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Die sportliche Masche

Ewald Maurer

Ewald Maurer
© MANZ










EWALD MAURER,
ehemaliger Familienrichter und Buchautor bei MANZ hat
eben einen neuen Ratgeber zum Erwachsenenschutzgesetz
fertig gestellt – die Juristerei ist für ihn fast eine sportliche Disziplin.

In einem langen Leben summieren sich viele Geschichten. Wenn es darum ginge, einen Abend mit Anekdoten aus dem Gerichtssaal zu füllen, wäre Ewald Maurer sicherlich prädestiniert dafür. Er erinnert sich an unzählige Fälle aus seinen 40 Berufsjahren – und er hat Spaß am Erzählen. Um über sein Leben zu reden, ist er extra von seinem Sommersitz in Weiden am Neusiedlersee nach Wien gekommen und hat einige seiner 45 Bücher mitgebracht. „Ehe auf österreichisch“ ist der Titel seines ersten Werkes aus dem Jahre 1984, auf dessen Cover eine Bettszene in Schwarz-Weiß abgebildet ist. „Das wollte man damals so“, lacht er. Insgesamt habe er im Lauf seiner Karriere ja rund 5000 Ehen geschieden und dabei jede nur erdenkliche Situation erlebt. „Dabei wollen die meisten Paare ja eigentlich gar nicht streiten“, resümiert er. Er war einer der ersten Richter in Österreich, die die Methoden der Mediation zur Streitschlichtung einsetzten. „MediationsPlus“ hieß seine Methode, die, wie er sagt, auch noch heute von ihm sehr erfolgreich angewendet wird. Als Richter ist er mittlerweile in Pension, heute hilft er all jenen gerne, die ihn darum bitten.

Maurers Fachgebiete sind allesamt sehr lebensnah. Neben dem Familienrecht gehören auch Erbfragen und die Sachwalterproblematik zu seinen Spezialgebieten, die er praxisgerecht in Buchform bringt. Soeben erscheint der neue Ratgeber zum Erwachsenenschutzgesetz, das Betroffenen wie Angehörigen Orientierung bieten will. „Die Kürze ist immer die größte Herausforderung“, sagt er, weil die meisten ja keine Zeit hätten, sich in die Materie zu vertiefen.

Maurer jedenfalls hat Lust, zu erklären. Er macht es mit Enthusiasmus. „Mein Vater hat mir nach dem Studium einmal den Rat gegeben, mich in einen Teilbereich der Rechtswissenschaft zu vertiefen, diesem Rat bin ich gefolgt“, sagt er. Ewald Maurer, geboren im Mai 1940, ist Sohn eines Anwalts. Weil seine Mutter ihren Mann regelmäßig auf lange Dienstreisen begleitete, verbrachte der junge Ewald viel Zeit bei einer Pflegemutter. „Von ihr habe ich gelernt, was Empathie ist“, sagt er, räumt allerdings auch ein, ein sehr impulsives Kind gewesen zu sein. Im Gymnasium war er Vorzugsschüler, aber vor allem eine Sportskanone. Turnen, Leichtathletik, Fußball, sogar Boxen waren seine großen Leidenschaften. „Mit 30 einarmigen Liegestützen konnte ich die meisten beeindrucken“, lacht der quirlige 77-jährige, der auch heute noch jeden Tag drei Stunden seiner körperlichen Ertüchtigung widmet. Jeden Tag fährt er am Neusiedlersee sieben Kilometer mit den Inline-Skates, dann schwimmt er, erst dann setzt er sich zum Schreiben an den Schreibtisch. Neben seiner Tätigkeit als Autor für MANZ ist er als Gutachter tätig.

Das Schreiben hat sich aus seiner beruflichen Richtertätigkeit entwickelt. Mit seiner Berufswahl folgte er übrigens einer langen juristischen Familientradition. Warum er nicht Anwalt wurde? „Weil die freie Dienstzeiteinteilung und die Tatsache, keinen Chef zu haben, meinem Naturell entsprechen.“ Er erkannte schnell, dass sich viele seiner Causen als Familienrichter im Außerstreitverfahren besser schlichten lassen, zusammen mit zwei Kollegen gründete er die Fachgruppe Außerstreit- und Familienrecht – zudem engagierte er sich in der Weiterbildung junger Richter. Vor allem erkannte er auch, dass Recht nicht selten auch eine Frage der finanziellen Mittel ist. Ausgestattet mit einer ausgeprägten sozialen Ader half und hilft er bis heute finanziell benachteiligten Menschen. „Heute sind es manchmal die Leser meiner Bücher, die mich kontaktieren“, erzählt er.

Obwohl seit etlichen Jahren in Pension, ist er vielbeschäftigt. Weil der Computer „sein großer Feind“ ist, steht ihm in technischen Belangen seine Frau zur Seite. Mit ihr ist er seit 50 Jahren glücklich verheiratet. Er hat die gebürtige Deutsche als Reiseführer (einer seiner Nebenjobs in jungen Jahren) am Strand von Nizza kennengelernt. „Sie wollte mich“, lacht er. Reisen, besonders Schiffsreisen, sind bis heute seine Leidenschaft. Und außerdem ist noch kein Winter vergangen, den Maurer nicht beim Schifahren auf der Turracherhöhe verbrachte. „Ich habe ein sehr schönes Leben“, resümiert er. Wenn er ganz glücklich ist, fährt er mit dem Boot auf dem Neusiedlersee und spielt Mundharmonika, „eine gewisse Romantik habe ich nämlich auch“.


Karin Pollack

 
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