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Alexander Guzewicz

Mordlast

Ein Ólafur Davídsson Roman

5,10 EUR inkl. MwSt.
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ISBN: 978-3-939984-22-1
Verlag: eure-l verlag
Format: E-Book Text (PDF (mit DRM) sofort downloaden
Downloads sind nur in Österreich möglich!)
280 Seiten, 1. Auflage, 2012

Inhaltsverzeichnis

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Kurztext / Annotation

language="ger">In einem beinahe vergessenen Betongebilde aus Deutschlands düsterster Zeit wird ein Mann im besten Alter ermordet. Ólafur Davídsson ahnt, dass die Geschichte des Tatorts mit dem Mord in einem Zusammenhang steht. Sein Verdacht wird bestätigt, als sich herausstellt, dass das Opfer ein beispielloses Doppelleben geführt hatte: Ein Leben in der Vergangenheit und das moderne Leben eines Künstlers. Ist das ein Mordmotiv? Davídsson versucht diese Frage zu klären, indem er herauszufinden versucht, in welchem Leben das Opfer seinem Mörder begegnet ist. Als er zu verstehen beginnt, was es mit dem Doppelleben des Opfers auf sich hat, begeht die Hauptverdächtige Selbstmord in ihrer Zelle und die Suche nach der Wahrheit beginnt erneut im Sumpf der Vergangenheit.

Alexander Guzewicz ist in der Nähe von Heidelberg aufgewachsen und hat dort eine juristische Ausbildung beim Land Baden-Württemberg absolviert. Er hat schon sehr früh, im Alter von fünfzehn Jahren, mit dem Schreiben begonnen.

Textauszug

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7

Ó lafur Davídsson hatte Evelyn Schrauder durch die summende Tür gehen sehen. Das rote Licht, das anzeigte, dass der Verhörraum Nummer drei besetzt war, brannte auch jetzt noch. Sie war für ihn zu einem anderen Menschen geworden, obgleich er noch nicht genau wusste, was sich bei ihr geändert hatte. Davídsson setzte sich auf ihren Platz und musterte Engbers, der gedankenverloren dasaß.

"Glaubst du ihr?", fragte er schließlich.

"Sie ist kompliziert. Was sie sagt, klingt logisch, aber die Art, wie sie es sagt, irritiert mich." Es tut gut, wieder zu sitzen, dachte Davídsson, der während des gesamten Verhörs gestanden hatte und jetzt etwas steif war. Seine Arbeit bestand normalerweise aus Sitzen - er saß die Zeit ab, sein Leben.

Engbers nickte.

"Sie hat nicht viel gesagt."

"Vielleicht weiß sie wirklich nicht mehr."

"Pah." Engbers schnellte von seinem Platz hoch. "Sie ist ein berechnendes Miststück. Die weiß viel mehr, als sie jemals zugeben wird. Wenn sie die Täterin war, werden wir noch lange Spaß damit haben."

"Glaubst du das? Dass sie Bernd Propstmeyer umgebracht hat?" Davídsson wollte sitzen bleiben, aber Engbers war zur Tür gegangen. Die Klinke hatte er bereits gedrückt. Engbers wollte den Raum offenbar so schnell wie möglich verlassen.

"Sie hatte ein Motiv", antwortete Engbers auf Davídssons Frage.

Die Aufzugstüren waren gerade zur Seite geglitten und zwei Uniformierte, die einen Zivilisten in Handschellen begleiteten, wollten aus der Kabine treten. Davídsson hatte bei dem Mann in Handschellen ein leichtes Zucken wahrgenommen, als Engbers 'Motiv' sagte.

"Du meinst, weil er sie sein Leben lang verfolgt hat?"

"Ihr Leben lang. Es war ihr Leben, das er verfolgt hat."

"Wenn das stimmt. Ich habe noch nie von Stalking bei Minderjährigen gehört." Davídsson überlegte kurz, bevor er sich präziser ausdrückte: "Doch schon, aber das waren dann Pädophile oder Päderasten, die von ihren Opfern abgelassen haben, sobald sie ein gewisses Alter erreicht haben."

"Die Frage ist also: Was sollte einen Jungen veranlassen, einem Kind zu folgen, bis aus dem Kind eine erwachsene Frau wird?"

Davídsson nickte, er hatte sich gerade im Geist die gleiche Frage gestellt.

"Wir müssen diese zweite Wohnung finden. Aber das müssen die Grünen für uns erledigen."

Er überlegte. Davídsson dachte an Evelyn Schrauder und den Ausdruck in ihren Augen. Er sah ihn immer wieder. Er änderte sich nie, hatte sich nie geändert.

Waren das die Augen einer Mörderin? Was empfand sie, wenn sie an Bernd Propstmeyer dachte? Was dachte er bei diesem Namen?

Davídsson war zum Büro gefahren und hatte dort versucht, seine Gedanken zu ordnen. In diesem Fall gab es viele Informationen. Das konnte gut für ihn sein, aber auch schlecht. Man konnte leicht den Überblick verlieren. Alleine die Verknüpfungen in ViCLAS waren so dicht, dass sie langsam unübersichtlich wurden.

Der Informationskollaps droht, dachte er, als er in seinen Saab 9-3 stieg. Er drehte den Zündschlüssel um, und die gedimmte Uhr erinnerte ihn an das verpasste Training mit Marian Zajícek. Er hatte das Training vergessen, total vergessen, aber es war ja zum Glück nur ein Training. Es war nur ein kurzer Gedanke an das Curling, dann wurde er wieder durch die Fragen, die der Fall aufwarf, überlagert.

Er wusste, dass es ihm auch zu Hause nicht gelingen würde, abzuschalten, aber die Lichter auf dem Büroflur waren bis auf die Notausgangbeleuchtung erloschen und fast alle Kollegen waren schon gegangen. Er war oft der Letzte, der das Gebäude verließ. Er genoss dann die Ruhe, die dort herrschte, wenn er seine eigenen Schritte auf dem Flur widerhallen hörte und nur noch ein leises Surren der Computer diese Ruhe störte.

Das Neonlicht glitt stumm in regelmäßigen Abständen über sein Gesicht. Er dachte

Langtext

language="ger">In einem beinahe vergessenen Betongebilde aus Deutschlands düsterster Zeit wird ein Mann im besten Alter ermordet.
Ólafur Davídsson ahnt, dass die Geschichte des Tatorts mit dem Mord in einem Zusammenhang steht. Sein Verdacht wird bestätigt, als sich herausstellt, dass das Opfer ein beispielloses Doppelleben geführt hatte: Ein Leben in der Vergangenheit und das moderne Leben eines Künstlers. Ist das ein Mordmotiv?
Davídsson versucht diese Frage zu klären, indem er herauszufinden versucht, in welchem Leben das Opfer seinem Mörder begegnet ist.
Als er zu verstehen beginnt, was es mit dem Doppelleben des Opfers auf sich hat, begeht die Hauptverdächtige Selbstmord in ihrer Zelle und die Suche nach der Wahrheit beginnt erneut im Sumpf der Vergangenheit.

Beschreibung für Leser

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