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Christiane Bößel

Madison & Sam – A San Francisco College Romance

3,99 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-95818-260-8
Reihe: College-WG-Reihe
Verlag: Forever
Format: E-Book Text (EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
250 Seiten, 2019
weitere Reihen   

Kurztext / Annotation

Die Neue in der WG
Als Madison nach San Francisco kommt, will sie einfach nur vergessen: den Autounfall, bei dem ihr Dad und ihr Bruder umkamen, das Bild ihrer Mom in der Badewanne, den Schmerz und die Wut, die sie seitdem begleiten. Sie hofft, in der WG neu anfangen zu können und wieder Spaß am Leben zu finden - nur bitte keine Verpflichtungen. Als sie bei einem Festival am Strand auf den Surfer Sam trifft funkt es zwischen den beiden. Sam ist nicht nur heiß, sondern bringt sie auch zum Lachen. Sie beginnen eine Affäre, die nur einen Sommer lang dauern soll, denn Sam lebt nur auf Zeit in San Francisco. Das ist Madison recht, denn sie will sich mit nichts Ernstem befassen. Bis ihre Gefühle sie plötzlich überrollen ...
Meinung zum Buch:
Vor ein paar Bänden habe ich mich in Christiane Bößels San Francisco College Reihe verliebt und auch dieses Buch fand ich wieder wunderbar. (Buchhändlerin Helene Kremer über NetGalley)

Christiane Bößel, geboren 1975, hat ursprünglich als Krankenschwester gearbeitet, bevor sie Germanistik und Philosophie studierte. Sobald sie alle Buchstaben konnte, fing sie an zu schreiben. Mit ihren Erzählungen hat sie mehrmals den Augsburger Poetry Slam und einen Schreibwettbewerb gewonnen und ist in verschiedenen Anthologien vertreten. Seit 2014 schreibt sie Liebesromane und Fachbücher. Wenn sie nicht neue Geschichten erfindet, unterrichtet sie in der beruflichen Bildung Jugendliche und Erwachsene. Außerdem ist sie büchersüchtig, liebt Nudeln, ihren Garten und skurrile Bildunterschriften im Privatfernsehen. Sie lebt mit Mann, Sohn und zwei Katern als Landei in Bayern.

Textauszug

Madison

Es ist still. Beklemmend still.

Wo ist Mom? Wir wollten doch zusammen zum Friedhof fahren.

Moms Schlafzimmertür steht offen, die Decken sind ordentlich gefaltet, sogar die Zierkissen sind akribisch am Kopfende arrangiert. Das ist ungewöhnlich. Ich kann mich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal ihr Bett gemacht hat. Oder überhaupt irgendetwas.

Genau ein halbes Jahr sind wir jetzt ohne Dad und meinen kleinen Bruder Elias und jeden Fünften des Monats besuchen Mom und ich ihr Grab.

Vielleicht ist Mom nur kurz zum Supermarkt, gestern ist die Milch ausgegangen und ich habe vergessen, neue zu besorgen. Allerdings hat sie seit Ewigkeiten nicht mehr freiwillig das Haus verlassen. Noch dazu allein. Oder sich überhaupt wie ein Mensch verhalten. Das hat sie an dem Tag abgelegt, an dem wir plötzlich nur zu zweit übrig geblieben sind. Seitdem hat sie nichts mehr getan, was Moms normalerweise auszeichnet. Einfache Dinge wie einkaufen zum Beispiel. Oder Staub wischen. Oder die Tochter fragen, wie ihr Tag gelaufen ist.

Nicht nur sie, auch ich habe mich verändert. Früher war ich quasi nie zu Hause, traf mich mit Freunden, datete Jungs, genoss das Leben. Jetzt sehne ich mich nach Stille und Alleinsein. Selbst jeden Tag in die Schule zu gehen, als Schülerin der Abschlussklasse der Spokane Highschool, stellt eine kaum zu bewältigende Herausforderung dar. Es kostet mich alle Kraft, die mir geblieben ist. Denn nebenbei muss ich mich noch um Mom und den Haushalt kümmern.

Ich habe kein Liebesleben, selbst Achtzigjährige haben vermutlich mehr Sex als ich, dabei bin ich gerade einmal neunzehn. In der ersten Zeit nach Dads und Elias' Tod haben meine Freundinnen noch versucht, mich zu gemeinsamen Aktionen zu motivieren, mich abzulenken. Sie schleppten mich zum Shopping oder ins Kino, einmal sogar zu einer Männerstripshow. Ich weiß, sie meinten es gut. Und ich bin dankbar, dass sie für mich da sein wollten. Aber ich kann nicht einfach so tun, als wäre alles normal. Zu meinem alten, unbeschwerten Leben zurückkehren, als sei nichts passiert. Als wären mein Dad und mein kleiner Bruder nur Goldfische gewesen, die einer streunenden Katze zum Opfer gefallen sind. Meine Freunde ahnten nicht, dass ein Teil von mir mit ihnen im Auto gestorben war. Auch wenn mein unverändertes Äußeres vortäuscht, ich würde immer noch existieren. Eine Hülle aus Knochen, Haut und Gewebe, die zwar aussieht wie Madison Faraday, die aber in Wirklichkeit nur aus Trauer und Verzweiflung besteht. Nach unzähligen erfolglosen Versuchen gaben meine Freunde schließlich auf, mich wie einen echten Menschen zu behandeln und ließen mich in Ruhe. Sie können nicht verstehen, wie es mir geht. Wie es ist, auseinandergerissen zu werden und zerstört liegen zu bleiben. Jeden Tag ein Stückchen mehr zu zerbrechen, weil man nicht weiß, wie man mit dem Schmerz und dem Verlust fertig werden soll. Jeden Tag aufs Neue aufstehen zu müssen, sich zu waschen, sich anzuziehen, den Unterricht zu besuchen, Hausaufgaben zu erledigen, zu essen. Zu funktionieren. Zu atmen. Weiterzuleben. Ich werfe es niemandem vor, dass nun auch sie mich verlassen haben. Sie gaben wirklich ihr Bestes. Aber sie konnten mich nicht retten. Sie haben alle noch einen Dad und ihre Geschwister und eine Mom, die nicht von einer ehemals schönen und fröhlichen Frau zu einem verwahrlosten, stummen Zombie geworden ist. Ich wurde von der Gesellschaft nicht ausgestoßen, ich verschwand vielmehr einfach von der Bildfläche. Wurde unsichtbar. Wie Musiker nach einem One-Hit-Wonder. Das ist gut, denn die mitleidigen Blicke, die ständigen Fragen und unbeholfenen Ratschläge und verkrampften Beileidsbezeugungen kann ich nicht mehr ertragen. Am meisten hasse ich es, wenn jemand sagt, ich solle stark sein. Es sei schon sechs Monate her, ich müsse endlich nach vorn schauen, blablabla. Wohin nach vorn? Was soll da sein? Eine Zukunft ohne die beiden Menschen, die ich neben Mom am meisten geli

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet