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Mareike Herrmann

Der Rücktritt im Strafrecht.

Eine kritische Analyse von § 24 StGB de lege lata und Überlegungen de lege ferenda.

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ISBN: 978-3-428-14115-9
Reihe: Kölner Kriminalwissenschaftliche Schriften
Verlag: Duncker & Humblot (Deutschland)
Format: Flexibler Einband
302 Seiten; 23.3 cm x 15.7 cm, 2013
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Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Mareike Herrmann studierte Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln von 2004 bis 2009. Seit 2005 arbeitet sie im Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln, seit 2009 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Professor Dr. Claus Kreß LL.M. (Cambridge). Dort wurde sie Ende 2012 promoviert. Zum Veröffentlichungszeitpunkt dieser Arbeit ist sie Rechtsreferendarin im Landgerichtsbezirk Köln.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführung in die Struktur des Rücktritts nach § 24 StGB

Einordnung des Rücktritts als Strafaufhebungsgrund – Die Auslegung des § 24 StGB im Lichte der ratio legis

2. Die Bedeutung der einzelnen Tatbestandsmerkmale (mit Ausnahme der Freiwilligkeit)

§ 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 1 StGB. Aufgabe der weiteren Tatausführung – § 24 Abs. 1 Satz 1 Var. 2 und § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB. Verhindern der Tatvollendung – § 24 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 StGB. Ernsthaftes Bemühen um die Verhinderung der Tatvollendung – Zusammenfassung

3. Das Freiwilligkeitsmerkmal

Zur Willensfreiheit – Der Streit um die Freiwilligkeit im Sinne von § 24 StGB – Weitere Überlegungen zum Merkmal der Freiwilligkeit

4. Zur Rechtsfolge des Rücktritts

Der Strafgrund des Versuchs im Überblick – Die ratio legis einer Rücktrittsnorm (unter Anknüpfung an die Ansichten zur Konzeption de lege lata) – Die Straflosigkeit als Rechtsfolge des Rücktritts

5. Die Rücktrittskonzeptionen, insbesondere ihre Rechtsfolgen, in anderen Rechtsordnungen

Dänemark – Frankreich – Italien – Korea – Österreich – Polen – Schweden – Schweiz – Spanien – Türkei – Corpus Juris (2000; »Florenz-Entwurf«) – IStGH-Statut – Common-law-Systeme: England und USA

6. Eigene Konzeption

Sinn und Zweck einer Rücktrittsnorm und die Rechtsfolge – Die einzelnen Voraussetzungen der Rücktrittsnorm

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Personen- und Sachverzeichnis

Hauptbeschreibung

Mareike Herrmann entwickelt in ihrer Arbeit ausgehend von der derzeitigen Fassung des § 24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Gesetzesvorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des § 24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Dabei darf er dem zufälligen Erfolgseintritt keinen Raum lassen. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.

Kurztext / Annotation

Die Autorin entwickelt ausgehend von der derzeitigen Fassung des § 24 StGB einen Reformvorschlag auf der Grundlage einer dualistischen Konzeption von Versuch und Rücktritt. Kernpunkte des Vorschlags sind hierbei die gegenüber dem geltenden Recht deutlichere Hervorhebung eines Rücktrittsvorsatzes und der Verzicht auf das Freiwilligkeitsmerkmal. Die Unterscheidung zwischen den drei Rücktrittsvarianten des § 24 Abs. 1 StGB wird eingeebnet. Stattdessen wird verlangt, dass der Versuchstäter sich um die Verhinderung der Tatvollendung bemüht, indem er bewusst eine reelle Rettungschance für das Rechtsgut bereitstellt. Daneben schlägt die Autorin vor, die starre Rechtsfolge der Straflosigkeit durch die Einführung einer obligatorischen Strafmilderung und eines fakultativen Absehens von Strafe zu ersetzen.