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Die DAG 05 erscheint am 27.09.2017
Zeitschriften Cover

Österreichische Zeitschrift für das
ÄRZTLICHE GUTACHTEN

Inhaltsverzeichnis

ISSN: 2308-7552
Reihe: Österr. Zeitschrift f.d. ärztliche Gutachten (DAG)
Verlag: Manz Verlag Wien
Format: Zeitschrift
Jahrgang 2017
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!
Christina Wehringer
 
Das Organische Psychosyndrom (OPS)
Direktes und indirektes Schädel-Hirn-Trauma; HMPAO; DatScan; IBZM-Spect; Korsakow-Syndrom; Wernicke-Enzephalopathie; frontales, temporales und occipitales OPS.
Der Beitrag stellt die Ursachen, Erscheinungsformen und diagnostischen Methoden des Organischen Psychosyndroms vor. Immer handelt es sich um eine hirnorganische Veränderung, die nach Lokalisation und Ausdehnung mit neurologischen und psychischen Veränderungen einhergeht. Ausgehend von den neurologischen Defiziten gelingt eine Zuordnung der Lokalisation im Gehirn.
Andreas Steinbauer
 
Neurosonographie als ergänzende Zusatzdiagnostik in der gutachterlichen Bewertung traumatischer Nervenläsionen
Nervenläsion; Seddon; Sunderland; Linearschallkopf; Narben; komprimierende Strukturen.
Unverzichtbar in der Diagnostik von Nervenverletzungen ist mittlerweile die Sonographie. Sowohl in der Primärversorgung unmittelbar im Anschluss an das Trauma als auch – wie der Beitrag anhand zweier Fallbeispiele erläutert – bei der Beurteilung sekundärer Nervenveränderungen nach Traumen. Eine Möglichkeit zur Objektivierung, auf die bei der Begutachtung von Nervenverletzungen nicht verzichtet werden sollte.
Vera Wohlgenannt, Koautor: Walter Oder
Trauer-Schmerzengeld nach vermeidbarer Totgeburt (intrauterinem Fruchttod) in der 37. Schwangerschaftswoche
Trauer-Schmerzengeld; Schockschaden; intrauteriner Fruchttod; Totgeburt.
Eine Fehldiagnose suspekter bzw pathologischer CTGs bei vorzeitigen Wehen in der Schwangerschaftswoche (SSW) 36 bis 37 und falsche geburtshilfliche Betreuung führten zum intrauterinen Fruchttod. Der Obduktionsbefund zeigte zweit- bis drittgradige Mazeration der inneren Organe. Die Eltern klagten die Fehlbehandlung und erlittenen psychischen Schmerzen ein. Diese wurden letztlich im OGH-Verfahren zuerkannt. Der Beitrag fasst die medizinischen Grundlagen und die Ausführungen des OGH zusammen.
Georg Johannes Gerstner, Koautor: Rainer Rienmüller
Selbstbestimmungsrecht des Patienten vs. Mitwirkungspflicht des Versicherten
Arzthaftpflicht; Selbstbestimmungsrecht; Behandlungsvertrag; Informed Consent; Informed Refusal.
Der Beitrag beschäftigt sich mit Arzthaftung bei fehlender oder mangelhafter Aufklärung des Patienten, der Rechtsnatur des Behandlungsvertrags und dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten. Rechts- und medizinethische Überlegungen zur Selbstbestimmung des Patienten und die Mitwirkungspflicht des Versicherten kollidieren mit der Verantwortung des Einzelnen und den Interessen der Versichertengemeinschaft. Eine zentrale Rolle spielt das Sachverständigengutachten. Praxisbezogene Beispiele zur Thematik aus Judikatur und Lehre verdeutlichen die Überlegungen.
Patricia Wolf
 
Begutachtung der Dauerfolgen nach Schädel-Hirn-Trauma (SHT) und OPS
Quantifizierung von SHT und OPS; Glasgow-Koma-Skala; posttraumatische Amnesie.
Die bleibenden Folgen einer Schädel-Hirn-Verletzung stehen in direktem Zusammenhang mit der Schwere der primären Schädigung. Erst nach Abschluss einer kontinuierlichen Rehabilitation über rund 24 Monate ist eine gutachterliche Beurteilung der verbliebenen Fähigkeiten – Arbeitsfähigkeit, Dauerrente, persönlichen Selbständigkeit oder Pflegebedarf – möglich. Welche gutachterlichen Kriterien und Befunde zur Beurteilung maßgeblich sind, fasst der Beitrag zusammen.
Andreas Steinbauer
 
Pulverschmauch
Munition; Zündsatz; Schmauch; Pulverteilchen; Schussdistanz; Schmauchspuren.
Munition moderner Schusswaffen enthält Nitrozellulose, die durch den Initialsprengstoff im Zündhütchen zur Explosion gebracht wird. Die im Zündsatz enthaltenen Metallsalze, deren Oxidationsprodukte, Bestandteile des Treibsatzes und nicht verbrannte Teile der Nitrozelluloseteilchen bilden den „Schmauch“. Die Analyse der Schmauchkomponenten und deren Verteilung lassen eine genaue Schussdistanzbestimmung zu. Wie diese im Detail erfolgt und auf welche Besonderheiten zu achten ist, beschreibt der Artikel.
Christian Reiter
 
Finanzamtsfristen
Einkommensteuererklärung; Anspruchszinsen; Säumniszuschlag; Einkommensteuervorauszahlung.
Der selbstständig tätige Arzt hat laufend Fristen gegenüber dem Finanzamt zu beachten und kann mit einer entsprechenden Planung seine Zahlungsströme optimieren. Der Artikel gibt einen Überblick.
Hans-Georg Goertz
 
Rechtsprechung für Gutachter
Erfüllungsgehilfenhaftung des überweisenden Facharztes?
Eine Patientin, die beim Gynäkologen eine Krebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch nimmt, geht typischerweise davon aus, dass das erforderliche „Gesamtpaket“ an medizinischen Leistungen in die Leistungspflicht und Verantwortlichkeit des aufgesuchten Gynäkologen fällt.
§ 31 Abs. 3 ÄrzteG
OGH 29. 3. 2017, 1 Ob 161/16g
Johannes Zahrl
Abschiebung in schlechtem Gesundheitszustand.
Bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände kann eine Abschiebung zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK führen. Solche liegen jedenfalls vor, wenn ein lebensbedrohlich Erkrankter durch die Abschiebung mit einem realen Risiko konfrontiert würde, wegen des Fehlens angemessener Behandlung im Zielstaat der Abschiebung einer ernsten, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustands ausgesetzt zu sein.
Art. 3 EMRK
VwGH 21. 2. 2017, Ra 2017/18/0008
Johannes Zahrl
 
Einschätzungsverordnung (EVO) mit ergänzenden Erläuterungen für Ärzte
Abschnitt 2 Muskel-, Skelett- und Bindegewebssystem.
Grundlage der Ausführungen dieser Rubrik sind die Einschätzungsverordnung und das Handbuch zur Einschätzungsverordnung des Sozialministeriums, ausgewählt und bearbeitet von der Chefredakteurin.
Christina Wehringer