil der Schließungen geht auf gescheiterte Übergaben zurück. Das Thema is

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