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Raphaela Edelbauer

Das flüssige Land

Roman.

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ISBN: 978-3-608-96436-3
Verlag: Klett-Cotta
Format: Fester Einband
350 Seiten; 21 cm x 13.8 cm, 4. Auflage, 2019

Hauptbeschreibung

»Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen – einfach fantastische Literatur«
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.

Der Unfalltod ihrer Eltern stellt die Wiener Physikerin Ruth vor ein nahezu unlösbares Paradox. Ihre Eltern haben verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, doch Groß-Einland verbirgt sich beharrlich vor den Blicken Fremder. Als Ruth endlich dort eintrifft, macht sie eine erstaunliche Entdeckung. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner von Groß-Einland auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Überall finden sich versteckte Hinweise auf das Loch und seine wechselhafte Historie, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist.

Wird das Schweigen von der einflussreichen Gräfin der Gemeinde gesteuert? Und welche Rolle spielt eigentlich Ruths eigene Familiengeschichte? Je stärker sie in die Verwicklungen Groß-Einlands zur Zeit des Nationalsozialismus dringt, desto vehementer bekommt Ruth den Widerstand der Bewohner zu spüren. Doch sie gräbt tiefer und ahnt bald, dass die geheimnisvollen Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.

»Raphaela Edelbauer überschreitet Grenzen und rückt in unerforschte Gebiete der Literatur vor.«
Jurybegründung Rauriser Literaturpreis

Kurztext / Annotation

»Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen – einfach fantastische Literatur«
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

Ein Ort, der nicht gefunden werden will. Eine österreichische Gräfin, die über die Erinnerungen einer ganzen Gemeinde regiert. Ein Loch im Erdreich, das die Bewohner in die Tiefe zu reißen droht. In ihrem schwindelerregenden Debütroman geht Raphaela Edelbauer der verdrängten Geschichte auf den Grund.

Zitat aus einer Besprechung

»Dieses Buch ist fesselnd, verwirrend und phantastisch – eine Mixtur, wie man sie selten in die Hände bekommt. Wenn ihr in diesem Herbst nur ein Buch lesen dürftet, nehmt dieses! «
Stefan Härtel, booksterhro, 08.11.2019

»Das ist spannend, komisch, bisweilen absurd, tragisch, verblüffend, überraschend und natürlich in jeder Hinsicht abgründig! «
Markus Kranz, DRESDNER, November 2019

»Die Wienerin holt Leichen aus dem Keller – die Vergangenheit kommt hoch.«
Peter Pisa, Kurier, 01.11.2019

»Raphaela Edelbauer ist eine beeindruckende und phantastische Parabel gelungen, die den Umgang und die Verdrängungsmechanismen beim Thema nationalsozialistische Vergangenheit mit gruseligem Heimatfilmambiente gekonnt konterkariert.«
Arnulf Woock, Neumann, November 2019

»Eine imponierend reife, clever komponierte Geschichte.«
Michael Wolf, Neues Deutschland, 20.10.2019

»Es ist ein Roman, der der Tradition der Anti-Heimatliteratur eine innovative Note hinzufügt und beweist: hier schreibt eine, für die Form und Inhalt untrennbar miteinander verbunden sind, eine überdies, die mit einer großen Begabung zu Komik und Groteske ausgestattet ist.«
Christian Ankowitsch, 3sat – lesArt, 20.10.2019

»Wie seine Protagonistin saugt dieser Roman auch seine Leser förmlich ein, das dunkle Geheimnis von Groß-Einland zu lüften.«
Alois Knoller, Augsburger Allgemeine, 12.10.2019

»Raphaela Edelbauer legt in ihrem Romandebüt Schicht für Schicht ein Stück verdrängter NS-Geschichte frei und setzt Raum und Zeit dabei traumwandlerisch außer Kraft. […] Unverhohlen bricht Edelbauer gesamtösterreichische Verhältnisse auf die Kleinstebene herunter und inszeniert dafür ein Spektakel.«
Senta Wagner, Buchkultur, Oktober 2019

»Edelbauer erzählt großartig, man mag gar nicht aufhören: Als würde Thomas Bernhard „Alice im Wunderland“ neu schreiben.«
RP Online, 09.10.2019

»Edelbauer [...] offenbart sich nicht nur als Meisterin des Wortes, sondern auch der allegorischen Mystik.«
Frauke Kaberka, Dresdner Neueste Nachrichten, 07.10.2019

»Edelbauer winkt manchmal auch mit dem Zaunpfahl in Richtung NS-Vergangenheit, Globalisierung oder Klimawandel, aber sie ist klug und sprachgewaltig genug, die ernste Symbolik immer wieder ironisch zu verflüssigen. … Bürokratisch umständlich, steif und altfränkisch verschnörkelt, dann wieder verspielt und wortwitzig bringt sie die versteinerten Verhältnisse in Groß-Einland mit Sätzen […] ins Rutschen.«
Martin Halter, Stuttgarter Zeitung, 06.10.2019

»“Das flüssige Land“ ist ein stark surreales Werk. Ebenso abrupt, wie es einen einsaugt, spuckt es einen wieder aus. Dazwischen liegen 21 atemnehmende Kapitel irgendwo zwischen Fiktion, Historien-Roman und Dystopie, die schwanken machen zwischen Zweifeln und Zustimmung, zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Raphaela Edelbauer brilliert mit ihrer Sprachkunst.«
Annte Büttner, sounds&books, 05.10.2019

»Dass der Debütroman der 29- jährigen Österreicherin so spannend zu lesen ist, liegt an der bizarren Mischung von konkreten Schilderungen einer kleinstädtischen, durchaus heutigen Realität und fantastischen Gegebenheiten, die wie Versatzstücke aus einer anderen, vergangenen Welt aufblitzen.«
Eva Pfister, Deutschlandfunk, 04.10.2019

»Zum Souveränen, zum Meisterlichen dieser Konstruktion, die keine debüthaften Unsicherheiten erkennen lässt, gehört die äußerst heutige, beherzte, vernünftige, wenngleich – möglicherweise durch ihren recht intensiven Medikamenten-Konsum – etwas unkonzentrierte Erzählerin Ruth.«
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 04.10.2019

»In „Das flüssige Land“ [erzählt Raphaela Edelbauer] voller barocker Erzähllust […] mit ihr behandelt eine junge Autorin noch mal auf sehr eigenwillige Weise ein großes Thema der österreichischen Literatur nach 1945.«
Wiebke Porombka, Deutschlandfunk Kultur, 17.09.2019

»Krimihaft spannend, literarisch vielstimmig und anspielungsreich sowie sprachlich souverän führt Raphaela Edelbauer durch ein so magisches wie unheimliches Universum, das verstörend vertraut scheint«
Bernadette Conrad, Berliner Zeitung, 31.08.2019

»Edelbauer schöpft aus einem riesigen Wortschatz und stattet mit enormer Sprachmächtigkeit eine Parabel aus, die Österreichs verlogene Zeitgeschichte in einer noch nie gelesenen Weise decouvriert.«
Klaus Buttinger, Oberösterreichische Nachrichten, 31.08./01.09.2019

»"Das flüssige Land" ist ein großartig gebautes Spiel mit Versatzstücken von Heimat- und Antiheimat-Literatur … Als feingearbeitetes Sprachkunstwerk – und als zornige Bestandsaufnahme eines Landes, das sich in schiefer Idylle eingerichtet hat.«
Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 31.08.2019

»Eine Großmetapher, die funkelnd so unterschiedliche Themen wie Vergangenheitsbewältigung, Zeitphilosophie und Märchen zusammenbinden kann.«
Pascal Fischer, SWR2, 30.08.2019

»Der Roman […] setzt eine Traditionsspur der literarischen österreichischen Moderne fort und bohrt gleichzeitig in die Tiefe«
Wolfgang Huber-Lang, Austria Presse Agentur, 23.08.2019

»Nur wenige Autor*innen beherrschen die Erzählkunst einer Raphaela Edelbauer. Sie ist ein Ausnahmetalent unter Österreichs Schriftstellern […] Während der Lektüre von „Das flüssige Land“ verschwimmen Zeit und Raum zu einer Art Wunder.«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, 26.08.2019

»„Das flüssige Land“ [ist] eine abgründige und einfallsreiche Parabel auf Österreich und den Umgang mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit, ein philosophisch-phantastischer Roman, der sich auf die Tradition der Anti-Heimatliteratur bezieht … Anti-Anti-Anti-Heimatliteratur«
Florian Baranyi, ORF, 25.08.2019

»Den von ihr ausgebreiteten Schrecken konterkariert Raphaela Edelbauer mit Witz und Intelligenz. […] In ihren eindringlichen Bildern von Land und Leuten verbindet sie Grusel- und Heimatfilmästhetik […] Spalten und Löcher verwandeln das pittoreske Ortsbild in ein groteskes Zerrbild.«
Wolfgang Huber-Lang, Salzburger Nachrichten, 24.08.2019

»Wer es mit Kafka hält, dem würde ich Raphaela Edelbauer empfehlen. [...] Eine tolle Autorin, die etwas wagt, und die auch vollkommen gewinnt mit dem, was sie wagt«
Alf Mentzer, hr2 Kultur, 31.07.2019

»Dieser Text arbeitet im Kopf. Egal ob man Tage, Wochen oder Monate darin verschwunden war.«
Katia Schwingshandl, Literaturhaus.at, 28.08.2019

»Raphaela Edelbauer […] ist ein Ausnahmetalent unter Österreichs Schriftstellern. Ihre Romane verführen zu einem Leseerlebnis, das man sein Leben lang nicht mehr vergessen wird«
Susann Fleischer, literaturmarkt.info, 26.08.2019

»[…] Mystisch, surreal, grotesk, beklemmend am Beginn, immer entlarvender im Verlauf der Geschichte, die in etlichen Genres angesiedelt ist, vom Horror- bis zum Anti-Heimat-Roman. Enorm ist die Raffinesse, naheliegend sind Vergleiche mit Kafka, Borges oder Hans Lebert. Aber Raphaela Edelbauer verfügt über einen eigenen Erzählton mit langem Nachhall; er ist faszinierend und macht fassungslos.«
Werner Krause, Kleine Zeitung, 21.09.2019

Werbliche Überschrift

»Unheimlich, spannend, aberwitzig und kaum zu fassen – einfach fantastische Literatur«
Jurybegründung Deutscher Buchpreis (Shortlist)

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Raphaela Edelbauer, geboren 1990 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Hinterbrühl auf. Sie studierte Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst, war Jahresstipendiatin des Deutschen Literaturfonds und wurde für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage 2018 ausgezeichnet. Beim Bachmannpreis in Klagenfurt gewann sie 2018 den Publikumspreis. 2019 wurde ihr der Theodor-Körner-Preis verliehen.