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Alexander Guzewicz

Von der Kunst Pariserinnen zu küssen

5,10 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-939984-26-9
Reihe: edition STADT bild
Verlag: eure-l verlag
Format: E-Book Text (PDF (mit DRM) sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
128 Seiten, 1. Auflage, 2012
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Inhaltsverzeichnis

1;Pariserinnen küssen_Cover;1
2;Kunst Pariserinnen küssen_eBook;2

Kurztext / Annotation

Wer von Paris spricht, denkt dabei oft an die 'Stadt der Liebe'. Warum die Franzosen darüber nicht begeistert sind und wie man es schafft, ihr Herz zu gewinnen, beschreibt Alexander Guzewicz. Er lebt seit einigen Jahren in Paris und hat sich sofort in die Stadt verliebt. Abseits der üblichen Klischees beschreibt er sehr lebendig und mit einer Briese Selbstironie, wann man beispielsweise zu einem rendez-vous auftauchen sollte und wann es wieder Zeit ist zu gehen.

Alexander Guzewicz ist in der Nähe von Heidelberg aufgewachsen und hat dort eine juristische Ausbildung beim Land Baden-Württemberg absolviert. Er hat schon sehr früh, im Alter von fünfzehn Jahren, mit dem Schreiben begonnen. Alexander Guzewicz lebt und arbeitet heute in Paris.

Textauszug

2 Wohnung

I ch ziehe nach Paris. Das war ein Gedanke, an den ich mich erst einmal gewöhnen musste, nachdem ich mich dort auf die Stelle beworben hatte. Gut, ich war schon neunmal zuvor länger als einen Tag in Paris gewesen, aber ein Umzug von Berlin nach Paris ist etwas anderes.

Das war klar.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich in der Schule das Handtuch bei Französisch schon sehr schnell geschmissen habe. Aber nun gut, ich war bereit, das Abenteuer einzugehen.

Vorbereitet habe ich mich mit einem Intensivkurs in Französisch, aber gebracht hat das nur eine Einstiegserleichterung. Eine kleine Öffnung in einem Tor zur neuen, unbekannten Welt.

So muss sich früher ein Entdecker gefühlt haben.

Von Berlin aus versuchte ich eine Wohnung in Paris zu bekommen. Gut, ich war ziemlich blauäugig am Anfang und legte deutsche Maßstäbe für die Mieten an. Im Internet hatte ich schon mal nach Wohnungen gesucht, aber nichts Passendes gefunden. Dann sollte mir ein deutscher Makler helfen, der schon lange in Paris lebte.

Ich schrieb ihm also eine Mail mit meinen Wünschen und wartete auf seine Antwort, die nie kam!

Auch per Telefon war kein Durchkommen und seine Sekretärin hat offensichtlich meine Anrufe nicht an ihn weitergegeben. So dachte ich jedenfalls, bis ich mit zwei Kartons, einem PC und einigen Taschen bei ihm auf der Matte stehe. Das Büro liegt in einem Hinterhof und der Typ ist ein ergrauter Hippie, der die Ruhe offensichtlich weghat.

Die Wohnungen, die er mir dann zeigt, sind über die ganze Pariser Fläche verteilt und ich merke zum ersten Mal, dass ich keinen blassen Schimmer von der Stadt habe.

Als Tourist sieht man die Welt mit anderen Augen.

Die erste Wohnung ist gerade mal zwanzig Quadratmeter groß und Küche, WC und Schlaf/Wohnzimmer sind ein einziger Raum in einem Hinterhof. Das Klo ist nur mit einem Duschvorhang vom Rest der 'Wohnung' abgetrennt.

Miete: 840 Euro.

Mir ist bei so einem teuren Wohnklo zum Heulen zumute.

Die nächste Wohnung gehört einer Brasilianerin, die gerade für ein paar Monate in ihre Heimat gereist ist. Aber die Kondome unter der Ausziehcouch sagen mir nicht zu, und so geht es zur nächsten Wohnung, und zur nächsten, und so weiter.

Irgendwann habe ich dann meine 'Traumwohnung' im 14. Arrondissement gefunden. Sie hat immerhin schon zwei Zimmer und ist in einer ruhigen Seitengasse bei Denfert-Rochereau gelegen, also sehr zentral und lebendig.

Aber jetzt geht die Suche nach einer endgültigen Bleibe in Paris erst richtig los. Der Vertrag wird nämlich nur für drei Monate geschlossen, und was ich dafür bezahlen soll, steht noch auf einem anderen Blatt. Neben Miete und Kaution kommt nämlich auch noch eine gesalzene Rechnung vom Makler.

Als die drei Monate fast vorbei sind, sehe ich mir eine weitere Wohnung im 14 . Arrondissement an.

An dieses Quartier habe ich mich langsam gewöhnt. Es bietet gleich mehrere Vorteile: Beide Flughäfen sind leicht und ohne Umsteigen zu erreichen und die Geschäfte haben auch am Sonntag bis 22:00 Uhr geöffnet.

Aber die Wohnung, die ich mir ansehe, hat keine Kücheneinrichtung und ich frage - naiv, wie ich bin - ob die Vermieterin bereit ist, eine Küche einbauen zu lassen.

Die Wohnung ist weg.

Wer sich keine Küche leisten kann, ist es nicht wert, dort zu wohnen.

Gut, aus Erfahrungen wird man klüger.

Die nächste Wohnung, die ich mir ansehen soll, ist im 16. Arrondissement.

Dahin wollte ich auf gar keinen Fall.

Dem Arrondissement eilt nämlich der Ruf voraus, dass es nicht nur super-nobel, sondern auch verdammt ruhig ist. Manche auf der Arbeit sprechen auch spöttisch von den vornehmen Damen mit auftoupiertem Haar. Ich bin also nicht gerade begeistert, und auch hier ist die Küche ohne Gerä

Langtext

Wer von Paris spricht, denkt dabei oft an die "Stadt der Liebe". Warum die Franzosen darüber nicht begeistert sind und wie man es schafft, ihr Herz zu gewinnen, beschreibt Alexander Guzewicz. Er lebt seit einigen Jahren in Paris und hat sich sofort in die Stadt verliebt. Abseits der üblichen Klischees beschreibt er sehr lebendig und mit einer Briese Selbstironie, wann man beispielsweise zu einem rendez-vous auftauchen sollte und wann es wieder Zeit ist zu gehen.

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Herausgeber/Autor


Mitarbeiter

Mit Fotografien von: Ralf Hettich