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Hermin Karout; Bianca Schrittwieser

Von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt

Ihre Rechte bei Mutterschutz, Karenz und Elternteilzeit

19,90 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-99046-324-6
Reihe: Ratgeber
Verlag: ÖGB Verlag
Format: Flexibler Einband
192 Seiten, 2019, 2019
weitere Reihen   

Hauptbeschreibung

Das Buch behandelt alle Fragen von Beginn einer Schwangerschaft bis zu den ersten Lebensjahren des Kindes.

Wann und wie muss die Schwangerschaft gemeldet werden? Welche Beschäftigungsverbote gibt es für schwangere Arbeitnehmerinnen? Wann beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz bei Schwangeren, und wann endet er? Und welchen Schutz haben Schwangere, die sich in einem befristeten Arbeitsverhältnis befinden? Das sind nur einige der vielen Fragen um rund um das Thema Mutterschutz, die in diesem Ratgeber ausführlich behandelt werden.

Ein weiteres Kapitel ist das Wochengeld. Wo ist es geregelt, wie lange erhalten Frauen ein Wochengeld und wie wird das Wochengeld berechnet, wenn Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen wird? Wie hoch ist das Wochengeld bei geringfügiger Beschäftigung? Haben freie Dienstnehmerinnen Anspruch auf Wochengeld?

Weiters ist den Rechten der Eltern am Arbeitsplatz (Elternkarenz) entsprechend Raum gewidmet. Was ist das Recht auf Änderung der Lage der Arbeitszeit, also das Recht, die Arbeitszeit zu verschieben? Wie und wann soll die Elternteilzeit gemeldet werden? Und was passiert, wenn der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin damit nicht einverstanden ist? Fragen über Fragen, auf die das Buch eine Antwort gibt.

Häufige Fragen, welche rund um die Karenz auftauchen, sind Dauer und Gestaltungsmöglichkeiten. Und wie ist das mit dem Wiedereinstieg nach der Karenz? Haben Eltern ein Recht auf den bisherigen Arbeitsplatz? Und welche Auswirkungen hat eine Karenz auf arbeitsrechtliche Ansprüche?

Abschließend widmet sich das Buch den Themen Kinderbetreuungsgeld und Familienzeitbonus.

Inkl. E-Book!

Textauszug

Meldung der Schwangerschaft, Beschäftigungsverbote und verbotene Arbeiten

Schwanger: Gilt das Mutterschutzgesetz (§ 1 MSchG)?
Für alle Frauen, die sich in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis befinden,
gelten im Fall einer Schwangerschaft die Schutzbestimmungen des MSchG.
Dazu zählen etwa der Schutz vor bestimmten Arbeiten während der Schwangerschaft, ein absolutes Beschäftigungsverbot acht Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt sowie ein besonderer Kündigungs- und Entlassungsschutz.
Für Landes- oder Gemeindebedienstete gibt es abweichende Sonderbestimmungen, für freie Dienstnehmerinnen gilt das absolute bzw. das individuelle Beschäftigungsverbot sowie ein Motivkündigungsschutz.
Für Werkvertragsnehmerinnen gilt das Mutterschutzgesetz allerdings nicht.

Wann muss die Schwangerschaft gemeldet werden (§ 3 Abs 4 MSchG)?

Die Schwangerschaft ist grundsätzlich dem/der AG zu melden, sobald Arbeitnehmerinnen
davon erfahren. Denn ab diesem Zeitpunkt gilt das MSchG mit allen damit verbundenen arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen.
Eine spätere Bekanntgabe verletzt aber weder den Arbeitsvertrag noch andere Verpflichtungen.
Das MSchG gilt aber erst, wenn die Schwangerschaft dem/der AG gemeldet wurde!

Achtung bei der Meldung einer Schwangerschaft in der Probezeit

Während einer Probezeit haben Frauen trotz Schwangerschaft keinen Kündigungs- und Entlassungsschutz.
Wird allerdings das Arbeitsverhältnis aufgrund der Schwangerschaft aufgelöst, liegt eine Diskriminierung nach dem
Gleichbehandlungsgesetz (§§ 12 Abs 7, 15 Abs 1a GlBG) vor. Die Auflösung kann bei Gericht bekämpft werden.
Hier sind sehr kurze Fristen zu beachten.
Eine Anfechtungsklage ist binnen 14 Tagen ab Auflösung des Arbeitsverhältnisses in der Probezeit beim Gericht einzubringen
(siehe dazu im Detail Kapitel „Wann beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz bei Schwangeren
und wann endet er?“).
In einem solchen Fall sollten sich Frauen rasch an die Arbeiterkammer oder
Gewerkschaft wenden. Sie beraten und unterstützen betroffene Frauen.

Wie sollte die Schwangerschaft gemeldet werden?
Mündlich oder schriftlich?
Ist dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin eine ärztliche
Bestätigung über das Bestehen der Schwangerschaft vorzulegen?

Die Schwangerschaft sollte dem/der AG schriftlich gemeldet werden. Gleichzeitig
mit der Meldung der Schwangerschaft sollte eine Bestätigung über das
Bestehen der Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin
vorgelegt werden. Allfällige Kosten für einen Nachweis der Schwangerschaft
hat der/die AG zu übernehmen, wenn die Vorlage verlangt wird.

Hinweis
Es gibt noch eine weitere Meldepflicht der Arbeitnehmerin: Innerhalb
der vierten Woche vor dem Beginn des absoluten Beschäftigungsverbotes
müssen werdende Mütter ihren/ihre AG auf diesen Beginn aufmerksam
machen.

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel - Mutterschutz
Rechte von Schwangeren am Arbeitsplatz

Meldung der Schwangerschaft, Beschäftigungsverbote und verbotene Arbeiten

Kündigungs- und Entlassungsschutz

Wochengeld


2. Kapitel - Karenz

Elternkarenz: Welche Rechte haben Eltern aufgrund der Geburt eines Kindes (§ 15 MSchG/§ 2 VKG)?

Das Recht der Eltern, die Karenz einseitig zu gestalten.

Können Adoptiv- oder Pflegeeltern eine Karenz in Anspruch nehmen (§ 15c MSchG/§ 5 VKG)?

Über welche Geschehnisse im Betrieb muss der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin die Eltern in Karenz informieren?

Dürfen Eltern in Karenz einer Beschäftigung nachgehen (§ 15e MSchG/§ 7b VKG)?

Wiedereinstieg nach einer Karenz: Haben Eltern ein Recht auf den bisherigen Arbeitsplatz?

Kann im Anschluss an eine Karenz eine Bildungskarenz in Anspruch genommen werden
(§ 11 AVRAG; § 81 (12) iVm § 26 Abs 1 Z 4 AlVG)?

Welche Auswirkungen hat eine Karenz auf arbeitsrechtliche Ansprüche?

Kann das Arbeitsverhältnis während einer Karenz beendet werden?

3. Kapitel - Elternteilzeit

Ein Überblick: Welche Rechte haben Eltern am Arbeitsplatz?

Wenn es keinen Rechtsanspruch gibt: vereinbarte Elternteilzeit
und vereinbarte Änderung der Lage der Arbeitszeit (§15i MSchG/§ 8a VKG)


4. Kapitel - Kinderbetreuungsgeld

Kinderbetreuungsgeld und Familienzeitbonus bei Geburt
eines Kindes seit 1. März 2017 136