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Anleihen 2012

Finanzierung für den Mittelstand

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ISBN: 978-3-943021-22-6
Reihe: GoingPublic Magazin Special
Verlag: Going Public Media
Format: Geheftet Broschüren oder Hefte
108 Seiten; 297 mm x 210 mm, 2012, 2012
weitere Reihen   

Kurztext / Annotation

Unternehmensanleihen waren gerade für den Mittelstand der bestimmende Finanzierungstrend des Jahres 2011. Sowohl börsennotierte als auch nicht gelistete Unternehmen emittierten Bonds, deren Volumen sich meist zwischen 10 und 100 Mio. EUR bewegte. Zwar konnten nicht alle Emittenten die angestrebte Anleihesumme platzieren, doch fanden die Bonds in den meisten Fällen ihre Käufer – darunter sowohl institutionelle als auch private Investoren. Unterstützt wurde der Trend durch die Börsen, die spezielle Plattformen wie Bondm oder den Entry Standard für Anleihen schufen. Geringere Publizitätsvorschriften, unter bestimmten Voraussetzungen auch der Verzicht auf ein Rating solle (potenziellen) Emittenten den Weg an den Kapitalmarkt erleichtern. Doch die vereinfachten Zugangsvoraussetzungen, niedrigere Transparenzlevel, geringe Bonitäten und nicht zuletzt die große Volatilität an den Kapitalmärkten schlugen sich besonders in der zweiten Jahreshälfte in sehr hohen Kupons, teilweise sogar im zweistelligen Bereich, nieder. Was die Anleger freut, bedeutet für die Gesellschaften steigende Kapitalkosten. Dass trotz dieser hohen Finanzierungskosten der Bondmarkt nicht einbrach, deutet darauf hin, dass das Thema für (mittelständische) Unternehmen weiterhin interessant bleibt.

Seit Mai 2011 berichtet die Redaktion des GoingPublic Magazins im E-Mail-Newsletter BondGuide 14-tägig in Nachrichten und Analysen über die neuesten Entwicklungen auf dem Anleihemarkt. In diesem Kontext erscheint das Special „Anleihen 2012“ als Nachschlagewerk für Emittenten und Investoren.

Inhaltsverzeichnis

3 Editorial
Betreutes Emittieren


Grundlagen

6 Reifeprüfung
Mittelstandsanleihen etablieren sich – doch es gibt noch genug zu tun
10 Die deutschen „Mittelstandsbörsen“
Überblick über Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten
Peter Thilo Hasler, Blättchen & Partner
14 Qualität macht den Unterschied
Untersuchung der Performances an den Mittelstandssegmenten
Dennis Volter, Conpair
18 Hochzinsanleihen im Jahr 2012
Eine Grundeinschätzung
Holger Clemens Hinz, Christopher Johannson, quirin bank
22 „Eine Anleihe ist mitunter sogar ein Muss für einen Buy-out“
Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Blättchen, Gründer und Gesellschafter, Blättchen Financial Advisory, Alexander von Preysing, Head of Issuer Services, Deutsche Börse
24 Prime Standard für Anleihen
Das Fremdfinanzierungs-
angebot für Mid- und Large-Caps
Barbara Georg, Michael Rieß, Deutsche Börse
28 Kapital für den Mittelstand
m:access bonds
Dr. Rainer Wienke, Bayerische Börse
32 „Private Anleger auf Augenhöhe mit institutionellen Investoren bringen“
Interview mit Sabine Traub, Leiterin Primary Market Group,
Börse Stuttgart
34 Verwahrung, Zahlstelle, Übertragung
Technische Voraussetzungen für die Emission von Inhaber-Schuldverschreibungen
Niels Ackermann
Bankhaus Neelmeyer


Platzierung & Handel

36 Home Run
Die potenzielle Zielgruppe für den Prime Standard für Unternehmensanleihen
Uwe Nespethal,
Prof. Dr. Wolfgang Blättchen,
Blättchen Financial Advisory
40 Fit für die Anleihe-Emission
Intelligente Vorbereitung und der richtige Emissionsmanager als Erfolgsfaktoren
Jessica Ries, youmex
44 „Keine spezielle Börsenbrille auf für potenzielle Emittenten“
Interview mit Florian Weber, Vorstandsvorsitzender, Schnigge Wertpapierhandelsbank
48 Liquider als gedacht?
Handelsvolumen, Umschlagshäufigkeit und Handelstätigkeit bei Mittelstandsanleihen
Ralf Meinerzag, Steubing
50 „Lernprozess des Marktes“
Interview mit Thomas Kaufmann, Leiter Debt Markets, Raimar Bock,
Leiter Sales, Close Brothers Seydler Bank
52 Paradigmenwechsel
Sowohl im Finanzmarkt als auch bei Anleiheemissionen
Christopher Wanzel, FMS
54 „2010 gab es wenige bis gar keine Alternativen – das ist heute anders"
Interview mit Tilo Kraus, Managing Director Capital Markets, IKB Deutsche Industriebank


Rating, Research & Kommunikation

56 Credit Research
Nutzen und Bedeutung für eine erfolgreiche Emission
Manuel Hölzle, GBC
58 Die Aussagekraft von Ratingklassen
Wird bei der Vermarktung von Mittelstandsanleihen die Sicherheit eines DAX-Unternehmens suggeriert?
Jens Hecht, Kirchhoff Consult
60 Standpunkt
Käuferstreik … oder schon wieder das Ende einer Entwicklung?
Ralf Frank, DVFA
62 Segment mit viel Potenzial
5-Punkte-Programm für die Weiterentwicklung der Mittelstandsanleihen
Arne Laarveld, Frank Heun, equinet Bank


Legal

64 Anleihebedingungen und Anleihestrukturen
Anforderungen der Emittenten, Investoren und anderer Kapitalgeber aufeinander abstimmen
Dr. Anne de Boer, GSK Stockmann + Kollegen
66 Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen
Folgepflichten für Emittenten
Madeleine Zipperle, Dr. Thorsten Kuthe, Heuking Kühn Lüer Wojtek
68 Zwei Wege führen zum Ziel
Der Prime Standard für Anleihen
Philipp Melzer, CMS Hasche Sigle
70 Damit aus „Altanleihen“ keine Altlasten werden
Die Restrukturierung von Anleihen
Dr. Christian Becker, Dr. Christian Schröder, GÖRG Rechtsanwälte
72 Aus Alt mach Neu
Die Umsetzung einer Anleiherestrukturierung durch einen Debt-to-Equity-Swap
Barbara Klein, bdp Bormann, Demant & Partner
74 Zeitrahmen, Covenants und Kosten
Praktische Fragen bei der Prospekterstellung für Anleiheemissionen
Dr. Alexander Thomas, Mayrhofer + Partner
76 POSI-tiv vorbeugen
Prospekthaftung bei Anleihen – ein oft vernachlässigtes Risiko
Olaf Jonda, DUAL Deutschland
78 Weg von Covenants light
Vom Sinn und Unsinn der Anleiheklauseln
Dr. Frank Peter Regelin, Dr. Sascha Grimm, Norton Rose


Investment

80 Von A wie Alternative bis Z wie Zuspruch
Emittentenumfrage ergibt: Anleihe ist unverzichtbare Maßnahme zur Refinanzierung
84 „Jeder investierte Euro soll im ersten Jahr 20 bis 30 Cent bringen“
Interview mit Michael Negel, Vorstand, HPI
86 „Die Transparenz bei hochwertigen Unternehmen ist besser als bei Staatsanleihen“
Interview mit Allan Valentiner, Geschäftsführer, Johannes Führ, Gründer, Joh. Führ Asset Management
89 Selbstläufer Fan-Anleihe?
Betrachtungen aus der Praxis von „Fußball-Anleihen“
Günter Jucho, Jucho & Kollegen
92 „Zinsloses Risiko bei Staatsanleihen“
Interview mit Thorsten Vetter, Portfoliomanager,
Flossbach von Storch
94 „Fantastische Investmentgelegenheiten bei Hochzins-Unternehmensanleihen“
Interview mit Jeremy Cunningham, Senior Portfolio Manager Fixed Income Europe, ACM Bernstein
96 Notierte Mittelstandsanleihen

98 Aktuelle Emissionen,
Rendite-Rating-Matrix Mittelstandsanleihe, League Tables der wichtigsten Player am Bondmarkt


Service

100 Sponsoren der Ausgabe im Portrait

104 Literatur

106 Glossar

105 Impressum


Einführung oder Vorwort

Editorial

Betreutes Emittieren

Liebe Leserinnen und Leser,

stellen Sie sich vor, es herrscht Verwirrung, aber niemanden interessiert’s. Eine Studie, die Sie im weiteren Verlauf dieser Sonderausgabe mehrfach zitiert finden, kommt zum nüchternen Ergebnis: „Investoren sind nicht so bonitätssensibel wie bisher in der Theorie angenommen, es bestehen nur schwache Korrelationen zwischen Ausfallwahrscheinlichkeit und Kupon bzw. Rendite.“ Übersetzt: Ratings sind keine sonderliche Hilfe. Kein Wunder, sind sie doch eine Rückspiegelbetrachtung. Das erklärt jedoch nicht, weshalb institutionelle Investoren nach wie vor per Gesetzeslage mit Argusaugen auf die semigöttlichen Bonitätsnoten achten müssen, um ihre Anlagevorschriften nicht zu verletzen. Das Korsett ist so löchrig wie nur irgendwas, wie auch unser Rechenbeispiel auf Seite 7 mit Payom Solar zeigt.

Doch genug des Rating Bashings. Dass sich hier etwas tun muss, ist bereits durchgedrungen. Mit den DVFA- und EDG-Kennzahlen sind viel versprechende Initiativen auf die Schiene gesetzt. Mit zunehmender Anzahl an Mittelstandsanleihen – derzeit schon knapp über 40 – wird zudem mehr und mehr Credit Research angeboten und hoffentlich auch nachgefragt. Die Zeiten der Pionieremissionen, wie anfänglich vor allem am Stuttgarter Bondm, sind vorbei: Anleiheemissionen ohne jedwede Kreditklauseln (Covenants), nachrangigst ohnehin, und mit irreführender Holding- oder Eigentümerstruktur (vor allem Katjes, Underberg o.Ä.) wird es so nicht mehr geben. Man muss sagen: zum Glück.

Es hat sich also schon einiges getan seit unserer Bestandsaufnahme vor einem Jahr, und vieles wird sich auch in den kommenden zwölf Monaten noch ändern, ja ändern müssen, wenn der Katzenjammer bei ersten Ausfällen notierter Anleihen – unsere Prognose: in den nächsten 12 bis 18 Monaten der Fall – nicht zu einem ausgewachsenen Kater heranwachsen soll. Mit den Forderungen der DVFA (siehe auch Seite 60) kann man nur voll und ganz konform gehen:

- Was spricht gegen quasi-obligatorische Pressekonferenzen bei einer Emission, wie sie bei IPOs gang und gäbe sind?
- Sollten Emittenten nicht einen spezifizierten Ansprechpartner für ihre Anleihe(n) haben, ähnlich dem IR-Manager?
- Müssen Equity- und Fixed Income-Investoren nicht gleichermaßen (gut) behandelt werden?
- Sollten bondspezifische Kennzahlen nicht Pflicht sein, so dass jeder, der möchte, sein eigenes Ratingmodell (wichtig für Institutionelle) pflegen kann?

Zugegeben, das klingt aufwändig. Aber 50 Mio. EUR (der aktuelle Mittelwert) an Fremdkapital einsammeln und dann nie wieder etwas von sich hören lassen, geht einfach gar nicht. Ein Grund mehr, weshalb die „betreute Eigenemission“ der Mindeststandard sein sollte, egal ob der Betreuer sich nun Coach, Listing Partner, Emissionsexperte oder Kapitalmarktpartner nennt. Hauptsache, er weiß, was er tut, und kann es guten Gewissens verantworten. Mehr wollen wir gar nicht.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen

Falko Bozicevic
Chefredakteur GoingPublic Magazin