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Berit Glanz

Pixeltänzer

Roman

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ISBN: 978-3-89561-192-6
Verlag: Schöffling
Format: Fester Einband
256 Seiten; 21 cm x 14.3 cm, 1. Auflage, 2019

Hauptbeschreibung

Elisabeth, von allen nur Beta genannt, arbeitet in einem Startup: Ihr Alltag wird von Pitches und Teambuilding-Maßnahmen bestimmt; in ihrer spärlichen Freizeit entwickelt sie Tiermodelle am 3D-Drucker und probiert sich durch die Berliner Eisdielen. Als ein Fremder unter dem seltsamen Alias Toboggan sie über eine App kontaktiert, ändert sich ihr Leben. Sein Profilbild weckt ihre Neugier, doch anstelle einer Antwort schickt er sie auf virtuelle Spurensuche.
Sie führt Beta zu der Geschichte des Künstlerpaars Lavinia und Walter, das in den Zwanzigerjahren in grotesken Ganzkörpermasken Tanztheater aufführte und mit bürgerlichen Konventionen brach. Statt der erhofften Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen kommt es zur Tragödie, als Lavinia zur Waffe greift. Doch je mehr Beta von den beiden erfährt, sich in ihre Hingabe an die Kunst hineinversetzt und mögliche Auswege auslotet, umso stärker wird die Sehnsucht, aus ihrem eigenen oberflächlichen Dasein auszubrechen. Eine Reise nach Barcelona bietet ihr und ihrem Team die ungeahnte Möglichkeit, Technik ins Absurde oder doch in Kunst zu verwandeln – und Beta ergreift ihre Chance.

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Berit Glanz, 1982 geboren, hat in München, Stockholm und Reykjavík studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Skandinavische Literaturen der Universität Greifswald. Sie war Finalistin beim 24. open mike und Teilnehmerin der Textwerkstatt Kölner Schmiede. Für ihr Romandebüt »Pixeltänzer« wurde sie 2017 mit dem Literaturpreis und dem Publikumspreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Besprechung

»Und man kann (...) über diesen Roman einfach nur staunen.«
Julia Encke, FAZ

»Ein faszinierendes Romandebüt, das das Absurde und Unberechenbare in der Vergangenheit und Jetztzeit feiert (...) grandios.«
Katharina Manzke, BücherMagazin

»Wie der subtile Zwang der kreativen Arbeitswelt sogar Widerstand zur Arbeit am System macht, erzählt Berit Glanz in ihrem anspruchsvoll gebauten Roman.« --Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung

»Wie Glanz (...) erzählend darstellt, was wir Heutigen aus jenen alten Welten, alten Büchern, alten Kostümen, alten Träumen, alten Strategien lernen und erfahren können, das ist großartig und ermutigend.« --Volker Weidermann, Spiegel online