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Kurt Walter Stengert; Otto-Eberhard Zander

... Die im Schutze Sankt Barbaras kommen ...

Die Tradition der Barbarafeiern bei der deutschen Artillerie von ihren Anfängen bis zur Gegenwart

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ISBN: 978-3-86464-105-3
Verlag: trafo Wissenschaftsverlag
Format: Flexibler Einband
215 Seiten; zahlreiche Abbildungen; 21 cm x 14.8 cm; ab 18 Jahre, 1. Auflage, 2016

Hauptbeschreibung

„Was rauscht dort aus der Ferne heran, was sind das für Kolonnen! Das können nur Artilleristen sein, die im Schutze Sankt Barbaras kommen“. So beginnt die erste Strophe des ‚Liedes der Artillerie‘, das im Jahre 1956 von Angehörigen des ersten bis dritten Offizieranwärterlehrganges an der im gleichen Jahr gegründeten Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein gedichtet wurde.
Und 1956 fand dort auch die erste Barbarafeier statt, an der die Offizieranwärter, obgleich nicht eingeladen, aus eigenem Entschluss mit spontanen Einfällen teilnahmen. Mit dieser ersten Barbarafeier nach dem Zweiten Weltkrieg lebte eine alte Tradition wieder auf, die nur bei der Artillerie gepflegt wurde.
Wie kam es eigentlich zu den Barbarafeiern bei der Artillerie? Und wo sind die Ursprünge der Verehrung der Heiligen Barbara zu suchen?
Diesen und anderen Fragen gehen Kurt W. Stengert und Otto-E. Zander, beide ehemalige Artillerieoffiziere, nach, zeichnen ein Bild der Entstehung der Barbaralegende von ihren Anfängen bis zur Jetztzeit und beschreiben die Barbaraverehrung in der Artillerie von der Kaiserlichen Armee bis zur Bundeswehr.

Mit einem Geleitwort von General a. D. Wolfgang Altenburg, Ehrenpräsident der Clausewitz-Gesellschaft e.V., eines ‚Artilleristen der ersten Stunde‘.

Einführung oder Vorwort

Zum Geleit
Am 1. Oktober 1956 trat ich als Kanonier OA Wolfgang Altenburg meinen Dienst in der Offizieranwärter-Batterie an der im Juli des gleichen Jahres gegründeten Artillerieschule der Bundeswehr in Idar-Oberstein an.
Ein Höhepunkt dieser ersten Zeit als Artillerist war zweifellos die Feier zu Ehren der Heiligen Barbara am 4. Dezember 1956. Unsere Vorgesetzten, die in Reichswehr und Wehrmacht noch Barbarafeiern erlebt hatten, stimmten uns auf dieses jahrhundertealte traditionsreiche Brauchtum ein; ein Brauchtum, das nicht nur in der deutschen Artillerie verbreitet war, denn auch Kaiser Napoleon Bonaparte soll als junger Artillerieoffizier keine Barbarafeier ausgelassen haben…
An der Barbarafeier selbst sollten wir als Kanoniere natürlich nicht teilnehmen. Aber es kam anders. In eigener Entschlussfassung und ohne Vorankündigung trat der geschlossene Offizieranwärter-Zug mit einem selbstverfassten Gesang mit einer der Tradition entsprechenden Kritik auf.
Bei uns Teilnehmern hat diese erste Barbarafeier im Jahre 1956 einen bleibenden und prägenden Eindruck hinterlassen, und mit Aufstellung der ersten Artilleriebataillone wurde in den folgenden Jahren in den dortigen Garnisonen am 4. Dezember der Barbaratag begangen.
Nicht nur während meiner Zeit als Batteriechef und als Bataillonskommandeur, sondern auch in meinen folgenden Verwendungen unter anderem als Kommandierender General des III. Korps, Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Militärausschusses der NATO, blieb ich als Gast bei Barbarafeiern der Schutzheiligen der Artillerie verbunden.
Ich begrüße es daher, dass Kurt W. Stengert und Otto-Eberhard Zander, zwei Offiziere des ehemaligen Artillerieregimentes 6, dem ich als Kommandeur des Feldartilleriebataillons 61 von 1968 bis 1970 angehört hatte, die Geschichte der Heiligen Barbara und die Tradition der artilleristischen Barbarafeiern erforscht und aufgeschrieben haben.
Die Barbarafeiern sind auch heute im sechzigsten Jahr des Bestehens der Artillerietruppe ein fester Bestandteil des militärischen Brauchtums und der Traditionspflege in der Bundeswehr, und daher wünsche ich diesem Buch eine interessierte Leserschaft, der die Heilige Barbara bei der Lektüre vielleicht ab und zu mit einem Augenzwinkern ein Schmunzeln vermitteln mag.
Travemünde, im Februar 2016
Wolfgang Altenburg
General a. D. und Ehrenpräsident der Clausewitz-Gesellschaft e. V.