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Karl Friedrich Bohler; Anton Sterbling; Gerd Vonderach

Land-Berichte. Sozialwissenschaftliches Journal

Jahrgang XX, Heft 1/2017

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ISBN: 978-3-8440-5053-0
Reihe: Land-Berichte. Sozialwissenschaftliches Journal
Verlag: Shaker
Format: Flexibler Einband
110 Seiten; 21 cm x 14.8 cm, 1. Auflage, 2017
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Hauptbeschreibung

Die Zeitschrift „Land-Berichte. Sozialwissenschaftliches Journal“ dient der sozialwissenschaftlichen Bildung in einem fächerübergreifenden Verständnis. Eine besondere Aufmerksamkeit finden dabei Themen und Problemstellungen regionaler und ländlicher Lebenswelten. Die Herausgeber wollen mit einer Vielfalt von Beiträgen sozialwissenschaftlich orientierter Autoren insbesondere in diesem Umfeld Phänomene des gesellschaftlichen und kulturellen Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven darstellen und diskutieren.

Die Beiträge dieses Hefts haben einen überwiegend historischen Inhalt. Zwei Aufsätze haben das Schicksal der in dieser Zeitschrift bereits mehrfach vorgestellten Banater Schwaben in Rumänien zum Gegenstand, eine Thematik, die im folgenden Heft fortgesetzt wird. Anton Sterbling befasst sich in gestraffter Form unter dem Titel „Zeitbruch“ mit dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen für die Daseinslage der Banater Schwaben. Er hebt hervor, dass der problematische Kollektivschuldvorwurf weitreichende Weichenstellungen für die späteren Entwicklungen und für die Ausformung ihrer kollektiven Identität hatte. In ausführlicherer Weise thematisiert auch der Aufsatz von Josef Wolf unter dem Titel „Kollektivschuld, Ethnizität und Repression“ die Situation dieser deutschen Volksgruppe in der schicksalhaften Zeit von 1944 bis 1948. In diesem Heft behandelt der erste Teil des Beitrags die Flucht und politische Entrechtung der Banater Schwaben, während der im folgenden Heft erscheinende zweite Teil auf deren Deportation und ihre folgenreiche Landenteignung eingeht.

Fortgesetzt wird die in den Heften 1/2016 und 2/2016 begonnene Reihe „Pionierwerke der ländlichen Sozialforschung“. Karl Friedrich Bohler stellt Maria Bidlingmeiers bereits 1918 erschienene gehaltvolle Studie über die Situation und Verhaltensweisen der Bäuerinnen in zwei natur- und sozialräumlich unterschiedlichen württembergischen Gemeinden vor. Andrzej Kaleta erinnert an die in mehreren Bänden 1918 bis 1920 erschienene Studie „The Polish Peasant in Europe and America“ von William Thomas und Florian Znaniecki, die der Entwicklung sowohl der soziologischen Theorie als auch der empirischen Forschung wichtige Impulse vermittelte. Immer noch spannend zu lesen ist die 1933 erschienene Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ einer jungen Wiener Forschergruppe um Marie Jahoda und Paul F. Lazarsfeld. Sie gilt als ein Klassiker der Arbeitslosenforschung, ist aber zugleich eine aussagestarke Studie der ländlichen Sozialforschung über ein von Arbeitslosigkeit betroffenes Fabrikdorf.

Außerdem werden auch in diesem Heft einige bemerkenswerte neuere Buchveröffentlichungen zu verschiedenen Themenfeldern vorgestellt.