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Matthias John

Das Tagebuch des Buchdruckerlehrlings Friedrich Anton Püschmann während der Revolution von 1848/49 und der Restaurationsepoche von 1850 bis 1856

Band II: Die Wanderung durch Sachsen, Süddeutschland, Elsaß-Lothringen und die Schweiz sowie die Ausbildung zum Lehrer in Grimma während der Reaktionsjahre

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ISBN: 978-3-86464-066-7
Verlag: trafo Wissenschaftsverlag
Format: Flexibler Einband
XXII, 459 Seiten; 21 cm x 14.8 cm, 1. Auflage, 2015

Hauptbeschreibung

Der Band I umfasste die Aufzeichnungen von Friedrich Anton Püschmann bis Ende 1849, wo er erstmals nach 7 Jahren wieder bei seiner Familie in Mitteldorf bei Stollberg im sächsischen Erzgebirge Aufenthalt nahm.
Band II: Beginnt per 1.1.1850. Im Sommer diesen Jahres ging Püschamnn erneut auf Wanderschaft. Zunächst fand er in Dresden für ein halbes Jahr Anstellung. Im Sommer 1850 begann er seine Wanderung durch Süddeutschland, wo er sich u.a. zwei Monate in Sulzbach aufhielt. Nach zahlreichen weiteren Stationen im Süden Deutschland erreichte er im Oktober Elsaß-Lothringen und einen Monat später die Schweiz. Hier fand er in Zürich eine längere Beschäftigung (21. Mai 1852 bis 17. April 1853), dann in Lausanne (19. April bis 12. September 1853). Danach führte er seine Wanderschaft durch die deutschsprachige Schweiz fort.
In der Zeit von September 1853 bis September 1854 hatte Anton Püschmann dann eine Anstellung in der Stuttgarter Buchdruckerei „Zu Gutenberg“, bevor er letztmalig auf die Walz ging. Seine Wanderungen führten ihn jetzt über Süddeutschland, Österreich und Böhmen zurück in seine Heimat. Hier reifte in ihm der Entschluss, Lehrer zu werden. Er nahm Kontakt zu August Köhler, dem Direktor eines Lehrerseminars, auf, der vorhatte, in Grimma ein Nebenseminar zu errichten, um „ältere unbescholtene und mit Kenntnissen versehene Leute, die dem Lehrerstande sich widmen wollten, in einem zweijährigen Cursus zum Ziel zu führen.“ Im Juni 1855 trat er in dieses Seminar ein, wobei er im April 1856 vom Neben- in das Hauptseminar wechselte. Seine Tagebuchaufzeichnungen endeten mit dem 31. Dezember desselben Jahres.
Seit dem Jahre 1850 nahmen im Tagebuch jene Einträge, die sich politischen Ereignissen widmeten, stark ab, um schließlich ganz aufzuhören. In dem Maße, wie sein Interesse an der Politik geringer wurde bzw. erlahmte, wuchs seine Aufmerksamkeit für Glaubensfragen, wodurch Anton Püschmann aus der restaurativen Wirklichkeit flüchtete und darin einen vermeintlichen Ersatz für seine enttäuschten politischen Hoffnungen fand. Fortan bestimmte der christliche Glaube sein Leben vollkommen, was sich in seinen Tagebuchaufzeichnungen widerspiegelt. Ungeachtet dessen ist der dritte Teil des Tagebuchs (1. Teil: Lehrlingszeit in Grimma; 2. Teil: Wanderschaft) auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil er einen tiefen Einblick in die sächsische Lehrerbildung um die Mitte des 19. Jahrhunderts gibt.

Herausgeber/Autor


Mitarbeiter

Für die Veröffentlichung aufbereitet vom: Matthias John