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Max Manning

Böse Opfer

8,99 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-95967-901-5
Verlag: HarperCollins
Format: E-Book Text (EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
400 Seiten, 2019

Kurztext / Annotation

Bohrende Kopfschmerzen zwingen Gem Golding dazu, auf ihrem Nachhauseweg spätnachts an einem einsamen Laden zu stoppen, um Schmerztabletten zu kaufen. Da taucht auf dem dunklen Parkplatz plötzlich ein Mann auf, greift sie an und überwältigt sie. Ihr Angreifer verspricht, ihr nichts zu tun, wenn sie sich fügt. Selbst wenn sie schreien könnte - mit Hilfe ist in dieser Gegend nicht zu rechnen. Doch auf einmal bietet sich eine unerwartete Gelegenheit zum Gegenangriff. In diesem verhängnisvollen Augenblick entscheidet sich Gems weiteres Leben: Wird sie Kämpferin oder Opfer sein?

Max Manning arbeitete als Journalist bei einer großen Tageszeitung. Er begann seine Karriere als Regionalreporter und wechselte schließlich in die traditionsreiche Londoner Fleet Street, wo er für verschiedene Blätter tätig war - die letzten sechzehn Jahre als Schlussredakteur den Daily Telegraph. Böse Bilder ist sein Debütroman.

Textauszug

8

AUFGEBEN

DER SPIELMEISTER

Con Norton lag auf dem Sofa und sah sich grinsend die CCTV-Aufnahme an. Er wusste, dass er der Mann war, der in dem Video zu sehen war, doch niemand sonst würde darauf kommen.

Er nahm die Fernbedienung und stellte den Ton der Nachrichtensendung lauter.

"Die Polizei in Hackney bittet um Zeugenmeldungen, nachdem eine Frau von einem Mann angefahren und verletzt wurde, ehe er mit ihrem Auto verschwand. Das Verbrechen ereignete sich vor dem Shopwise-Laden in der Roman Road in Bow gestern Abend um 22:45 Uhr. Die Polizei bezeichnet den Täter als potenziell gefährlich und rät davon ab, sich ihm zu nähern."

Lachend streckte Norton sich auf dem Sofa aus und schob die Hände hinter den Kopf. Potenziell gefährlich. Das ist echt lustig , dachte er. Potenziell? Sollte das ein Scherz sein? Wenn sie doch nur wüssten, wozu er imstande war.

Die Frau konnte sich glücklich schätzen, noch am Leben zu sein. Er war sicher gewesen, dass sie ihn verstanden hatte. Er hatte sie vor den Konsequenzen gewarnt, falls sie ihm nicht gehorchte. Was hätte er denn anderes tun sollen?

Dass er nachtragend war, ließ sich wahrlich nicht behaupten. Er hatte gesehen, wie sie ihn angeschaut hatte, nachdem sie von dem Gedanken, Widerstand zu leisten, abgerückt war. Es ließ sich nicht leugnen, dass sie eine attraktive Frau war. Da war etwas gewesen, irgendein Funke, oder etwa nicht? Er lag in diesen Dingen selten falsch. Und selbst wenn er ab und zu mal danebenlag, konnte er die Sache meistens geradebiegen - ganz gleich, ob es der jeweiligen Frau passte oder nicht.

Er hatte noch genügend Geld für mindestens zwei Monate. Davon konnte er die Miete und sein Essen bezahlen. Die zweite Rate musste er noch eintreiben, und das könnte sich als knifflig erweisen, aber er würde eine Lösung finden. Das tat er immer.

Er drehte sich auf die Seite, um es etwas bequemer zu haben, doch es war vergebens. Das Sofa war schmutzig und roch muffig, wie der Rest des Rattenlochs auch. Er wohnte seit drei Monaten hier, was mindestens zwei Monate zu lange war. Es war billig, und mit dem Vermieter hatte er ein inoffizielles Mietverhältnis, was hieß, dass es keinen Papierkram gab, aber vielleicht würde er, nachdem alles erledigt war, aus East London fortziehen. Irgendwohin, wo ihn niemand finden würde.

Sein Magen knurrte. Er hatte sich längst für eine Riesenpizza mit Hackfleischsoße entschieden, aber damit würde er bis Sonnenuntergang warten und seinen Hunger solange aushalten müssen. Er wollte sich tagsüber noch nicht nach draußen begeben, außerdem fand er Londons Straßen im Dunkeln viel aufregender.

GEM DAS OPFER

Gem Golding griff nach dem Wasserglas neben ihrem Bett und trank einen Schluck. Nichts vom Frühstücksangebot des Krankenhauses - Haferflocken, Cornflakes, Milch und Mandarinen - hatte ihren Appetit geweckt. Nun aber konnte sie es kaum erwarten, dass es endlich Mittagessen gab.

Wegen der ständigen Unruhe draußen auf der Station - laute Stimmen, eilige Schritte, das Klappern von Rollwagen - war Gem dankbar, dass Drew darauf bestanden hatte, sie weiter im Einzelzimmer liegen zu lassen.

Sie ließ sich auf das Kissen zurücksinken, schloss die Augen und atmete tief durch. Sie hatte die Hölle durchgemacht. Noch nie zuvor hatte sie so großes Entsetzen verspürt und sie wollte so etwas niemals wieder erleben müssen. Nichtsdestotrotz hatte sie überlebt. Ein bisschen verbeult hier und dort, doch es hätte so viel schlimmer kommen können.

Ein scharfes Klopfen an der Tür riss Gem aus den Gedanken. Sie öffnete die Augen und im nächsten Moment kam eine große kurzhaarige Frau in einem dunklen Anzug herein; ihre Miene war ernst.

Die Frau kam sofort zur Sache. "Ich bin Detective Sergeant Shields. Der Arzt sagt, es gehe Ihnen gut genug, um einige Fragen beantworten zu können. Wäre Ihnen das recht?"

Gem nickte. "

Beschreibung für Leser

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Herausgeber/Autor


Mitarbeiter

Übersetzt von: Joannis Stefanidis