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Alexander Guzewicz

Venedigs Mörder

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ISBN: 978-3-939984-23-8
Verlag: eure-l verlag
Format: E-Book Text (PDF (mit DRM) sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
280 Seiten, 1. Auflage, 2012

Inhaltsverzeichnis

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Kurztext / Annotation

Alle Welt ist von dem grausamen Mord in der Lagune schockiert - nur die Venezianer selbst nicht. Mario Giustian ist mit der Aufklärung des Falles beauftragt und stellt bald fest, dass es hier um mehr als nur einen Mord geht. Der Mörder hinterlässt keine Spuren, außer denen, die man finden sollte - Spuren aus Blut. Plötzlich nimmt der Fall eine entscheidende Wende, die Giustian auch emotional an den Mörder bindet. Ist es da bereits zu spät für ihn?

Alexander Guzewicz ist in der Nähe von Heidelberg aufgewachsen und hat dort eine juristische Ausbildung beim Land Baden-Württemberg absolviert. Er hat schon sehr früh, im Alter von fünfzehn Jahren, mit dem Schreiben begonnen.

Textauszug


E r schnappte nach Luft, inhalierte sie tief, um das Unvermeidliche zu unterdrücken.

Natürlich wusste er, woher die stechende Übelkeit kam, aber das half ihm nicht, wenn er über seiner Toilettenschüssel hing und würgte.

Er fühlte nur noch die innere Leere, ein schwarzes Loch, in das er schon vor Wochen hineingefallen war. Er hatte keine Lust mehr, jeden Morgen dieselbe Prozedur zu ertragen.

Er betrachtete sich im Spiegel, war, bis auf die dunklen Augenringe, die er seit Tagen ignorierte, mit sich und seinem sportlichen Körper zufrieden, obwohl er schon seit Monaten nicht mehr sein Fitnessprogramm absolviert hatte, das er früher so verbissen Tag für Tag durchgezogen hatte.

Er hielt den Kopf unter das frische, kalte Wasser, das ihm guttat. Er hörte, wie sein Handy klingelte, raste durch die kleine Zweizimmerwohnung, zu seinem Nachttisch, auf dem das Handy vibrierte.

Ein Kollege aus der Einsatzzentrale, dessen Name er nicht verstanden hatte, teilte ihm mit knappen Worten einen Mord im Parco delle Rimembranze mit, den er mit einem Motoscafo erreichen würde, das ihn in weniger als einer Viertelstunde abholen würde.

Hastig zog er seine Uniform über den Slip, gelte sein dunkles Haar nach hinten und strich sich über den Dreitagebart, den er heute eigentlich abrasieren wollte.

Der Parco delle Rimembranze lag jetzt in einem wunderschönen Licht. Die morgendliche Frühlingssonne tauchte die Bäume und den Schnee in ein warmes goldgelb, das die Schneedecke bald zum Schmelzen bringen würde. Die Bäume trugen schon vereinzelt kleine Blätter, die im kühlen Meereswind hin und her tanzten. Hinter einer mit Plastikplanen verhüllten Bauabsperrung wimmelte es von Carabinieri, die ein kleines Gebiet notdürftig mit rotweißem Band abgegrenzt hatten.

Die unterdrückte Übelkeit kehrte blitzartig zurück, als er sich dem Tatort bis auf wenige Schritte genähert hatte.

Ein älterer Mann, er schätzte ihn auf Ende siebzig, war auf grausamste Weise mit einem stumpfen Gegenstand zugerichtet worden.

Überall innerhalb der Absperrung waren blutige Fleischstücke verstreut, die den angetauten Schnee in ein dunkles Rot färbten. Die Augen des Opfers waren ausgestochen worden und lagen neben ihm im Schnee.

Für die anderen völlig überraschend schlüpfte Giustian hastig unter der Banderole hindurch.

Er schaffte es gerade noch bis zu einem immergrünen Busch, bevor er sich in die dünne Schneeschicht erbrach.

Nachdem es ihm wieder besser ging und sich sein Magen beruhigt hatte, bedeckte er die Stelle notdürftig mit dem losen Schnee und kehrte wieder zu seinen Kollegen zurück.

"Das sieht nicht gerade nach einem Raubmord aus. Wer hat ihn eigentlich gefunden?" Mario Giustian sah fragend in die Runde, bis sich ein junger Brigadiere meldete.

Wortlos zeigte er auf eine ältere Dame, die zusammengekauert auf einer Holzbank ein Stückchen abseits saß.

Ein etwas untersetzter Carabiniere flüsterte ihr beruhigende Worte zu, während der Hund der älteren Dame brav auf ihrem Schoß lag.

"Ich werde mich um sie kümmern. Ist die Spurensicherung schon informiert? Haben Sie den Mann bereits identifiziert?"

"Nein, Maresciallo Capo. Wir wollten auf Sie warten. Wir haben nichts berührt, die Spurensicherung ist verständigt und auf dem Weg hierher", antwortete der junge Beamte.

Die ältere Dame schien ungefähr im selben Alter zu sein wie das Opfer. Sie war etwas altmodisch gekleidet, aber ihre Haut war erstaunlich feinporig und frisch. Sie hatte sich leicht geschminkt, sehr dezent, aber doch sichtbar.

Giustian setzte sich neben sie, schwieg und beobachtete den Tatort, sah, wie die Spurensicherung eintraf und mit ihrer Arbeit begann. Dann beobachtete er sie, wie sie mit leeren Augen in den Schnee starrte, völlig fassungslos.

"Furchtbar, wozu Menschen in der Lage sind." Seine Stimme war völlig ruh

Langtext

Alle Welt ist von dem grausamen Mord in der Lagune schockiert - nur die Venezianer selbst nicht. Mario Giustian ist mit der Aufklärung des Falles beauftragt und stellt bald fest, dass es hier um mehr als nur einen Mord geht.
Der Mörder hinterlässt keine Spuren, außer denen, die man finden sollte - Spuren aus Blut.
Plötzlich nimmt der Fall eine entscheidende Wende, die Giustian auch emotional an den Mörder bindet. Ist es da bereits zu spät für ihn?

Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Herausgeber/Autor


Mitarbeiter

Mit Fotografien von: Mirjam Hempel