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Zeitschriften Cover

Österreichische Zeitschrift für das
ÄRZTLICHE GUTACHTEN

Inhaltsverzeichnis

ISSN: 2308-7552
Reihe: Österr. Zeitschrift f.d. ärztliche Gutachten (DAG)
Verlag: Manz Verlag Wien
Format: Zeitschrift
Jahrgang 2018
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!
Christina Wehringer
 
Management von Rückenschmerzen
Spezifischer, unspezifischer und chronischer Rückenschmerz.
Bei der Behandlung von Rückenschmerzen stehen neben einer suffizienten medikamentösen Therapie vor allem die Aufklärung und die (körperliche) Aktivierung des Patienten im Vordergrund. Sowohl Warnhinweise hinsichtlich spezifischer Ursachen („red flags“) als auch Faktoren für die Entwicklung einer Chronifizierung („yellow flags“) müssen berücksichtigt werden. Der Artikel gibt einen Überblick über Diagnose und Therapieansätze bei Rückenschmerz.
Peter Machacek
Rückenschmerzen – Diagnostik und minimalinvasive Therapie
Red flags; yellow flags; Euratom 2014; zervikale intraforaminelle und lumbo-/sakrale periradikuläre Infiltrationstherapie.
Unspezifische Rückenschmerzen (85%) klingen unter konservativer Therapie in der Regel ab. Bildgebende Diagnostik bietet keine Zusatzinformationen und kann bei entsprechender Persönlichkeitsstruktur das Chronifizierungsrisiko steigern. Bei Persistenz oder Aggravation der Symptomatik über vier bis sechs Wochen oder bei Warnhinweisen (red flags) ist eine weiterführende bildgebende Diagnostik angezeigt. Welche Methoden bei welchen Symptomen die meisten Informationen bieten, zeigt der Artikel auf und geht abschließend auf Indikation und Evidenz minimalinvasiver Therapien bei Rückenschmerzen ein.
Bernhard Oder, Ko-Autor: Siegfried Thurnher
Rückenschmerzen aus neurologischer Sicht
Aortendissektion; Rückenmarkinfarkt; Herpes zoster; Spondylodiszitis; neurologische Grunderkrankungen; VAS-Schmerzskala.
Akut einsetzender Rückenschmerz ist auch die Folge einer primär neurologischen Erkrankung, die in diesem Artikel zusammenfassend erörtert wird. Neben den diagnostischen und therapeutischen Optionen wird auch die subjektive Schmerzskala VAS erörtert. Abschließend wird auf die wesentlichen Aspekte im neurologischen Gutachten bei beklagten Rückenschmerzen eingegangen.
Andreas Steinbauer
 
Diagnosebezogene Mindesteinstufung – selbständiger Gebrauch eines Rollstuhls
Taxative Diagnosenliste; analoge Diagnostik; eindeutige Diagnose.
Liegt bei einem Menschen mit Behinderung eine bestimmte, im Gesetz festgelegte Behinderung vor, ist eine diagnosebezogene Einstufung nach dem Bundespflegegeldgesetz vorgesehen. Dazu muss eine eindeutige Diagnose objektiviert sein, reine Verdachtsdiagnosen oder solche dem Anschein nach reichen nicht. Bei Erkrankungen, die dem Inhalt nach und in ihren Auswirkungen – Funktionseinschränkung und Pflegebedarf – gleich sind, ist eine analoge diagnosebezogene Einstufung möglich. Immer ist auch eine funktionelle Einstufung vorzunehmen, die – falls höher – Grundlage des Pflegegeldbezugs ist.
Christina Wehringer
 
Der Läufertyp – eine Abweichung von der Norm
Rigor mortis; Nystensche Regel; Läufertyp.
Der Gerichtsgutachter profitiert in seiner täglichen Arbeit von wissenschaftlicher Neugierde und einem optischen Gedächtnis. Beide sind Voraussetzungen, um Abweichungen von der Regel erkennen und außergewöhnliche Ereignisse einordnen zu können. Eine spektakuläre Mordserie innerhalb eines Tages zeigte bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung der Opfer und des Täters eine Besonderheit auf. Das Fluchtverhalten des Täters führte letztlich zum von der üblichen Gesetzmäßigkeit abweichenden Befund.
Christian Reiter
 
Absetzbarkeit von Kfz-Kosten
Fahrtenbuch; Luxustangente; Financial Leasing; Operating Leasing; Fiskal-Lkw.
Bei der Nutzung eines Kfz ist zu überlegen, welcher betriebliche Anteil, der mittels Fahrtenbuch nachzuweisen ist, vorliegt. Neben dem Kauf sind auch Leasingvarianten oft steuerlich günstiger, oder man bevorzugt den Kauf eines Fiskal-Lkw, vermeidet eine Begrenzung der Anschaffungskosten und vermindert die steuerlich relevante „Haltbarkeit“ auf fünf Jahre.
Hans-Georg Goertz
 
Rechtsprechung für Gutachter
Haftung für einen radiologischen Zufallsbefund? Keine Haftung für über das übliche Ausmaß hinausgehende Kenntnisse.
War die Untersuchung der Schilddrüse des Klägers nicht Gegenstand der Zuweisung zum Radiologen, so ist sie auch nicht Teil des Behandlungsvertrags zwischen den Parteien. Für über das übliche Ausmaß hinausgehende Kenntnisse wird nicht gehaftet.
§ 1299 ABGB
OGH 17. 1. 2018, 6 Ob 233/17h
Johannes Zahrl
Haftung der Krankenkasse für Fehlleistung eines Vertragspartners?
Der Krankenversicherungsträger haftet nach herrschender Meinung in Rechtsprechung und Literatur nicht für das Verschulden von freiberuflich tätigen Ärzten.
§ 1313a ABGB
OGH 21. 12. 2017, 6 Ob 223/17p
Johannes Zahrl
Warnhinweise im Beipackzettel der „Anti-Baby-Pille“.
Die Hinweise müssen eine Art der drohenden Gefahr deutlich herausstellen und Funktionszusammenhänge klarmachen, sodass erkennbar wird, warum das Produkt gefährlich ist.
OGH 20. 2. 2018, 10 Ob 8/18a
Johannes Zahrl
 
Einschätzungsverordnung (EVO) mit ergänzenden Erläuterungen für Ärzte
Abschnitt 3: Psychische Störungen.
Grundlage der Ausführungen dieser Rubrik ist die Einschätzungsverordnung und das Handbuch zur Einschätzungsverordnung des Sozialministeriums, ausgewählt und bearbeitet von der Chefredakteurin.
Christina Wehringer