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BDO Austria GmbH

Start-up Guide

Von der Idee zum Business

27,50 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-7041-0699-5
Verlag: dbv-Verlag
Format: Buch
141 Seiten; 24 cm x 17 cm, 2017. Auflage, 2017

Hauptbeschreibung

Das neue Handbuch gibt einen guten Überblick über die wesentlichen rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen für Start-ups. Beginnend bei der Struktur des Businessplans, der richtigen Rechtsformwahl über Gewerbe- und Markenrecht bis hin zu steuerlichen und rechtlichen Themen für die Beschäftigung der ersten Mitarbeiter liefert dieser Leitfaden Informationen zu den wichtigsten Themen.

Tipps und Beispiele zeigen welche Gründungsfehler es zu vermeiden gilt und wie der Start-up-Motor so richtig ins Laufen kommt.

• Von der Idee zum Businessplan
• Rechtsformen im Vergleich: Grundlagen, Geschäftsführung und Vertretung, Haftung, Rechnungslegung, Steuern & Sozialversicherung
• Die GmbH im Detail
• Gewerberecht
• Geistiges Eigentum
• E-Commerce
• Allgemeine Geschäftsbedingungen
• Mitarbeiter inkl Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Kurztext / Annotation

Zielgruppe: Gründer, Banken und Berater

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1 Von der Idee zum Businessplan

Kapitel 2 Rechtsformwahl

2.1 Überblick
2.2 Einzelunternehmer und Personengesellschaften
2.2.1 Einzelunternehmer
2.2.2 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR)
2.2.3 Offene Gesellschaft (OG)
2.2.4 Kommanditgesellschaft (KG)
2.3 Kapitalgesellschaften
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Gründung einer GmbH
2.3.3 Gründung einer AG
2.3.4 Wesentliche Unterschiede zwischen GmbH und AG
2.3.5 Überblick Rechnungslegung, Steuern & Sozialversicherung

Kapitel 3 GmbH im Detail

3.1 Grundlagen
3.1.1 Das Stammkapital
3.1.2 Beschränkte Haftung
3.2 Gründung
3.2.1 Gründungsablauf
3.2.2 Gesellschaftsvertrag, Errichtungserklärung und Gesellschaftervereinbarung
3.3 Organe
3.3.1 Generalversammlung
3.3.2 Geschäftsführer
3.3.3 Aufsichtsrat
3.4 Haftungsregime
3.4.1 Haftung der Gesellschafter
3.4.2 Haftung der Geschäftsführer
3.4.3 Haftung der Aufsichtsratsmitglieder
3.5 Kapitalerhaltung und Einlagenrückgewähr
3.6 Exkurs: Die GmbH in der Krise
3.6.1 Einberufungspflichten und Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
3.6.2 Eigenkapitalersatzrecht (EKEG)
3.6.3 Insolvenzanmeldung
3.7 Buchführung und Rechnungslegung
3.8 Steuerrecht
3.8.1 Grundlagen
3.8.2 Körperschaftsteuer
3.8.3 Besteuerung von Gesellschaftern, Geschäftsführern und Angestellten
3.8.4 Steuererklärungen und Vorauszahlungen
3.8.5 Umsatzsteuer
3.8.6 Exkurs: NeuFöG

Kapitel 4 Der laufende Geschäftsbetrieb

4.1 Gewerberecht
4.1.1 Einleitung
4.1.2 Gewerbeberechtigung
4.1.3 Betriebsanlagengenehmigung
4.2 Geistiges Eigentum
4.2.1 Marken
4.2.2 Domains
4.2.3 Musterschutzrecht
4.2.4 Patente und Gebrauchsmuster
4.2.5 Urheberrecht
4.3 E-Commerce
4.3.1 Impressum und Informationspflicht
4.3.2 Fernabsatz
4.3.3 E-Mail Werbung
4.3.4 Telefonische Werbung
4.4 Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
4.4.1 Allgemeines
4.4.2 Kontrolle
4.5 Mitarbeiter
4.5.1 Allgemeines
4.5.2 Individualarbeitsrecht (Arbeitsverhältnisse)
4.5.3 Kollektives Arbeitsrecht
4.5.4 Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Anhang
Stichwortverzeichnis

Textauszug

Kapitel 4: Der laufende Geschäftsbetrieb

4.1 Gewerberecht
4.1.1 Einleitung

Das Gewerberecht befasst sich mit den Voraussetzungen zur Ausübung eines Gewerbes im Sinne der Gewerbeordnung (GewO). Neben bestimmten persönlichen Voraussetzungen des Unternehmers (etwa der fachlichen Befähigung) muss auch die Betriebsanlage bestimmten Anforderungen entsprechen.
Die GewO ist anwendbar, wenn eine bestimmte Tätigkeit gewerbsmäßig ausgeübt wird. Dies ist dann der Fall, wenn die betreffende Tätigkeit

1. selbständig,
2. regelmäßig und
3. mit Gewinnabsicht ausgeübt wird.

Unabhängig davon schließt die GewO bestimmte Tätigkeiten generell von ihrem Anwendungsbereich aus, etwa die Landwirtschaft oder das Bankwesen.

Achtung: Unternehmerische Tätigkeit ≠ gewerbsmäßige Tätigkeit:
Auch wenn eine gewerbsmäßige Tätigkeit meist auch eine unternehmerische Tätigkeit ist (und umgekehrt), sind diese Begriffe abzugrenzen: Eine unternehmerische Tätigkeit führt zur Anwendung privatrechtlicher Sonderregeln im Rechtsverkehr (etwa zur Anwendbarkeit des UGB oder des UN-Kaufrechts), eine gewerbsmäßige Tätigkeit dagegen zur Anwendung der GewO.

4.1.2 Gewerbeberechtigung
4.1.2.1 Allgemeine Zugangsvoraussetzungen

Die GewO unterscheidet grundsätzlich zwischen allgemeinen und besonderen Voraussetzungen für das Erlangen und Halten einer Gewerbeberechtigung. Während die allgemeinen Voraussetzungen stets zu erfüllen sind, sind besondere Voraussetzungen bei reglementierten Gewerben zu berücksichtigen; darunter fallen etwa
erforderliche Befähigungsnachweise (siehe Punkt 4.1.2.2).

Die GewO zählt allgemeine Gewerbevoraussetzungen abschließend auf wie folgt:
- Vollendung des 18. Lebensjahrs;
- EU/EWR- oder Schweizer Staatsangehörigkeit (Drittstaatsangehörigkeit nur mit entsprechendem Aufenthaltstitel) sowie Wohnsitz in Österreich, in der EU/EWR oder in der Schweiz;
- Nichtvorliegen von sogenannten „Gewerbeausschlussgründen“.

Zu den Gewerbeausschlussgründen können zusammengefasst die folgenden wichtigsten Fälle genannt werden: Personen, die aufgrund von bestimmten Delikten
(etwa Schmuggel, Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen oder Schwarzarbeit) oder generell zu einer mehr als dreimonatigen Freiheitsstrafe verurteilt wurden, können kein Gewerbe ausüben, solange die entsprechend verhängte Strafe nicht getilgt wurde. Dasselbe gilt für Personen, über die ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder über die mangels Vermögens kein Insolvenzverfahren eröffnet werden konnte (Insolvenzabweisung mangels Masse).

TIPP: Liegen die oben erwähnten Gewerbeausschlussgründe bei einer Person vor, kann die Behörde aber ausnahmsweise Nachsicht vom Gewerbeausschlussgrund erteilen. Kann bei natürlichen Personen der individuelle Befähigungsnachweis nicht erbracht werden, so muss der Antragsteller einen sogenannten gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen, der seinerseits den Befähigungsnachweis erbringen kann (sogenannte „Supplierung“).

4.1.2.2 Freie und reglementierte Gewerbe

Ein „reglementiertes Gewerbe“ ist ein Gewerbe, dessen Aufnahme nur nach Erbringen eines Befähigungsnachweises durch den Gewerbetreibenden erlaubt ist (besondere Zugangsvoraussetzungen).
Die reglementierten Gewerbe sind in der GewO abschließend aufgezählt. Eine ursprünglich geplante Reduktion der reglementierten Gewerbe wurde vom Gesetzgeber auch im Zuge der 2017 umgesetzten Reform der GewO nicht verwirklicht. Nach derzeitigem Stand gibt es 82 reglementierte Gewerbe. Alle dort nicht genannten
Gewerbe sind „freie Gewerbe“. Die Praxis orientiert sich an der bundeseinheitlichen Liste der freien Gewerbe, die auf der Website des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (www.bmwfw.gv.at) abrufbar ist. Ein freies Gewerbe kann ohne Befähigungsnachweis ausgeübt werden.
Wer ein reglementiertes Gewerbe ausüben will, muss seine Befähigung zur Ausübung dieses Gewerbes nachweisen. Für jedes reglementierte Gewerbe besteht eine eigene Verordnung, die regelt, in welchen Fällen die Befähigung jedenfalls vorliegt („genereller Befähigungsnachweis“). In diesem Zusammenhang wird idR ein Lehrabschluss, eine Meisterprüfung, ein Hochschulstudium oder einschlägige praktische Erfahrung vorausgesetzt.
Wer den generellen Befähigungsnachweis für ein bestimmtes Gewerbe nicht erbringen kann, kann auch einen sogenannten „individuellen Befähigungsnachweis“ erbringen. Hierfür hat der Antragsteller nachzuweisen, dass er über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die für die Ausübung des betreffenden Gewerbes notwendig sind.

Achtung: Will der Anmelder einen individuellen Befähigungsnachweis antreten, muss er nach erfolgter Anmeldung mit der Aufnahme der Tätigkeit solange zuwarten, bis die Behörde die Zulässigkeit des individuellen Befähigungsnachweises bestätigt.

Einführung oder Vorwort

Start-ups sind die Motoren der Unternehmensgründungen in Österreich. Mitentscheidend für eine erfolgreiche Gründung ist das richtige rechtliche und steuerliche Set-up des Start-ups. Es lauern nicht wenige Stolperfallen auf dem Weg zur erfolgreichen Gründung und trotz so mancher Initiative sind noch nicht alle Bürokratiedschungel gerodet. Besser früher informiert sein und Gründungshürden erfolgreich überspringen.
Das vorliegende Handbuch soll einen Überblick über die wesentlichen rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen geben. Beginnend bei der Struktur des Business Plans, der richtigen Rechtsformwahl über Gewerbe- und Markenrecht bis hin zu steuerlichen und rechtlichen Themen für die Beschäftigung der ersten Mitarbeiter liefert dieser Leitfaden Informationen zu den wichtigsten Themen. Tipps und Beispiele sowie Hinweise zeigen welche Gründungsfehler es zu vermeiden gilt und wie der Start-up-Motor so richtig ins Laufen kommt.
Das Autorenteam verfügt über mehrjährige Erfahrung bei der Gründung und Betreuung von Start-ups und hat die daraus gewonnenen praktischen Erfahrungen in dieses Handbuch einfließen lassen.

Wien, im November 2017 Berndt Zinnöcker / Roman Rericha