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Dominic Bortot

Aurum Sub Terra

Gossenliteratur

2,49 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-7412-9274-3
Verlag: Books on Demand
Format: E-Book Text (EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
149 Seiten; ab 12 Jahre, 2016

Kurztext / Annotation

Das Leben zwingt den 21-Jährigen Floyd Mettler schon seit seiner Kindheit in die Knie. Doch seine Entscheidungen bereut er nicht; er ist gut im schlecht sein. Eine authentisch geschilderte Autobiographie über Frauen, Sex, Zuhälterei, Vergewaltigung, Kokain, Lucky Strike, Klischees und Goldzähne. Keine Tabus, keine moralischen Probleme oder Barrieren, die Realität in ihrer reinsten Form.

Der Autor Dominic Bortot ist gerade 19 Jahre alt und dies ist sein erstes Werk. Dominic Bortot ist nicht der typische Gymnasiast; er arbeitet nebenbei auf Baustellen, ist mehrfach tätowiert und kennt beide Seiten der Gesellschaft; eine ideale Voraussetzung um seine fiktive Autobiographie glaubhaft, realitätsnah und authentisch zu verfassen.

Textauszug

Striker

Meine Finger klebten förmlich an der Türklinke dieser minder charmanten, öffentlichen Bahnhoftoilette in Olten. Olten ist ein Drecksloch, ohne Frage. Diese Stadt kennt man nur, wie ich von anderen Leuten höre, wegen dem Bahnhof. Dreh- und Angelpunkt für alle Zugverbindungen. Aber die Stadt mit all ihren schmutzigen, dunklen Gassen, die kennt man nicht. Ausnahmefälle sind natürlich die Leute, welche das Pech hatten, in so einer Drecksgegend aufzuwachsen. Andere Ausnahmefälle sind die Leute, welche so einfältig waren, in so eine Drecksgegend zu ziehen. Ich öffnete die Tür und trat in diese Toilette ein. Keine Überraschungen: natürlich stinkt es auf dieser Toilette, natürlich ist sie dreckig, natürlich liegen Spritzen von den angeblich längst ausgestorbenen Junkies in der Ecke. Ich liess mich weder von dem schwulen Stricher, der vor der Toilettentüre ganz hinten stand, noch von dem Anblick der Kloschüssel auf die ich mich gleich setzen werde, aus der Ruhe bringen.

Als ich meine Kabine nach getaner Arbeit verliess, stand diese schwule Sau immer noch da. Wahrscheinlich geilte er sich am Gestöhne von kackenden Männern auf. Es störte mich nicht, leben und leben lassen. Ich machte mich auf den Weg zum Gleis 11. Nur eine handvoll Leute befanden sich in derselben miserablen Situation und mussten auf den Zug Richtung Basel warten. Darunter befand sich ein Mädchen in meinem Alter. Sie war achtzehn, vielleicht neunzehn Jahre alt. Sie trug diese dunkelgrünen, engen Cargo Hosen die zu dieser Zeit gerade sehr beliebt waren. Schwarzes, langes Haar, hellbraune Haut. Ich stand auf sie. Noch besser ich kannte sie. Sie wohnte in Trimbach, gerade neben Olten. Ich glaube sie hiess Yaren. Sie war Türkin, glaub ich. Ihr Blick traf mich. Ich ging zu ihr hin, sie lächelte. Ich umarmte sie zur Begrüssung und ihr Lächeln und ihre Augen sagten mir, dass sie mich für mehr als nur einen Idioten hielt, dem sie schon ein paar mal über den Weg gelaufen ist und nur vom Sehen kannte. Ich unterhielt mich mit ihr. Die üblichen Floskeln. Die Zeit drang wenn ich meine Absichten verfolgen wollte. Vor wenigen Minuten war die primäre Absicht den Zug um 19:47 in Richtung Basel zu erwischen. Jetzt war die primäre Absicht dieses wunderschöne Mädchen flachzulegen. Die Chancen, dass ich dieses Ziel erreichen werde, standen gar nicht mal so schlecht. Diese Geschichte handelt von einem Versager. Doch ein Versager war ich nicht in jeder Hinsicht. Frauen waren mein Talent. Eins meiner wenigen. Liebe gehörte zum Beispiel nicht dazu. Wie auch immer, ich überzeugte sie den späteren Zug um 20:37 zu nehmen und dafür bei mir in der Wohnung zusammen einen zu rauchen. Dies war eine der wichtigsten Regeln, wenn es um das Abschleppen von Frauen geht: Niemals, niemals die offensichtliche Absicht in Worte fassen. Auch wenn sie wusste, dass wir nicht nur zusammen kiffen werden. Ich wusste, dass wir gar nicht kiffen werden. Wir liefen los. 200 Meter entfernt vom Bahnhof zu wohnen hat schon seine Vorteile.

In meiner Wohnung angekommen, dauerte es nicht sehr lange bis es zur Sache ging. Wir hockten auf dem Bett und ich machte Musik an. Sie stand auf, räkelte sich vor dem Spiegel und fragte mich, wie ich ihren Arsch finde. Ich wusste, dass das der Startschuss war. Sie küsste mich auf die ungehemmte Art. Wir taten Dinge für die sie ihr Vater gesteinigt, mir den Schwanz abgeschnitten und mich mit einem orientalischen Säbel geköpft hätte. Ich vögelte sie zweimal. Das reichte mir. Danach mussten wir los. Für den Joint blieb keine Zeit, genauso wie ich es erwartet und mir ausgerechnet hatte.

Muttenz. Plattenbauten zeichnen hier die klischeehafte Vorstadtgegend: hier wohnten nur Ausländer, Versager, Ticker, Zuhälter und Nutten. Mit anderen Worten: die Unterschicht. Vielleicht sogar eine Stufe unter der Unterschicht, aber die Sichtweise auf diesen Fall ist wahrscheinlich subjektiv. Der Meister wohnte hier: Sein Name war Arda. Er war T

Beschreibung für Leser

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