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Margot Jaeuthe

Stehaufmädchen

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ISBN: 978-3-943614-11-4
Verlag: Edition Märkische LebensArt
Format: Fester Einband
192 Seiten; Fotos Privatarchiv Jaeuthe; 210 cm x 145 cm, 1. Auflage, 2016

Hauptbeschreibung

'Maikäfer flieg, der Vater ist im Krieg …', sang Linda, den Sinn der Worte nicht verstehend, nur erfühlend. Allgegenwärtig begleiten Tod, Hunger, Gewalt und Leid ihren Alltag in einer mecklenburgischen Kleinstadt. Unauslöschliche Bilder brennen sich in die Kinderseele. Das kleine Mädchen aus der Generation 'Kriegskinder' träumt von einer heilen Welt, einer Vater-Mutter-Kind-Familie.
Aber der Vater ist gefallen, der Typhus nimmt ihr auch noch die Mutter. Die bitteren Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit zwingen sie früh, stark zu werden, Unvermeidliches auszuhalten, Ängste zu überwinden. Auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit begreift Linda, dass sie lernen muss, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen, und sich selbst zu helfen. Doch noch liegt das Heimatland in Trümmern, die Besatzer errichten ihre neue Ordnung. Weil die Menschen hungern, steht sie tapfer dem Großvater bei seinen lebensgefährlichen Schmuggel- und Tauschaktionen zur Seite. Spiel und Ernst liegen dicht beieinander. Verhängnisvolle Ereignisse prägen ihr Leben.
Grenzenlose Liebe zur Natur stärkt ihre Seele.
Diese Kraft und ihr eisernes Streben, auf eigenen Füßen zu stehen, macht sie stark und widerständig, lässt sie immer wieder aufstehen. Energie und Fleiß ebnen ihr den Weg zum Abitur. Beinahe scheitert ihr Traum vom ersehnten Studium, als sie an der Oberschule infolge der politischen Wirrnisse jener Zeit in
Konflikte mit der Obrigkeit gerät. Dennoch, Linda bleibt ein Stehaufmädchen und ihr gelingt der Sprung aus der kleinstädtischen Enge an die Alma Mater der geteilten Hauptstadt.
Ein eindrucksvolles, sehr persönliches Zeitmosaik aus mannigfaltigen, authentischen Erinnerungen an Kindheit und Jugend im geteilten Nachkriegsdeutschland. Vielfältige Geschichten spiegeln eindringlich und lebendig das komplizierte Leben in tragischen und aufregenden, heiteren und amüsanten Episoden sowie wundervollen und feinfühligen Naturbeobachtungen.

Kurztext / Annotation

Ein eindrucksvolles, sehr persönliches Zeitmosaik aus mannigfaltigen, authentischen Erinnerungen an Kindheit und Jugend im geteilten Nachkriegsdeutschland. Die vielfältigen Geschichten spiegeln eindringlich und lebendig das komplizierte Leben in tragischen und aufregenden, heiteren und amüsanten Episoden sowie wundervollen und feinfühligen Naturbeobachtungen.
Ein Buch, das anrührt und hilft, die Eltern und Großeltern besser zu verstehen.
Bewegende Kindheit und Jugend eines Kriegskindes in Mecklenburg-Vorpommern. Das Waisenmädchen wächst bei den Großeltern in einer mecklenburgischen Kleinstadt auf und schafft, allen Widerständen zum Trotz, den Weg zum Abitur und weiter bis an die Berliner Humboldt Universität.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Frühsommer 1945 7
Dicht am Leben 27
Frau Koch 36
Fischlein 47
Doktor Niemeier 55
Lisa 60
Kinderspiele 80
Der Seebahnhof 87
Friederike 95
Schuhe 103
Der Schierlingsbecher 114
Erna 119
Mutti 127
Trudchen 133
Winter 140
Haus am See 151
Schiller 156
Verletzung 160
Holger 167
Geteiltes Land 172
Deutschland. Ein Wintermärchen 176
Aufbruch 181
Nachwort der Autorin 185
Inhalt

Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Als Kriegskind in Mecklenburg aufgewachsen. Nach dem Abitur Studium der Biologie an der Humboldt Universität zu Berlin. Erfolgreicher Abschluss als Diplom-Biologin und anschließendes Studium der Medizinpädagogik.
Danach langjährige Tätigkeit im Klinikum Berlin-Buch und an den St. Hedwig Kliniken
in Berlin als Diplom-Medizinpädagogin.
Lebt seit mehreren Jahren in einem kleinen brandenburgischen Dorf.

Klappentext

'. Es liegt mir am Herzen, die Menschen zu sensibilisieren für unsere Geschichte, auch Verständnis zu wecken für die Eltern und Großeltern. Ebenso aber für das Schicksal anderer, die heute Mitgefühl und Hilfe brauchen, besonders für die Schwächsten, die Kinder.
All diese Fragen haben mich bewogen, die Geschichte des Kriegskindes Linda aufzuschreiben, dessen Kindheit und Jugend wesentlich vom Krieg und seinen Folgen
geprägt wurde. Besonders in den Seelen der Kinder hinterlassen die oft unbewussten
Traumata des Krieges unheilbare Wunden, und gerade das Verdrängte wirkt ein Leben lang nach.
Das Schicksal des Waisenmädchens, das aus eigener leidvoller Erfahrung lernen
musste, stark zu werden, sich selbst zu helfen und sich nicht niederdrücken zu lassen, unentwegt immer wieder aufzustehen, ist zwar von meinem eigenen Erleben und meinen Erfahrungen geprägt, aber dennoch keine Autobiografie.' (aus dem Nachwort)
Margot Jaeuthe
Ein eindrucksvolles, sehr persönliches Zeitmosaik aus mannigfaltigen, authentischen Erinnerungen an Kindheit und Jugend im geteilten Nachkriegsdeutschland. Die vielfältigen Geschichten spiegeln eindringlich und lebendig das komplizierte Leben in tragischen und aufregenden, heiteren und amüsanten Episoden sowie wundervollen und feinfühligen Naturbeobachtungen.
Ein Buch, das anrührt und hilft, die Eltern und Großeltern besser zu verstehen.

Einführung oder Vorwort

Nachwort der Autorin
Nie wieder Krieg! Darin waren sich 1945 die Menschen einig. Ungefähr 70 Millionen Menschen, vor allem auch die Zivilbevölkerung, bezahlten im Zweiten Weltkrieg den Irrsinn und Größenwahn weniger Machtbesessener und Profiteure mit ihrem Leben. Die grausame Kriegstaktik der 'verbrannten Erde' kehrte an ihren Ausgangspunkt zurück. Trümmerlandschaften überall. Allein 14 Millionen Deutsche mussten flüchten oder wurden als Kriegsfolge aus ihrer Heimat vertrieben, etwa vier Millionen verloren ihre Wohnung, ihre gesamte Habe. Not, Hunger und Verzweiflung überall.
Von denen, die damals die Schrecken des Krieges und der Nachkriegszeit ertragen mussten, leben heute nicht mehr viele, um authentisch davon erzählen zu können. Doch nur die Überlebenden des Krieges wissen, weil sie es am eigenen Leibe verspürten, um seine Grausamkeit, um Leid und Not. Und sie erinnern sich an die großen Hoffnungen, als endlich der furchtbare Krieg, der die halbe Welt ins Verderben gestürzt hatte, der Vergangenheit angehörte.
Seinerzeit galt es nicht nur, die Trümmer zu beseitigen, sondern obendrein auch, Klarheit in den Köpfen zu schaffen. Schließlich war fast das gesamte deutsche Volk durch eine menschenverachtende Ideologie vergiftet.
Für 'Führer, Volk und Vaterland' hatten Männer jeden Alters, Familienväter und Söhne ihr Leben 'auf dem Felde der Ehre' gelassen. Familien waren zerrissen, Kinder wurden zu Kriegswaisen oder wuchsen in einer Trümmerwelt auf. Keiner fragte, was das alles in den Kindern anrichtet.
Damals, am Kriegsende, war die Mehrzahl der Menschen verwirrt, suchte Antworten auf viele Fragen. Ist endlich das Massensterben vorbei? Können wir wieder Hoffnung schöpfen? Werden die Menschen jetzt endlich klüger, bescheidener, demütiger vor der Schöpfung? Aber bis heute, Generationen später,bleibt die Frage offen, ob die Menschen jemals klug werden.
Weltweit sind derzeit mindestens 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror. Nie hätte ich, selbst ein Kriegskind, geglaubt, dass Krieg und Not uns jemals wieder so nahe kommen. Fast niemand aus meiner Generation hat die Schrecken des Krieges unbeschadet überstanden, viele leiden bis heute. Und immer wieder werden durch Krieg und Gewalt Kinderseelen aufs Neue traumatisiert.
Können wir, jeder einzelne Mensch, überhaupt etwas tun? Für den Frieden? Für Mitmenschlichkeit? Gegen Hass und Kriegstreiber?
Flucht und Vertreibung, Not und Hunger, Schuld und Unrecht, ein gespaltenes Land, Mauerbau, Stacheldraht und Kalter Krieg haben nicht
nur mein Leben, sondern auch das vieler anderer in unserem Land beeinflusst.
Dennoch möchte ich mit meinen Erzählungen nicht nur an das Leid erinnern, das in der Vergangenheit viele unter uns erlitten haben, sondern zugleich anregen, darüber nachzudenken, wo die Ursachen für Kriege liegen und etwas zu tun, damit wir Krieg und Not nicht wieder erleben müssen.
Es liegt mir am Herzen, die Menschen zu sensibilisieren für unsere Geschichte, aber auch Verständnis zu wecken für die Eltern und Großeltern. Ebenso aber für das Schicksal anderer, die heute Mitgefühl und Hilfe brauchen, besonders für die Schwächsten, die Kinder.
All diese Fragen haben mich bewogen, die Geschichte des Kriegskindes Linda aufzuschreiben, dessen Kindheit und Jugend wesentlich vom Krieg und seinen Folgen geprägt wurde. Besonders in den Seelen der Kinder hinterlassen die oft unbewussten Traumata des Krieges unheilbare Wunden, und gerade das Verdrängte wirkt ein Leben lang nach.
Das Schicksal des Waisenmädchens, das aus eigener leidvoller Erfahrung lernen musste, stark zu werden, sich selbst zu helfen und sich nicht niederdrücken zu lassen, unentwegt immer wieder aufzustehen, ist zwar von meinem eigenen Erleben und meinen Erfahrungen geprägt, aber dennoch keine Autobiografie.
Margot Jaeuthe