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Raimund Schmid

12 Wege zu guter Pflege

WG, zu Hause, im Heim oder Tagespflege? Alle Betreuungsmodelle im Praxistest

17,99 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-407-86565-6
Verlag: Beltz
Format: E-Book Text (EPUB sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
320 Seiten, 2019

Kurztext / Annotation

Wie werden Ihre Eltern am besten versorgt, wenn sie nicht mehr alleine leben können? Dieser ehrliche Ratgeber zum Thema Pflege im Alter hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Raimund Schmid hat sich 12 verschiedene Pflegemodelle in der Praxis angeschaut. Er schildert seine Besuche und Beobachtungen, hat mit alten Menschen, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesprochen. Ob Seniorenheim, Pflege zu Hause durch Angehörige, Betreuung durch ambulante Dienste, Tagespflege, Demenz-WG oder stationäre Pflege: Jede Form hat Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Dieses Buch hilft Ihnen und Ihren Eltern zu entscheiden, welches die beste Betreuung für sie ist. Ein aktueller praktischer Informationsteil hilft dabei gerade Angehörigen, die erforderlichen Schritte konkret umzusetzen.

Raimund Schmid ist Diplom-Volkswirt, Journalist sowie Geschäftsführer von Kindernetzwerk e.V. Viele Jahre war er Redakteur Gesundheitspolitik bei der "Ärzte Zeitung", heute ist er freier Journalist und Autor von Artikeln, Serien und Kolumnen über gesundheitspolitische Themen für Tageszeitungen, Fachzeitschriften sowie Online-Portale. 2014 erhielt er den bvkj-Medienpreis. Bei Beltz erschien 2017 von ihm das Buch "Wehe du bist alt und wirst krank". Raimund Schmid lebt mit seiner Familie in Aschaffenburg.

Textauszug

Was Sie von diesem Buch erwarten dürfen

Es hat viel zu lange gedauert, aber jetzt scheint das Thema Pflege auch hierzulande angekommen zu sein: in den Medien, bei den Politikern und in der Gesellschaft. Es ist inzwischen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Debattenthema geworden. Nicht nur in fast allen Talkrunden, sondern auch bei den Parteien im Deutschen Bundestag und sogar im "Tatort" mit Sabine Postel als Kommissarin oder in Spielfilmen - wie "Tod auf Raten" - mit Veronica Ferres. Wenn auch nicht positiv besetzt, so ist die Pflege heute endlich zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema mit reichlich Zündstoff geworden.

Das war wirklich "lange Zeit anders", bestätigt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP), einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Berlin: "Vor zehn Jahren fristete das Thema noch ein Nischendasein. Die meisten Menschen machten einen Bogen drum herum. Heute ist Pflege allgegenwärtig. Etwas drei Viertel der Menschen in Deutschland sind betroffen - direkt oder indirekt." 1

Tatsächlich: Wer sich in seiner eigenen Familie oder im Umfeld von nahen Angehörigen umschaut, wird heute in irgendeiner Weise mit dem Thema Pflege konfrontiert. Das sind zumeist die eigenen Eltern oder Großeltern, Geschwister, nahe Verwandte oder auch Nachbarn beziehungsweise enge Freunde. Rund 3,5 Millionen Menschen werden in Deutschland bis Ende 2019 als pflegebedürftig eingestuft sein. Bis 2035 sollen es dann nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaft bereits vier Millionen sein. Und die Zahl der Angehörigen, die sich um diese zu pflegenden Familienmitglieder kümmern oder zumindest in ihre Betreuung involviert sind, ist noch einmal um einige Millionen größer. Pflegebedürftigkeit ist heute also nicht nur ein abstraktes und politisches Thema in der Öffentlichkeit und in den Medien, sondern betrifft sehr viele Menschen und drückt ihrem Alltag ihren Stempel auf. Das kann gerade bei den 1,7 Millionen Demenzkranken schnell zu einer Überforderung führen: "Viele sagen angesichts einer Demenz, dass sie gerne etwas ändern würden, aber nicht wissen, welches Betreuungsmodell für sie infrage kommt", stellt Joelle Wörtche, die die Online-Plattform www.demenzmagazin.de ins Leben gerufen hat, immer wieder fest. "Hinzu kommt der Stress: Denn ist die Diagnose Demenz erst einmal gestellt, fühlen sich viele Familien unter Druck und können sich nicht gut über die für sie beste Lösung informieren." 2

Dass die Demenz bereits weite Teile der Gesellschaft direkt oder indirekt erfasst hat, zeigt eine weitere Erkenntnis der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. Nach deren Erkenntnissen geben 61 Prozent der Bevölkerung an, mindestens einen Menschen mit Demenz persönlich zu kennen oder gekannt zu haben. Doch jeder Zweite glaubt, eher schlecht dafür gewappnet zu sein, um einem dementiell Erkrankten zu helfen, wenn diese Unterstützung notwendig wird. Und 44 Prozent wären sogar bereit, mehr über den Umgang und die Kommunikation sowie über die möglichst beste Versorgung von Dementen zu erfahren. 3

Das hat auch viel mit Ängsten zu tun. Eine repräsentative Befragung des sozialwissenschaftlichen Umfragezentrums (SUZ) Duisburg bei 2000 Personen im Alter von 50 bis 80 Jahren hat folgende erschreckende Ergebnisse zutage gefördert: So stimmen

86 Prozent der Befragten der These (voll und ganz) zu, dass die Pflege zu Hause für viele pflegende Angehörige eine psychische und körperliche Belastung darstellt.

73 Prozent der Annahme zu, dass ein Pflegeheim, das wirklich gut ist, viel zu teuer ist.

50 Prozent der Aussage zu, sich über die Pflegebedürftigkeit im Alter (große) Sorgen zu machen. 4

In der Folge schaffen es v

Beschreibung für Leser

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