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Frank Märtens

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Verkehrsüberwachungsgeräte

60 Jahre PTB-Zulassungen

15,20 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-95606-456-2
Reihe: PTB-Berichte. Mechanik und Akustik (MA)
Verlag: Fachverlag NW in Carl Ed. Schünemann KG
Format: AudioCD
283 Seiten; 12.5 cm x 12.5 cm, 1. Auflage, 2019
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Hauptbeschreibung

Seit nunmehr 60 Jahren führt die PTB in Deutschland Baumusterprüfungen für die
Geschwindigkeitsmessgeräte durch, die zur amtlichen Überwachung des
Straßenverkehrs eingesetzt werden und seither einen wesentlichen Beitrag zur
Verkehrssicherheit leisten. Zum Zwecke des Erfahrungsaustausches auf Expertenebene
und zur Information der Öffentlichkeit über aktuelle Themen auf dem Gebiet der
Verkehrsüberwachung kamen Vortragende und Teilnehmer aus den Bereichen der
Polizei, der Herstellerfirmen, der Gutachter, der Eichbehörden, der universitären
Forschung, der Gerichte sowie PTB-Mitarbeiter zu einem eintägigen Seminar zusammen.
Über 130 Teilnehmer -- vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich und der
Schweiz -- besuchten diese Veranstaltung, die mit insgesamt 16 Einzelvorträgen ein
weites Spektrum an Fachthemen abdeckte.
Dass die PTB auch für die kommenden Jahre gut gerüstet ist, belegen die vorgestellten
Investitionen in eine weltweit einzigartige Mess-Infrastruktur ebenso eindrucksvoll wie
die neuesten Daten zur eingesetzten Referenzmesstechnik.
Eine wesentliche Neuerung auf dem Gebiet der Verkehrsüberwachung ist ein Messgerät
zur Abschnittskontrolle (Section Control), bei dem die vorzuwerfende
Durchschnittsgeschwindigkeit über einen Streckenabschnitt von großer Länge ermittelt
wird. An dieser Anlage durchgeführte Verkehrsflussanalysen belegen in beeindruckender
Weise die positiven Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit bei dieser erstmals in
Deutschland eingesetzten Technologie.
Die Ergebnisse von Untersuchungen an einem satellitenbasierten Videonachfahrsystem
offenbaren das hohe messtechnische Potential bei der Geschwindigkeitsmessung von
Fahrzeugen im fließenden Verkehr, auch wenn sich das System aufgrund formaler
Regelungen des Eichrechts noch nicht für die polizeiliche Einsatzpraxis nutzen lässt.
Dass es bei Laserscanner-Geschwindigkeitsmessgeräten - selbst bei einer bewussten
Fehlaufstellung - zu keiner unzulässigen Messwertabweichung kommt, haben die
vorgestellten Ergebnisse universitärer Forschung gezeigt. Der zweifelhafte bis völlig
fehlende Nutzen von Zusatzdaten, die bei der „Plausibilisierung‘‘ von
Geschwindigkeitsmesswerten herangezogen werden, wurde sowohl bei der
universitären Forschung als auch bei den naturwissenschaftlichen Betrachtungen der
PTB thematisiert. Der in einem eigenen Beitrag vorgestellte juristische Blickwinkel zeigte
die rechtlichen Gefahren einer „nachträglichen Plausibilisierung‘‘ des
Geschwindigkeitsmesswertes auf.
Die Vorträge des Polizeitechnischen Instituts und des neu gegründeten
Bundesverbandes „Verkehrssicherheitstechnik‘‘, der Seminarbeitrag zur 120-jährigen
Geschichte der Verkehrsüberwachung sowie die Präsentation des ersten
Verkehrsradarmessgerätes aus dem Jahr 1958 durch einen Polizisten in historischer
Polizeiuniform rundeten die Veranstaltung ab.